Arburg: Erweiterte Freiform-Technologie und Medizintechnik im Fokus

04.11.2019

Auf der Formnext vom 19. bis 22. November 2019 in Frankfurt a. M. präsentiert Arburg, Loßburg, auf seinem nochmals deutlich vergrößerten Stand neue Potenziale des Arburg Kunststoff-Freiformens (AKF). Erstmals auf einem Arburg AM-Stand gibt es eine Sonderfläche zum Thema Medizintechnik. Gezeigt werden vier Freeformer, darunter technologische Weiterentwicklungen und ein Ausblick zum Thema Faserverstärkung. Außerdem können die Besucher eine Vielzahl an Bauteilen aus Originalmaterialien in Augenschein nehmen. Eine Auswahl davon lässt sich an vier interaktiven Stationen testen.

Auf seinem Formnext-Messestand präsentiert Arburg im Bereich Medizintechnik einen Freeformer 200-3X, der FDA-zugelassenes Weichmaterial verarbeitet, sowie zahlreiche Bauteilbeispiele. (Foto: Arburg)

Auf seinem Formnext-Messestand präsentiert Arburg im Bereich Medizintechnik einen Freeformer 200-3X, der FDA-zugelassenes Weichmaterial verarbeitet, sowie zahlreiche Bauteilbeispiele. (Foto: Arburg)

„Als Weltleitmesse für die additive Fertigung ist die Formnext für uns die perfekte Plattform, neue Produkte, Anwendungen und Entwicklungen für die Zukunft des Arburg Kunststoff-Freiformens zu präsentieren. Auf dem um rund 30 Prozent erweiterten Arburg-Messesstand können die Besucher unsere Innovationen und Bauteile live erleben und anfassen“, betont Lukas Pawelczyk, Abteilungsleiter Vertrieb Freeformer bei Arburg. „Besonders in der Medizintechnik sind mit dem AKF-Verfahren Anwendungen möglich, die mit keinem anderen Verfahren machbar sind. In einem speziell ausgezeichneten Standbereich sind dazu konkrete Beispiele zu sehen.“

Medizintechnik: Bauteile aus Originalmaterial

Auf der Sonderfläche Medizintechnik verarbeitet ein Freeformer 200-3X ein resorbierbares PLLA und zeigt dabei die Vorteile des AKF-Verfahrens für diese anspruchsvolle Branche auf. Das offene System ist für die Medizintechnik prädestiniert, da sich damit auch biokompatible, resorbierbare und sterilisierbare FDA-zugelassene Original-Kunststoffgranulate wirtschaftlich z. B. zu individuell angepassten Orthesen oder Implantaten verarbeiten lassen.

Der Freeformer ist zudem mit einigen kleineren Anpassungen für den Einsatz im Reinraum geeignet, wie Anwender bereits unter Beweis gestellt haben. Er arbeitet emissionsarm und staubfrei und der Bauraum ist generell in Edelstahl ausgeführt. Eine optionale Robot-Schnittstelle ermöglicht eine Automatisierung der additiven Fertigung und die Integration des Freeformers in IT-vernetzte Fertigungslinien. Die Prozessqualität lässt sich zuverlässig dokumentieren und die Bauteile bei Bedarf eindeutig rückverfolgen.

Fortschritte in der Freeformer Maschinentechnik

Mit den Freeformern 200-3X und 300-3X deckt Arburg ein breites Spektrum für die industrielle additive Fertigung von Funktionsbauteilen aus Originalmaterial ab. (Foto: Arburg)

Mit den Freeformern 200-3X und 300-3X deckt Arburg ein breites Spektrum für die industrielle additive Fertigung von Funktionsbauteilen aus Originalmaterial ab. (Foto: Arburg)

Die beiden Freeformer 200-3X und 300-3X decken ein breites Spektrum für die industrielle additive Fertigung ab. Während der Freeformer 200-3X standardmäßig mit zwei Düsen ausgestattet ist, kann der Freeformer 300-3X drei Komponenten zu komplexen Funktionsbauteilen in belastbarer Hart-Weich-Verbindung mit Stützstruktur verarbeiten. Auf der Formnext 2019 wird auf der großen Maschine am Beispiel von für die Luft- und Raumfahrt zugelassenem PEI Ultem 9085 demonstriert, wie sich komplexe Bauteile aus Hochtemperatur-Werkstoffen fertigen lassen. Die Bauraumtemperatur beträgt in diesem Fall rund 180 °C. Mit einem weiteren neuen Exponat bietet Arburg zudem einen technologischen Ausblick, wie sich im AKF-Verfahren faserverstärkte Bauteile realisieren lassen.
Aber auch den bewährten Freeformer 200-3X entwickelt Arburg kontinuierlich weiter. An einem solchen Exponat können die Fachbesucher die Technik des Systems genau unter die Lupe nehmen. Der Freeformer 200-3X ist inzwischen mit dem gleichen einteiligen Düsensystem ausgestattet wie sein großer Bruder. Zudem steht ein umfangreiches Software-Update zur Verfügung.

Vielfältige Bauteile und interaktive Stationen

Den AKF-Experten im Arburg Prototyping Center (APC) ist es gelungen, mit einem Freeformer 200-3X ein weiches TPU-Material (Desmopan) mit eingebetteten Carbon-Anteilen zu verarbeiten. Der additiv gefertigte Dehn-Mess-Streifen ist ein flexibles und gleichzeitig elektrisch leitfähiges Zwei-Komponenten-Funktionsbauteil. Das ist nach Angaben von Arburg bislang einzigartig in der Welt der additiven Fertigung.

Dieses und weitere interessante Bauteile für die Branchen Medizintechnik, Automotive, Luft- und Raumfahrt und Elektronik können die Fachbesucher auf der Formnext 2019 an insgesamt vier interaktiven Stationen selbst testen.

www.arburg.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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