BASF: Flammgeschützte PPAs für E&E-Bauteile

13.05.2022

Die PPA-Typen sind für E&E-Bauteile auf einem breiten Anwendungsfeld einsetzbar. (Foto: BASF)

Die PPA-Typen sind für E&E-Bauteile auf einem breiten Anwendungsfeld einsetzbar. (Foto: BASF)

Die BASF, Ludwigshafen, ergänzt jetzt ihr PPA-Portfolio um mehrere flammgeschützte Typen, die hohe Wärmestabilität mit guter elektrischer Isolierung und geringer Wasseraufnahme kombinieren. Sie bringen hohe elektrische RTI-Werte (relativer Temperaturindex) von über 140 °C mit und sind dabei gemäß EN 50642 frei von Halogenen, wodurch Korrosion und ein Ausfall elektrischer Bauteile unter feuchten Bedingungen vermieden wird.

Die nichthalogenierten PPAs, die auf PA 9T, PA 66/6T, PA 6T/66 und PA 6T/6 basieren, ermöglichen eine bessere Einfärbbarkeit sowie eine lange Farbbeständigkeit. Mit diesen neuen flammgeschützten Typen eröffnet die BASF neue Anwendungsmöglichkeiten wie Steckverbinder für die Strom- oder Datenübertragung in Fahrzeugen, Haushaltsgeräten und in der Unterhaltungselektronik sowie für Bauteile in Elektrofahrzeugen, Leistungsschutzschalter, Schaltgeräte und Sensoren.

Breites Portfolio für viele Anforderungen

Die UL-Karten für die vier neuen PPA-Typen belegen gute elektrische RTI-Werte und bieten verschiedene Leistungsstufen für unterschiedliche Bauteilanforderungen. „Mit unseren neuen optimierten Typen haben wir unser breites PPA-Flammschutz-Portfolio zu einer Komplettlösung für sämtliche Kundenanforderungen rund um E&E-Materialien entwickelt,“ erklärt Abdullah Shaikh, Leiter des globalen PPA-Teams. „Wir bieten PPAs mit einem stabilen thermischen und mechanischen Leistungsniveau für klassische E&E-Bauteile, auch mit nicht-halogenierten Flammschutzmitteln, bis hin zu Typen mit RTI-Werten, die über dem Marktstandard liegen. Damit reagieren wir auf neue Trends wie halogenfreie Wärmestabilisatoren, um Kontaktkorrosion bei Bauteilen zu vermeiden, die empfindlich gegenüber Wärme und Feuchtigkeit sind. So stellen wir mit unseren Werkstoffen sicher, dass E&E-Geräte nicht kaputtgehen und über einen langen Zeitraum einwandfrei funktionieren.“

RTI-Wert bis 160 °C

Das Produktsortiment beinhaltet auch das leicht zu verarbeitende Ultramid One J 60X1 V30, ein PA 66/6T aus dem ehemaligen Solvay-Portfolio. Zusammen mit dem PPA-Pionier Ultramid TKR 4340G6 (PA 6T/6) bietet es nicht nur den höchsten elektrischen RTI-Wert von 160 °C, sondern weist auch eine gute Verarbeitbarkeit auf. Das PA 9T Ultramid Advanced N3U41G6 verfügt über einen elektrischen RTI von 150 °C bei geringer Wasseraufnahme, was essenziell für die Verarbeitung mittels Surface Mount Technology (SMT) ist. Seine hohe Chemikalienbeständigkeit kombiniert mit der stabilsten Mechanik aller PPAs bei höheren Temperaturen macht es besonders geeignet für elektronische Anwendungen. Bei Ultramid Advanced T2340 G6 handelt es sich um ein PA 6T/66 mit hoher Fließfähigkeit und einem elektrischen RTI von 150 °C. Es ist gur für Wire-to-Board- und Board-to-Board-Steckverbinder geeignet.

Hohe Dimensionsstabilität

Alle flammgeschützten Werkstoffe im PPA-Portfolio behalten ihre guten mechanischen und dielektrischen Eigenschaften auch bei erhöhten Temperaturen. Aufgrund der geringen und langsamen Wasseraufnahme zeichnen sie sich durch eine gute Dimensionsstabilität sowie durch einen geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten aus. Sie ermöglichen eine Einstufung von V-0 bei Dicken von bis zu < 0,4 mm und halten den Kabelmanagement-Standard CMS EN 50654 (2018-05) ein. Dadurch profitieren besonders E&E-Komponenten von den Flammschutztypen, weil ihre mechanischen und elektrischen Eigenschaften nach Wärmealterung und langer Nutzungsdauer erhalten bleiben.

www.ppa.basf.com

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