Brückner Maschinenbau: Anlagenkonzepte für sortenreine Verpackungslösungen

09.09.2019

Ressourcenschonung steht rund um Folienreckanlagen im Fokus des diesjährigen Messeauftritts. Brückner zeigt verschiedene Konzepte auf. (Foto: Brückner)

Ressourcenschonung steht rund um Folienreckanlagen im Fokus des diesjährigen Messeauftritts. Brückner zeigt verschiedene Konzepte auf. (Foto: Brückner)

Brückner Maschinenbau informiert auf der K 2019 darüber wie Folien auf Streckanlagen mit der höchstmöglichen Recyclingfähigkeit hergestellt werden können. Der Fokus liegt dabei auf Monomaterialfolien mit guten mechanischen und optischen Eigenschaften, die bisherige Multilayer-Folien aus unterschiedlichen Materialien ersetzen können. Dafür stellt der Maschinenbauer zwei neue Anlagenkonzepte zur Herstellung von BOPE-Folien (biaxial orientiertes Polyethylen) vor. Folienhersteller können dabei zwischen einer Arbeitsbreite von 6,6 m mit einem Ausstoß von 3 t/h und einer Arbeitsbreite von 8,7 m mit einem Ausstoß von 5 t/h wählen. Es handelt sich dabei jeweils um 5-Lagen-Konzepte für ein erweitertes Folienspektrum.

Zudem besitzen die neuen Anlagen die Flexibilität, BOPP-Folien und neben herkömmlichen Verpackungsfolien auch Spezialitäten wie sogenannte UHB-Folien und gecoatete Folien für Hochbarriere-Anwendungen zu produzieren. Da die Nachfrage nach neuartigen BOPE-Folien sich gerade erst entwickelt, könnten Folienhersteller so schnell und flexibel auf Marktströmungen reagieren, meldet Brückner.

Neuer Inline-Coater

Auch wenn im Sinne der Kreislaufwirtschaft das Recycling im Vordergrund steht, müssen neue Monomaterialstrukturen höchste Anforderungen erfüllen und dürfen den bisherigen Verbundverpackungen in nichts nachstehen. Deshalb hat Brückner für alle BOPP- und BOPE-Anlagen einen neuen Inline-Coater entwickelt, der in der Streckanlage vor der Querverstreckung zum Einsatz kommt. Damit ist die Erzeugung extrem dünner Funktionsschichten im Nano-Bereich möglich, die dank ihrer geringen Dicke bei Sortieren und Recycling nicht stören, aber beispielsweise für eine verbesserte Haftung beim Metallisieren sorgen und gute Barrieren in Verbindung mit ebenfalls sehr dünnen, aber wirksamen Aluminiumoxyd-Beschichtungen erbringen.

Weiterhin im Fokus: Rohstoff- und Energieeinsparung

Trotz aller Entwicklungen für die sich rasant entwickelnde Kreislaufwirtschaft hält Brückner Maschinenbau an seinen ehrgeizigen Zielen für einen weiter sinkenden Rohstoffeinsatz und einen immer geringer werdenden Energieverbrauch bei der Folienproduktion fest. Bei allen berechtigten Forderungen nach Recycling und Wiederverwendbarkeit dürfen die Herausforderung des Klimawandels und die Senkung des CO2-Fußabdrucks innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette von Verpackungen nicht vergessen werden. Im Kampf gegen den Klimawandel, wird man auf Kunststoffverpackungen, die ressourcenschonend hergestellt werden, auf absehbare Zeit nicht verzichten können.

Spezialfolien-Anlagen

Neben den Streckanlagen zur Herstellung von Verpackungsfolien nehmen Maschinen für Spezialfolien stetig an Bedeutung im Brückner-Portfolio zu. Zur K 2019 informiert das Unternehmen über verschiedene Neuentwicklungen:

  • Neues Hochtemperaturkonzept für BOPP-Kondensatorfolie – interessant zum Beispiel für die Verwendung in elektronischen Bauteilen, die sich nahe an Motoren befinden.

  • Anlagen zur Produktion von Stone Paper auf BOPP- oder BOPE-Basis mit einem Calziumcarbonat-Anteil von über 60 %: gut bedruckbar, wasserfest und umweltschonend in der Herstellung.

  • Biaxial orientierte Polyester-Folien (BOPET) für optische Anwendungen: Das neue zum Patent angemeldete Relax-System sorgt für homogenere Folieneigenschaften und damit eine höhere Folienqualität und bessere Verarbeitbarkeit.

  • BOPI (biaxial orientiertes Polyimid) eignet sich gut für flexible optische Anwendungen, z.B. biegsame Displays. Bei der Herstellung müssen Streckofen und Strecksystem für sehr hohe Temperaturen bis 400 °C ausgelegt sein.


Batterie-Separatorfolien: Neue Technologien für wachsende Märkte

Im Bereich der Batterie-Separatorfolien für Lithium-Ionen-Batterien hat sich Brückner Maschinenbau mit seinen erfolgreich laufenden Anlagen bei führenden Folienherstellern einen guten Namen im Markt erarbeitet. Zur K werden neu vorgestellt:

  • Optimierung der simultanen Lisim-Technologie

    • für weniger Randbeschnitt und damit höhere Folienausbeute

    • für höhere Flexibilität in der Verstellung von Streckprofilen während des Betriebs: verbesserte mechanische Eigenschaften wie Durchstoßfestigkeit und optimierte Porenverteilung für längere Lebensdauer



  • neu entwickelte und patentierte Relax-Kette für verbesserte Folieneigenschaften in Hinblick auf Batterie-Sicherheit

  • 5,5 m Anlagenbreite – weltweit exklusiv für hohe Effizienz

  • Weiterentwicklung des eigenen patentierten Produktionsverfahrens, dem Evapore-Prozess, um eine umweltschonendere Alternative zur Herstellung solcher Membranfolien anbieten zu können


www.brueckner.com

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