Haidlmair: Nachhaltigkeit im Fokus, Klimaneutralität erreicht

10.09.2021

Mario Haidlmair (4.v.r.) und seine Mitarbeiter bei der Übergabe von sechs neuen Elektro- und Hybridmodellen von BMW. (Foto: Haidlmair)

Mario Haidlmair (4.v.r.) und seine Mitarbeiter bei der Übergabe von sechs neuen Elektro- und Hybridmodellen von BMW. (Foto: Haidlmair)

Nachhaltigkeit ist das bestimmende Thema am Messestand der Haidlmair GmbH, Nußbach (Österreich), auf der Fakuma 2021. Das Unternehmen geht dazu als gutes Beispiel voran und hat nach eigenen Angaben bereits in diesem Jahr die Klimaneutralität erreicht. Mit der Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe und der Entwicklung von Zukunftsvisionen für die langfristige Sicherung des Erfolges an allen anderen Standorten wurde Mario Haidlmair immer mehr bewusst, dass eine erfolgreiche Zukunft nicht allein durch hochqualifizierte Mitarbeiter und Investitionen in neue Maschinen erreicht wird, sondern der Erhalt und der Schutz einer intakten Umwelt die Grundlage für alles Weitere ist.

Somit setzte Haidlmair alle Hebel in Bewegung, damit der CO2-Fußabdruck drastisch reduziert wird und zusätzlich auch Vorteile und einen Mehrwert für die Kunden kreiert wird. Das Werkzeugbauunternehmen, einer der weltweit führenden Hersteller von Spritzgießwerkzeugen für Getränkekästen, Lager-/ Logistikcontainer, Wertstoffbehälter und Kunststoffpaletten, verkaufte daraufhin einige Tochterfirmen, die ihren Fokus im Bereich des Einwegkunststoffes hatten, und konzentrierte sich hauptsächlich auf den Bereich Mehrwegkunststoffprodukte.

Die Strategie, die Anfang 2021 zur Anwendung kam, beinhaltet drei Säulen: Das Unternehmen klimaneutral zu machen, den Herstellungsprozess nachhaltiger zu gestalten und das Produkt selbst in Hinblick auf CO2 zu optimieren. Ein erster Schritt war der Beitritt des Unternehmens zum Global Compact Netzwerk der Vereinten Nationen, das zehn Prinzipien entwickelt hat, die verantwortungsvolles Handeln gegenüber den Menschen und der Umwelt unterstützen soll. Nach außen zeigte sich das nachhaltige Bestreben von Haidlmair unter anderem in der Änderung des Unternehmensslogans auf „Productivity for Sustainability“.

Mit Willibald Windhager wurde ein eigener Nachhaltigkeitsmanager installiert, der mit der Evaluierung der Optimierungspotentiale beauftragt wurde. Bei dieser Analyse stellte sich heraus, dass Haidlmair in den vergangenen Jahren bereits vieles richtig gemacht hat. Vor allem die Investitionen in energieeffizientere Maschine, das Angebot des günstigen Bezugs von Elektroautos für die Mitarbeiter oder die Installation einer großen Photovoltaikanlage stachen heraus. Dadurch liegen die durchschnittlichen CO2 Emissionen pro Mitarbeiter bei nur rund einem Drittel im europäischen Vergleich.

Die größten CO2 Verursacher sind aber im Bereich der Mobilität zu finden. Die Anfahrt der Mitarbeiter und der firmeneigene Fuhrpark verursachen zusammen über 60 % der CO2-Emissionen, daher war hier auch das größte Einsparungspotenzial zu finden. Die Firmenflotte, die mehr als 60 Fahrzeuge umfasst, wird deshalb sukzessive auf vollelektrische und Hybridfahrzeuge umgestellt. In der Zwischenzeit sind bereits rund 80 % der Fahrzeuge elektrisch oder hybrid.

Zusätzlich dazu werden die Mitarbeiter motiviert, klimafreundlichere Anfahrtsoptionen in Betracht zu ziehen. Das passiert einerseits mit der Möglichkeit, E-Autos zu günstigen Preisen über das Unternehmen zu beziehen, die kostenlos mit umweltfreundlich erzeugtem Strom in der Firma aufgeladen werden können. Diese Möglichkeit haben bereits 15 % der Belegschaft genutzt. Zusätzlich bietet Haidlmair seinen Mitarbeitern an, Fahrräder um bis zu 60 % günstiger als zum Normalpreis zu erwerben, die dann als Verkehrsmittel zur Arbeit genutzt werden können. Diese Möglichkeit wurde ebenfalls gut angenommen.

Alle diese Ansätze haben den CO2-Ausstoß bereits merklich verringert, aber es sind noch immer etliche Tonnen vorhanden, die weiter reduziert werden sollen. Alle Emissionen lassen sich jedoch nicht vermeiden, daher gibt es weitere Möglichkeiten, um eine Klimaneutralität zu erreichen. Die am Weitesten verbreitete Variante ist die Investition in Klimaschutzprojekte, durch die wieder CO2 eingespart bzw. gespeichert wird. Haidlmair geht dabei den Weg, Projekte in Österreich zu unterstützen und dadurch einen effizienten Einsatz der Mittel zu gewährleisten.

Durch alle diese Maßnahmen schafft es das Unternehmen bereits in diesem Jahr, CO2 neutral zu sein. „Unser Ziel einer Klimaneutralität hätten wir uns eigentlich erst für 2022 vorgenommen. Es freut uns natürlich sehr, dass wir es bereits in diesem Jahr erreichen, aber wir wollen unsere Emissionen noch weiter senken, denn der Erhalt unserer wunderschönen Natur hat für mich neben dem wirtschaftlichen Erfolg oberste Priorität“, so Mario Haidlmair.

www.haidlmair.at

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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