CEM: Schneller Mikrowellen-Aufschluss mit Durchblick

20.06.2022

Mikrowellen-Aufschlüsse zur spektrometrischen Elementanalyse sind seit vielen Jahren Standard. Das neue Mikrowellen-Aufschlussgerät Blade von CEM, Kamp-Lintfort, soll hinsichtlich Schnelligkeit, Einfachheit und Bedienerkomfort einen neuen Standard setzen. Hinzu kommt die Beobachtung der Aufschlussreaktion mit der eingebauten Kamera.

Keine Verschraubungen oder Werkzeugmontage für die Druckbehälter

Im Blade werden die Druckbehälter mit einem Schnappdeckel verschlossen. Den Rest erledigt das Gerät. Die Probe wird nur in einen Quarzbehälter eingewogen. Anschließend wird die Säure hinzugegeben und der Schnappdeckel aufgesetzt. Es sind kein Verschrauben, kein Werkzeug, keine Stützmäntel sowie keine weitere Montage nötig. Im Blade verschließt ein motorgetriebener Druckverschluss den Aufschlussbehälter druckdicht. Nach Aufschlussende öffnet der Druckverschluss und die entweichenden Gase werden abgesaugt. Somit wird ein druckloses Aufschlussgefäß sicher entnommen. Von jeder einzelnen Probe wird der komplette Aufschlussverlauf dokumentiert und automatisch archiviert.

Aufschlüsse in fünf Minuten

Die Aufschlussgeschwindigkeit liegt bei herkömmlichen Mikrowellen-Aufschlussgeräten bei gut einer Stunde zuzüglich der Abkühlung auf Raumtemperatur zur Weiterverarbeitung der Proben.
Im Blade reichen typischerweise fünf Minuten inklusive Abkühlung für einen Aufschluss. Dann kann die Probe vermessen werden.

Damit könnten dringende Proben „auch mal eben zwischendurch“ aufgeschlossen werden, heißt es bei CEM. Kein anderes auf dem Markt befindliche Aufschlussgerät sei derart schnell. Das Blade ermöglicht auch restkohlenstofffreie Aufschlüsse von schwierigen und komplexen Proben.

Alle Proben sind möglich

Im Laboralltag fallen ständig unterschiedliche Proben an, die flexibel abgearbeitet werden sollen. Zudem werden für die unterschiedlichen Probenarten alle typischen Mineralsäuren wie z. B. HNO3, HCL, HF, H2O2 oder Mischungen wie Königswasser benötigt. Hinzu kommen unterschiedliche Probenmengen von wenigen Milligramm bis zu mehreren Gramm Probeneinwaage. Bei herkömmlichen Mikrowellen-Aufschlussgeräten wurden auf einem Drehteller oder Rotor ähnliche Proben mit einem Programm bearbeitet. Unterschiedliche Proben wurden bisher nacheinander zeitversetzt abgearbeitet, so dass das Mikrowellenaufschlussgerät zwischendurch blockiert war.

Im Blade werden alle Proben einzeln individuell abgearbeitet. Mit dem integrierten Autosampler und Abzug holt sich der Probengeber jede Probe mit der notwendigen Säuremischung in die Mikrowelle. Dort wird die Probe dann individuell aufgeschlossen, in zwei Minuten auf Raumtemperatur abgekühlt und vom Autosampler wieder zurück ins Rack gebracht. Nun ist die nächste Probe dran. Dank der individuellen Reaktionskontrolle können auch hohe Probeneinwaagen realisiert werden.

Autoklavensysteme für Aufschlüsse haben einen enormen Platzbedarf und passen häufig nicht mehr auf den vorhandenen Labortisch. Das Blade benötigt wenig Stellfläche und auch keinen Abzug, da ein leistungsstarkes Abluftsystem integriert ist. Es kann daher flexibel überall aufgebaut werden. Das mitgelieferte Abzugmodul ermöglicht sogar die Aufstellung außerhalb des Abzugs.

Klarer Durchblick für klare Aufschlüsse

Die integrierte Kamera sorgt für klaren Durchblick bei der Aufschlussreaktion und verbessert so klare Aufschlüsse. Der Farbwechsel des Aufschlusses kann live beobachtet und auch dokumentiert werden. Durch die Bauweise des Blades können Aufschlussverläufe erstmals sichtbar gemacht werden und vereinfachen so die Methodenoptimierung.

Der integrierte Autosampler als Standardausrüstung des Blades erlaubt das unbeaufsichtigte Abarbeiten aller Proben auch über Nacht. Mit externen Roboterzugriffen können die Aufschlussgefäße zudem ins Blade bewegt werden sowie die Dosierung der Reagenzien erfolgen. Damit kann das Blade zum vollautomatischen System als Aufschlussstraße betrieben werden.

Zur Qualitätssicherung wird der komplette Aufschlussverlauf von jeder Probe in Echtzeit dokumentiert. Es werden zudem die Mikrowellenleistung, Temperatur, Druck und die aktuelle Laufzeit visualisiert. Zusätzlich können zur Dokumentation die Proben ID, Reagenzien, Einwaage, Probenbeschreibung und sogar Bilder bzw. Filme des Aufschlussverlaufes dokumentiert werden.

www.cem.de

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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