Arburg: Digitaler Produktpass für nachhaltige Kreislaufwirtschaft

30.08.2021

Praxisbeispiel zum Projekt R-Cycle: Eine smarte Turnkey-Anlage rund um einen elektrischen Allrounder 370 A fertigt inline bedruckte Becher, die sich lückenlos rückverfolgen und sortenrein trennen lassen. (Foto: Arburg)

Praxisbeispiel zum Projekt R-Cycle: Eine smarte Turnkey-Anlage rund um einen elektrischen Allrounder 370 A fertigt inline bedruckte Becher, die sich lückenlos rückverfolgen und sortenrein trennen lassen. (Foto: Arburg)

Arburg, Loßburg, beteiligt sich mit einem Expertenvortrag und als Aussteller an der PIAE Europe vom 8. bis 9. September in Mannheim. Der renommierte internationale VDI-Kongress für Kunststoffe im Automobilbau findet in diesem Jahr als Hybrid-Event statt. Dr. Thomas Walther, Abteilungsleiter Application & Process Development bei Arburg, wird im Themenblock „Nachhaltiger Kunststoffeinsatz“ über das Projekt R-Cycle berichten, bei dem Arburg der exklusive Maschinenbau-Partner ist. Zudem werden auf dem Arburg-Stand zukunftweisende Automotive-Bauteile ausgestellt.

Mit dem Programm arburgGREENworld engagiert sich Arburg für Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Circular Economy in der Kunststoffverarbeitung und bietet dazu zahlreiche Praxislösungen. Der Maschinenhersteller arbeitet zusammen mit renommierten Partnern u. a. an innovativen Technologien für die Rückgewinnung hochwertiger Rezyklate und die ressourcenschonende Fertigung von Leichtbauteilen.

In Rahmen eines Fachvortrags am 9. September um 12.30 Uhr berichten Dr. Thomas Walther und Dr. Benedikt Brenken, Director R-Cycle Initiative bei Reifenhäuser, über die Erfahrungen von Arburg als exklusivem Maschinenbau-Partner und Reifenhäuser als Initiator des Verbundprojekts R-Cycle. Am Praxisbeispiel einer smarten Turnkey-Anlage rund um einen elektrischen Allrounder 370 A wird vorgestellt, wie sich aus einem Produkt nach der Nutzungsphase hochwertiges Rezyklat rückgewinnen und der Wertstoffkreislauf schließen lässt. Zentrales Element von R-Cycle ist eine Datenbank, in der alle Informationen zu den verwendeten Inhaltsstoffen hinterlegt sind. Jedes Kunststoffteil erhält auf diese Weise einen digitalen Produktpass. Bereits während des Spritzgießens werden die Daten z. B. über Roh- und Farbstoffe übermittelt und das Produkt mit einem maschinell lesbaren DM-Code, gekennzeichnet. Über das Auslesen der Kennzeichnung in der Recyclinganlage ist eine sortenreine Trennung des Kunststoffabfalls möglich.

Im Ausstellungsbereich präsentiert Arburg exemplarisch eine Auswahl an zukunftsweisenden spritzgegossenen sowie im Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) additiv gefertigten Bauteilen für die Automobilbranche. Das Spektrum umfasst z. B. umspritzte Einlegeteile, Hybridbauteile und Praxisbeispiele für den Leichtbau.

Das AKF-Verfahren eignet sich für die additive Fertigung von funktionalen Prototypen und Betriebsmitteln in kleinen Losgrößen. Für die Automobilindustrie besonders interessant sind z. B. weiche Originalmaterialien wie TPU Desmopan 9370 AU. Das Material ist so flexibel wie Gummi, so gut zu verarbeiten wie ein Thermoplast und zudem unempfindlich gegenüber Wärme und Chemikalien. Daraus entstehen z. B. Verbindungsschläuche für Pkw-Kühlsysteme.

www.arburg.com

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