Borealis/Grabher: Neues Leben für gebrauchte FFP2-Masken

22.04.2022

Die Schlüsselkomponente der FFP-Masken von Grabher besteht aus vollständig recycelbarem Meltblown-PP von Borealis. (Foto: Grabher)

Die Schlüsselkomponente der FFP-Masken von Grabher besteht aus vollständig recycelbarem Meltblown-PP von Borealis. (Foto: Grabher)

Borealis, Wien (Österreich), und der Textilienhersteller Grabher Group, Lustenau (Österreich), arbeiten gemeinsam an der Wiederverwertung gebrauchter FFP2-Masken. So besteht die Schlüsselkomponente der filtrierenden Gesichtsmasken von Grabher aus vollständig recycelbarem Meltblown-Polypropylen von Borealis. Um die Kreislaufwirtschaft stärker voranzutreiben, hat Grabher zudem ein neuartiges Sammel- und Recyclingprogramm für gebrauchte Gesichtsmasken ins Leben gerufen, um diese zu neuen Produkten, wie z. B. zu ölabsorbierenden Textilien, zu verarbeiten.

Die in Vorarlberg ansässige Grabher Group ist Experte auf dem Gebiet der Nano-Luft- und Mikro-Flüssigkeitsfiltration und entwickelt intelligente Textilsysteme, unter anderem für die Herstellung von medizinischen und Gesundheitsprodukten. Als Anfang 2020 die Covid-19-Pandemie ausbrach, stand Österreich vor einem Engpass im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung. Grabher reagierte und richtete als erstes österreichisches Unternehmen eine eigens für Gesichtsmasken bestimmte Fertigungsstätte ein, die über eine hochmoderne Meltblown-Produktionsanlage zur Herstellung von hochwertigen Gesichtsmasken verfügt. Diese zertifizierten Masken, u. a. FFP2-Filtermasken, medizinische Masken und waschbare Community-Masken, werden von der Grabher-Tochter Vprotect vertrieben. Ein wesentlicher Bestandteil der Vprotect-Masken – der Filter aus dicht angeordneten, mikrometergroßen Fasern – wird aus Meltblown-PP von Borealis gefertigt, einem Material, das vollständig recycelbar ist.

Rückgabe- und Sammelsystem für gebrauchte Masken

Im Rahmen eines Rückgabe- und Sammelsystems können gebrauchte Masken in gekennzeichneten Sammelboxen entsorgt werden. (Foto: Grabher)

Im Rahmen eines Rückgabe- und Sammelsystems können gebrauchte Masken in gekennzeichneten Sammelboxen entsorgt werden. (Foto: Grabher)

Aus gesundheitlichen Gründen werden selbst hochwertige und nachhaltig hergestellte Gesichtsmasken schnell entsorgt. Zu viele davon landen auf Mülldeponien oder in der Umwelt. Um das Problem der steigenden Mengen an Maskenabfall zu lösen, hat Grabher die Initiative ergriffen und ein neues Rückgabe- und Sammelsystem für gebrauchte Masken implementiert, damit diese zu neuen Produkten recycelt werden können. Das System, das in naher Zukunft auf ganz Österreich ausgeweitet werden soll, sieht eindeutig gekennzeichnete Sammelboxen vor, in die alle Arten von Gesichtsmasken eingeworfen werden können. Nach dem Sortieren, Waschen, Sterilisieren und Trocknen wird das Material als Füllmaterial für Kissen und Ölabsorptionsanwendungen verwendet. Derzeit wird zudem ein Verfahren entwickelt, das die Masken zu Granulat verarbeitet, welches wiederum im Meltblown-Verfahren zu absorbierenden Textilien weiterverarbeitet werden kann. Diese recycelten Gewebe können zum Binden von Öl – z. B. nach einem Ölunfall – oder anderer Flüssigkeiten verwendet werden.

„Wir sind stolz darauf, dass wir insbesondere zu Beginn der Pandemie in Österreich so schnell auf den dringenden Bedarf an PSA und FFP2-Masken reagieren konnten“, erklärt Günter Grabher, Geschäftsführer der Grabher Group. „Mittlerweile können wir uns darüber freuen, dass unsere Sammel- und Recyclinginitiative weiterhin zahlreiche andere Interessenten anzieht, wie beispielsweise die OMV, einen großen Lebensmitteleinzelhandelskonzern oder auch mehrere große Krankenhäuser.“

www.borealisgroup.com
www.grabher-group.company

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