BASF: Sicher verpackt im Ex-Bereich

22.03.2022

Die mit statisch ableitfähigem TPU ausgerüstete Stretchfolie ist für explosionsgefährdete Bereiche zugelassen. (Abb.: Duo Plast)

Die mit statisch ableitfähigem TPU ausgerüstete Stretchfolie ist für explosionsgefährdete Bereiche zugelassen. (Abb.: Duo Plast)

Mit Duo Ex-Tra hat der Folienhersteller Duo Plast AG, Lauterbach, die nach Unternehmensangaben erste Stretchfolie entwickelt, die sich für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen eignet. Diese vermeidet die Zündquelle Elektrostatik, sodass gestretchte Paletteneinheiten keine Explosionsgefahr mehr darstellen. Dafür kommt das statisch ableitfähige Polymer Elastostat der BASF Polyurethanes GmbH, Lemförde, auf TPU-Basis zum Einsatz.

Herkömmliche Stretchfolien sind laut Duo Plast aufgrund der statischen Ladung nicht für explosionsgefährdete Bereiche zugelassen und Paletten müssen umgepackt werden. Der Aufwand beim Ent- bzw. Verpacken von ein- und ausgehenden Gütern mit herkömmlicher Stretchfolie ist enorm. Daher eignet sich die neue Stretchfolie insbesondere für Unternehmen aus der Chemiebranche und deren Zulieferer, die künftig direkt in Ex-Bereiche beliefert werden können. Die BASF ist daher nicht nur Rohstofflieferant, sondern auch bereits Abnehmer und Anwender der neuartigen Verpackungsfolie.

Seit 2017 arbeitete das Entwicklungsteam der BASF, bestehend aus Packmittelberatung, Sicherheitstechnik, Produktentwicklung und Polyurethan-Vertrieb in Lemförde, daran.

„Der Folie unser Additiv zur Erhöhung der Leitfähigkeit zuzusetzen, war nicht auf Anhieb machbar. Denn wir mussten nicht nur den geforderten Oberflächenwiderstand erreichen, sondern auch die Dehnbarkeit erhalten und dabei beachten, dass die Folie sehr dünn ist“, so Anja Oltmanns, TPU-Vertrieb, BASF.

Die Folie ist mit roten Blitzen farblich gekennzeichnet, sodass die damit verpackten Paletten optisch eindeutig erkennbar sind und die Eignung für die entsprechenden Bereiche sichergestellt werden kann.

„Die in Kooperation mit BASF hergestellte Blasfolie ist weltweit einmalig, da es bisher keine Stretchfolie auf dem Markt gibt, die für Ex-Bereiche freigegeben ist. Somit kann die Folie zum Verpacken von leitfähigen und mit Erde in Kontakt stehenden Gebinden in explosionsgefährdeten Bereichen verwendet werden (Zone 1 und 2). Auch das Entfernen der Folie ist in den vorgenannten Zonen zulässig“, sagt Nina Schnitzler, Key Account Managerin bei Duo Plast.

Zusätzlich ist die Folie Duo Ex-Tra mit der patentierten Duo Doppelkante ausgestattet, welche große Haltekräfte aufweist. Die während der Verarbeitung entstehende Netzstruktur ermöglicht eine hohe Ladeeinheitenstabilität bei geringem Materialverbrauch.

www.plastics.basf.com
www.duoplast.ag

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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