
Der jüngste Bericht des italienischen Chemieverbands Federchimica (Mailand / Italien) zeichnet erneut ein eher düsteres Bild des Sektors in Europas viertgrößter Volkswirtschaft. Die Organisation rechnet in ihrem Wirtschaftsbericht zum Halbjahr für 2026 mit einem Produktionsrückgang von 3 Prozent. Damit geht es das fünfte Jahr in Folge bergab. Eine – dann jedoch auch nur leichte – Erholung wird seitens des Verbandes erst 2027 gesehen. Ein Kurswechsel, so erklärt Federchimica in dem Bericht, sei unbedingt erforderlich, um „Deindustrialisierung und Verlust strategischer Autonomie“ zu verhindern.
Der aktuelle Produktionswert der italienischen Chemiebranche liegt inzwischen um 13 Prozent unterhalb des Werts aus dem Jahr 2021. 2025 meldete der Sektor – Nummer fünf im Land – einen Umsatz von rund 59,9 Mrd EUR. Vom Gesamtwert flossen zwei Drittel oder 40,1 Mrd EUR in den Export. Die gut 2.900 Unternehmen beschäftigen insgesamt 117.000 Mitarbeiter.