Polster, Leuchten, Schränke und Stühle: Kunststoffe sind für die Möbelindustrie ein wichtiger Werkstoff (Foto: Pexels/Rana Matloob Hussain)
Der Abwärtstrend hat sich fortgesetzt, wenn auch in abgeschwächter Form: Die deutsche Möbelindustrie hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen Umsatz von 11,7 Mrd EUR erzielt. Das waren 4,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM, Bad Honnef; ) mitteilt. Im Vorjahr 2024 hatte die Branche bereits einen Rückgang um 7,4 Prozent auf 16,4 Mrd EUR zu verkraften.
„Die Konsumzurückhaltung, die hohe Sparneigung und der rückläufige Wohnungsbau wirken sich weiterhin negativ auf unsere Branche aus“, sagt VDM-Geschäftsführer Jan Kurth. Detaillierte Daten zum Kunststoffverbrauch der deutschen Möbelindustrie gibt es nicht. Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV, Berlin) geht davon aus, dass auf den Sektor etwa 3 Prozent der in Deutschland verarbeiteten Kunststoffe entfallen. Dass die kunststoffverarbeitenden Zulieferer der Möbelindustrie ebenfalls leiden, belegen die Meldungen aus diesem Bereich. Diese reichen von Werksschließungen wie bei Surteco und Greiner über Insolvenzen wie von HKT bis hin zu Liquidationen wie derjenigen von Elco.