Barlog: Großer Baukasten für wärmeleitfähige Compounds

21.03.2019

Moderne Automobile, insbesondere Elektrofahrzeuge, brauchen neue wärmeleitfähige Kunststoffe. Die Barlog Plastics GmbH, Overath, bietet hier ein besonders breites Spektrum vielseitiger Compounds.

Auf dem diesjährigen VDI-K-Kongress PIAE im Mannheimer Congress Center Rosengarten präsentiert sich Barlog als vielseitiger Spezialist für thermisch leitfähige Kunststoff-Compounds. Dabei beschränkt sich der Hochleistungskunststoff-Experte aus dem Bergischen Land nicht auf Produkte auf Basis von ein, zwei Grundpolymeren, sondern bietet eine breite Palette wärmeleitfähiger Compounds aus PA, PBT, PPS, PPA, EBA und anderen Highend-Polymerwerkstoffen. Damit deckt Barlog zielgenau auch couragierte Anforderungsprofile in der Automobilentwicklung ab, gerade auch im Blick auf die speziellen Fragestellungen des Elektrofahrzeugbaus.

Auch individuelle Kundenentwicklungen sind jederzeit möglich; zu den Variablen in den Barlog-Rezeptbüchern gehören nicht nur angepasste mechanische Kennwerte durch die Auswahl des geeigneten Grundpolymers, sondern auch maßgeschneiderte Brandschutzeigenschaften und exakt kalibrierte elektrische Leitfähigkeiten der Compounds. Das Spektrum der unter dem Namen Kebablend TC vermarkteten, wärmeleitfähigen Kunststoffe wird von Barlog entsprechend stetig erweitert.

Mehr als Standard-Compounds

„Wir kennen den Markt für wärmeleitfähige Kunststoffe im Automobilsektor aus langer Erfahrung sehr gut“, erläutert Robert Konnerth, für die Kebablend-TC-Familie zuständiger Produktmanager bei Barlog. „Mit unseren Compounds, insbesondere einigen speziell neu entwickelten Typen, die wir auf der PIAE erstmals vorstellen wollen, reagieren wir daher ganz gezielt auf sehr konkrete Anforderungen, die von Automobil-OEMs und Zulieferern immer wieder an uns herangetragen werden.“

Kühlkörper gehören zu wichtigen Anwendungen für wärmeleitfähige Kunststoffe im Automobilsektor. (Foto: Barlog)

Kühlkörper gehören zu wichtigen Anwendungen für wärmeleitfähige Kunststoffe im Automobilsektor. (Foto: Barlog)

Zu den Anwendungen, in denen wärmeleitfähige Kunststoffe im Automobilsektor in den vergangenen Jahren praktisch unabdingbar geworden sind, gehören Kühlkörper und Gehäuseteile für LED-Leuchten oder -Scheinwerfer. Durch den Trend zum Elektrofahrzeug stehen Ingenieure nun aber vor ganz neuen Fragen. „Stichworte sind das Thermomanagement im Batterie-Bereich oder in der Umgebung des Motors. Auch die Brennstoffzellen-Technologie ruft nach Compounds, die Wärme wirksam abführen können“, so Konnerth. Selbst bei klassischen Verbrennern sei eine möglichst effektive Wärmeableitung immer wieder Thema – hier gelte es, immer leistungsfähigeren Motoren auf immer engerem Raum gerecht zu werden. „Früher standen hier eher hitzebeständigere Kunststoffe im Fokus, aber wer Wärme vom Ort der Entstehung wirksam abführen kann, entschärft das Hitzeproblem gleich an der Wurzel“, so der Barlog-Experte.

Keine Scheu vor Kleinmengen

Von zentralem Interesse sind im Automobilmarkt laut Konnerth derzeit elektrisch isolierende Polyamid-Typen, die sich durch Wärmeleitfähigkeiten von 1,5 bis 2 W/m*K auszeichnen und zugleich eine gute Wirtschaftlichkeit und Verarbeitbarkeit bieten. Derartige Compounds spielen auch im Barlog-Portfolio eine wichtige Rolle.

Mit wenigen Standard-PA-Compounds lassen sich die wachsenden Aufgaben an der Wärme-Front jedoch kaum mehr lösen. Wenn Höchstleistung und beste mechanische Eigenschaften gefordert sind, sind PBT, PPS, PPA oder andere Werkstoffe häufig die bessere Antwort. Um auch anspruchsvolleren Kundenanforderungen entgegen zu kommen, hält Barlog inzwischen einen ganzen Baukasten von Hochleistungspolymeren und Füllstoffen – Metallfasern, Keramikpulver, Graphit oder mineralische Additive – bereit.

Entwicklungspartner für Thermomanagement-Anwendungen

„Wir betrachten uns übrigens bei weitem nicht nur als bloßer Compound-Anbieter“, so Robert Konnerth, „sondern ausdrücklich auch als ‚Entwicklungs-Partner‘ unserer Kunden, der nicht nur ins Regal greift und Standardprodukte anbietet, sondern immer wieder neue Lösungen für besondere Herausforderungen entwickelt. Extrem hilfreich dabei ist unsere Schwester, die Bahsys GmbH, die ihre Kunden von ersten CAE-Berechnungen über die Prototyp-Fertigung bis hin zur Implementierung eines großserientauglichen Prozesses unterstützt.“

Dabei sei sich das Unternehmen, so Konnerth, auch für die Bereitstellung von Kleinmengen nicht zu schade – etwa für erste Spritzgieß-Versuchsreihen. „Barlog und Bahsys stehen für innovative Antworten auf knifflige Probleme. Damit sind wir auch in Sachen wärmeleitfähiger Compounds der ideale Partner für eine so zukunftsorientierte Branche wie die Automobilindustrie.“

www.barlog.de

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