Cannon Afros: Harz-Direktinfusionssystem für Windkraft-Rotorblätter

13.06.2022

Cannon Afros, Hersteller von Dosier- und Mischanlagen in Caronno Pertusella Italien, hat ein Direktinfusionssystem zur schnelleren Verarbeitung von Epoxid- und Polyurethanharzen in der Fertigung von Rotorblättern für Windkraftanlagen entwickelt.

Rotorblätter werden in der Regel aus glasfaserverstärkten Harzen im Vakuuminfusionsverfahren gefertigt. „Gestützt auf unsere langjährige Erfahrung in der Konstruktion und Fertigung von Infusionsharzmischanlagen und Zusatzvorrichtungen zum Entgasen von Harzen und Härtern haben wir uns auf die Optimierung der Kosteneffizienz in dieser speziellen Verarbeitungstechnologie konzentriert“, sagt Dario Pigliafreddo, Key Account Manager bei Cannon Afros. „Wir können nun den Herstellern von Rotorblättern ein neuartiges Direktinfusionssystem zur automatisierten und präzisen Dosierung erhöhter Harzgemischmengen anbieten. Das System ermöglicht einen wiederholgenauen und zuverlässigen Produktionsprozess, der den Ausschuss minimiert und zudem die Freisetzung flüchtiger organischer Stoffe vermeidet, was die Bedienersicherheit verbessert.“

Das neue Direktinfusionssystem verkürzt die Werkzeugfüllzeiten bei der Herstellung von Rotorblättern für Windkraftanlagen. Foto: Cannon Group

Das neue Direktinfusionssystem verkürzt die Werkzeugfüllzeiten bei der Herstellung von Rotorblättern für Windkraftanlagen. Foto: Cannon Group

Das neue Cannon Direktinfusionssystem nutzt die Technologie der etablierten Maschinenserien DX und DXI mit Echtzeitdatenmanagement, bei denen die Dosierung automatisch angepasst wird, um die erforderliche Durchflussmenge bei einem konstantem Mischverhältnis sicherzustellen. Es kann für mehrere unabhängige druckführende Infusionslinien eingesetzt werden, an denen Peristaltikventile mit hoher Präzision an jedem Infusionspunkt die Dosierung der richtigen Harzgemischmenge steuern. In Kombination mit der möglichen Ergänzung einer automatischen und selbstregulierenden Vakuumeinheit sorgt dies für die Regelung des erforderlichen Volumenstroms, um den Infusionsprozess abzuschließen und die Zykluszeit zu reduzieren.

Da das neue Verfahren in einem abgeschlossenen und versiegelten System abläuft, entsteht beim Aushärten ein geringeres exothermes Risiko. Das Harzgemisch ist vor Kontamination durch eintretende Luft oder Feuchtigkeit geschützt. Darüber hinaus wird die Betriebssicherheit durch eine reduzierte VOC-Belastung erhöht.

Nach Angaben von Cannon ist in Abhängigkeit von diversen Parametern wie Harzsystem, Faservolumenanteil, Anzahl der Infusionspunkte, Automatisierungsgrad und Blattgeometrie eine signifikante Verbesserung der Werkzeugfüllzeiten gegeben.

www.cannon.com

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