27.10.2016
Fanuc

Erstmals vollelektrische 3K-Roboshot-Spritzgießmaschinen für Europa

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Lesedauer: 4 Minuten.

Die Fanuc Europe Corporation, Echternach/Luxemburg, hat auf der K 2016 ihre neuen Roboshot-Spritzgießmaschinen mit zusätzlichen Modulen wie 3K-Ausstattung, in innovativen Anwendungen wie der LSR-Applikation von Nexus sowie mit einer interessanten […]

Fanuc stellte sein neues intelligentes Benutzer-Interface iHMI mit Touch Screen vor, dessen Bedienoberfläche sich an Smartphones anlehnt und die Bedienung der elektrischen Roboshot-Spritzgießmaschinen vereinfacht. (Foto: Fanuc)

Fanuc stellte sein neues intelligentes Benutzer-Interface iHMI mit Touch Screen vor, dessen Bedienoberfläche sich an Smartphones anlehnt und die Bedienung der elektrischen Roboshot-Spritzgießmaschinen vereinfacht. (Foto: Fanuc)

Die Fanuc Europe Corporation, Echternach/Luxemburg, hat auf der K 2016 ihre neuen Roboshot-Spritzgießmaschinen mit zusätzlichen Modulen wie 3K-Ausstattung, in innovativen Anwendungen wie der LSR-Applikation von Nexus sowie mit einer interessanten Werkzeuglösung von Männer vorgestellt.

Mit der Vorstellung der beiden vollelektrischen Spritzgießmaschinen Roboshot α-S130iA und Roboshot α-S220iA hat Fanuc zuletzt in der Fachwelt aufhorchen lassen. Denn die beiden neuen Maschinen haben deutlich mehr Aufspannfläche als bislang üblich. Das eröffnet Anwendern den Einsatz größerer Werkzeuge und eine bessere Zugänglichkeit des Werkzeugraumes. Bei der K 2016 lag der Schwerpunkt jetzt auf der Demonstration von Flexibilität und Modularität.

Zum ersten Mal zeigte Fanuc eine Roboshot für die 3K-Verarbeitung. Neu ist, dass die Maschine und die zusätzlichen Spritzeinheiten aus einer Hand stammen. Zum ersten Mal in Europa wurde die horizontale Spritzeinheit SI-300 HA präsentiert. Im vergangenen Jahr hatte Fanuc die vertikale Spritzeinheit SI-20 A vorgestellt. „Mit wenigen Handgriffen kann aus einer Standardmaschine eine 2K- oder 3K-Maschine gemacht werden“, sieht Produktmanager Wolfgang Haak den integrativen Ansatz von Fanuc als großen Nutzen für Anwender. Die zusätzlichen Spritzeinheiten anzubauen sei so einfach wie einen Roboter von Fanuc zu integrieren. Zielgruppe für die modularen Spritzeinheiten sind Betreiber, die jeweils begrenzte Volumen für 2K- oder 3K-Anwendungen haben und dafür keine eigene Maschine fix ausrüsten wollen. Prinzipiell sind die zusätzlichen Spritzeinheiten SI-300 HA (horizontal) und SI-20 A (vertikal) auch mit Maschinen anderer Hersteller kombinierbar, wobei die SI-300 HA für größere Schussgewichte als die SI-20 A ausgelegt ist. Erste 3K-Maschinen hat Fanuc in Asien auf den Markt gebracht.

Unter das Stichwort „Ease of use“ fällt die Vorstellung des neuen iHMI, das inzwischen bei allen Fanuc-Maschinen zum Standard gehört. Darstellung und Bedienoberfläche sollen die Bedienung der Maschine einfacher machen. Die Darstellung des Bedienmenüs lehnt sich an Oberflächen an, wie sie von Smartphones bekannt sind. Der Touch Screen kommt der einfachen Bedienung entgegen, wobei immer auch eine „Hilfe-Funktion“ zur Verfügung steht und aufgerufen werden kann.

Zu den „Ease of use“-Neuerungen gehört auch das sogenannte „Quick Start-up Package“ (QSP), das die Adaption eines Fanuc-Roboters an eine Roboshot-Maschine vereinfacht. Das Package umfasst die erforderlichen Bausteine für die Anbindung, so dass sich ein Roboter auch über den Operation Screen der Roboshot bedienen lässt. Das gilt sowohl für die (gelben) Industrieroboter aus der Serie als auch für die (grünen) kollaborativen Roboter von Fanuc. Zusammen mit dem Netzwerkbaustein Roboshot Linki sind die Maschinen damit Industrie 4.0-fähig. Haak: „Damit haben wir ein weiteres Tool, das eine schnelle Inbetriebnahme unterstützt.“

Ein weiteres Messe-Highlight war eine Roboshot mit 1.300 kN Schließkraft in einer LSR-Applikation inklusive Roboterautomation. Präpariert wurde die Spritzgießmaschine von Integrationspartner Nexus Automation, der sich im Bereich der Anwendung von Flüssigsilikon-Kautschuk einen Namen gemacht hat. Die Verarbeitung des Werkstoffes erfordert als Basis eine äußerst präzise Spritzgießmaschine. Produktmanager Wolfgang Haak: „Hier kann die Roboshot ihr Potenzial voll ausschöpfen.“ Während bei LSR-Anwendungen üblicherweise Maschine und Werkzeug miteinander „verheiratet“ werden, hat sich bei der Anwendung von Nexus gezeigt, dass die Roboshot so präzise arbeitet, dass ein Werkzeug in vielen Fällen von Maschine zu Maschine getauscht werden kann.

Eine Neuheit zeigte Fanuc in Zusammenarbeit mit Werkzeugspezialist Männer, Bahlingen. Im Live-Einsatz war eine 500-kN-Maschine mit 2+2fach-Werkzeug für Automobilteile. Das Werkzeug hat einen sogenannten „Sidegate“-Nadelverschluss. Aus der Zusammenarbeit mit Männer ging auch eine Lösung hervor, die auf dem K-Messestand des Werkzeugspezialisten gezeigt wurde. Auf der Roboshot arbeitete ein Werkzeug mit integriertem Servo-Nadelverschluss. Eine solche Lösung kommt Herstellern medizintechnischer Produkte entgegen, die auf einen elektrischen Nadelverschluss setzen, weil damit ein Qualitätsgewinn verbunden ist.

www.fanuc.eu

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