BASF: PPA-Portfolio für Automobil und Elektronik erweitert

04.07.2016

Unter der Marke Ultramid Advanced N erweitert die BASF mit einem neuen PPA-Portfolio ihr Sortiment an teilaromatischen Polyamiden. (Abb.: BASF)

Unter der Marke Ultramid Advanced N erweitert die BASF mit einem neuen PPA-Portfolio ihr Sortiment an teilaromatischen Polyamiden. (Abb.: BASF)

Mit einem neuen Polyphthalamid-Portfolio (PPA) präsentiert die BASF SE, Ludwigshafen, auf der K 2016 ihr erweitertes Sortiment an teilaromatischen Polyamiden. Das Portfolio mit dem Namen Ultramid Advanced N umfasst unverstärkte und mit Kurz- oder Langglasfasern verstärkte Compounds sowie flammgeschützte Typen. Laut BASF übertreffen sie die Eigenschaften konventioneller PPA-Kunststoffe: konstante Mechanik bis 100 °C (Glasübergangspunkt: 125 °C) bei hoher Chemikalienbeständigkeit und geringer Wasseraufnahme sowie wenig Reibung und Verschleiß. Ultramid Advanced N ermöglicht kurze Zykluszeiten und ein breites Verarbeitungsfenster. Die neue Produktlinie wird durch eine ausführliche Materialcharakterisierung und die BASF-Anwendungsentwicklung ergänzt. Ausgewählte Typen bietet die BASF ab sofort weltweit für Kundenprojekte an.

Größerer Handlungsspielraum für Endprodukte

Das neue Portfolio eröffnet Anwendern in unterschiedlichen Industrien einen größeren Handlungsspielraum bei der Entwicklung von Endprodukten. Nach Herstellerangaben lassen sich damit anspruchsvolle Vorgaben an Mechanik, chemische Beständigkeit und Dimensionsstabilität über einen weiten Temperaturbereich erfüllen. „Die BASF greift mit Ultramid Advanced N die steigenden Anforderungen an die eingesetzten Kunststoffe auf, die unter immer anspruchsvolleren Umgebungsbedingungen funktionieren müssen“, sagt Dr. Melanie Maas-Brunner, Leiterin der Geschäftseinheit Performance Materials Europa. „Die Entwicklung von Spezialitäten ist Teil unserer Strategie, unseren Kunden ein breites Spektrum an Lösungen anzubieten. Dazu gehört auch ein breites PPA-Portfolio – und in den nächsten Jahren werden wir weitere Hochleistungskunststoffe auf den Markt bringen.“

Breites Einsatzspektrum in vielen Industrien

Durch den Einsatz von Ultramid Advanced N lassen sich leichtere, kleinere und leistungsstärkere Kunststoff-Bauteile für anspruchsvolle Umgebungen konstruieren, in denen andere Werkstoffe an ihre Grenzen stoßen. Es eignet sich für kleine Steckverbinder und funktionsintegrierte Gehäuse in Haushaltsgeräten, der Unterhaltungselektronik und im Mobilfunk. Es kann in Automobil- und Strukturbauteilen am Motor und im Getriebe in Kontakt mit heißen, aggressiven Medien und verschiedenen Kraftstoffen eingesetzt werden. Auch Anwendungen wie Zahnräder und andere Verschleißbauteile sind umsetzbar. Ultramid Advanced N bietet sich für bleifreies Löten an, das in der Elektrotechnik für so genannte SMD-Baugruppen (SMD: surface mounted device) eingesetzt wird. „Wir werden aktiv auf unsere Kunden zugehen, um ihre besonderen Anforderungen zu verstehen und ihnen die optimale Lösung anzubieten, basierend auf der BASF-Expertise in der Anwendungs- und Produktentwicklung“, sagt Abdullah Shaikh, Leiter des PPA-Geschäfts innerhalb der Geschäftseinheit Performance Materials Europe. „Wir freuen uns darauf, im Oktober auf der K-Messe unser Portfolio vorzustellen und mit unseren Kunden mögliche Anwendungen zu diskutieren.“

Aliphatischen Polyamiden überlegen

Steifigkeit und Festigkeit des neuen Polyphthalamids bleiben bis zu der hohen Glasübergangstemperatur von 125 °C stabil, und das weitgehend unabhängig von den Umgebungseinflüssen. Im Vergleich zu einem entsprechenden PA 66 (Glasübergangspunkt: 60 °C) verfügt Ultramid Advanced N über ein größeres Einsatzspektrum und eine überlegene Mechanik. Auch die meisten elektrischen Eigenschaften sind bei und über Raumtemperatur annähernd unabhängig vom Feuchtigkeitsgehalt – ein deutlicher Unterschied zu aliphatischen Polyamiden. Aufgrund seines hohen Schmelzpunkts von 300 °C und der geringen Wasseraufnahme ist das Material besonders für das bleifreie Löten geeignet: Die Wärmeformbeständigkeit bleibt erhalten und das Material wirft keine Blasen (so genanntes Blistering). Die geringe Wasseraufnahme führt außerdem zu einer guten Dimensionsstabilität. In Tests konnte im Vergleich zu einem PA 6T die Aufnahme von Wasser bzw. Feuchtigkeit um 50 % reduziert werden. Eine mit 35 % Glasfasern verstärkte Ultramid Advanced N-Type nimmt bis zur Sättigung nur noch knapp 1 % Feuchte auf.

In Klimawechseltests hat sich die mit 30 % Glasfasern verstärkte Flammschutz-Ausführung in der Migrationsneigung als überlegen gegenüber entsprechenden marktgängigen PPA-Typen erwiesen. Sie verfügt über gute Flammschutzeigenschaften (V-0 Einstufung im UL94-Test bis 0,4 mm Dicke) und ist mit einem halogenfreien Flammschutzmittel ausgerüstet. Außerdem zeigt sie eine hohe Kriechstromfestigkeit, gute Oberflächenqualität und ist laserbeschriftbar.

Ultramid Advanced N ist darüber hinaus beständig gegenüber Chemikalien, vor allem heißem Öl, Kühlmitteln wie Glysantin, Kalziumchlorid und Brennstoffen mit hohem Methanolgehalt. Die einzelnen Typen sind mit unterschiedlichen Wärmestabilisatoren ausgerüstet und damit maßgeschneidert für die jeweiligen Anforderungen in der Automobilbranche und Elektrotechnik.

www.basf.com

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