
Im August 2025 zeigten sich die Preise auf den nordamerikanischen Kunststoffmärkten uneinheitlich. Während Polyethylen und PVC auf Vormonatsniveau verharrten oder nur leicht nachgaben, setzte sich die Abwärtsbewegung bei Polypropylen fort. Polystyrol verzeichnete dagegen erneut einen moderaten Aufschlag, während technische Kunststoffe wie ABS, Polycarbonat und die Polyamide stagnierten.
Die Marktbedingungen blieben insgesamt schwach: Lagerbestände stiegen, die Produktion lief vielerorts auf hohem Niveau, und die Nachfrage aus Schlüsselbranchen wie Bau, Automobil und Konsumgüter zeigte wenig Dynamik. So erholten sich beispielsweise die US-Autoabsätze nur zögerlich. Der Bausektor bleibt angesichts hoher Hypothekenzinsen und stagnierender Neubauverkäufe schwach, und aus dem Konsumgüterbereich kamen gemischte Signale. Während sich die Einzelhandelsumsätze im Juli belebt zeigten, dominieren bei Industriegütern und langlebigen Konsumgütern rückläufige Bestellungen. Entsprechend vorsichtig agieren Verarbeiter bei Neuaufträgen und Vorratsaufbau. Anfang September bleibt die Stimmung verhalten, berichtet der Branchendienst Kunststoff Information (KI, Bad Homburg) im aktuellen Online-Report.