Hotset: Individuelle Flächenheizplatten für homogene Temperaturen in der Folientechnik

12.10.2018

Für die thermische Prozessführung in der Kunststoff- und Folientechnik hat Hotset kundenspezifisch ausgelegte P-System-Flächenheizplatten realisiert, die an die individuellen Anforderungen der Geräte- und Anlagenbauer angepasst werden können. (Foto: Hotset)

Für die thermische Prozessführung in der Kunststoff- und Folientechnik hat Hotset kundenspezifisch ausgelegte P-System-Flächenheizplatten realisiert, die an die individuellen Anforderungen der Geräte- und Anlagenbauer angepasst werden können. (Foto: Hotset)

Die neuen P-System-Flächenheizplatten für zahlreiche Verfahren der Folientechnik stellt die Hotset GmbH, Lüdenscheid, auf der Fakuma 2018 vor. Sie bieten eine außergewöhnlich präzise und gleichmäßige Temperaturführung, die zu einer überaus konvergenten und homogenen Temperaturverteilung auf den Oberflächen der Verpackungsfolien führt. Das P-System kann beim Thermoformen von Lebensmittelverpackungen, bei der Bearbeitung von Schrumpf- und Stretchfolien oder beim Folienschweißen zum Einsatz kommen.

Für die thermische Prozessführung bei der Ver- und Bearbeitung von Kunststofffolien für die Verpackungstechnik realisiert Hotset projekt- und kundenspezifisch ausgelegte Flächenheizplatten. Diese als P-System bezeichneten Komplettlösungen werden in ihrer Konstruktion und Konfiguration stets an die individuellen Anforderungen der Maschinen- und Anlagenbauer in den verschiedenen Bereichen der Folien- und Verpackungstechnik angepasst.

„Das Tiefziehen von Blisterverpackungen oder Kunststofftrays stellt beispielsweise andere Anforderungen an die Thermodynamik von Heizplatten als das Schweißen von Schlauchbeutelfolien – mit unserem P-System können wir hier flexibel auf jede Situation der Flächentemperierung reagieren“, sagt Geschäftsführer Ralf Schwarzkopf.

Für den Anwender – von zum Beispiel einer Blistermaschine – bedeutet der Einsatz des P-Systems eine höhere Prozesssicherheit; auch für alle der Folientemperierung nachgeschalteten Ver- und Bearbeitungsschritte. „Die Vorteile wirken sich beispielsweise im Thermoforming, beim Heißpressen oder beim Verschweißen und Versiegeln von Folien besonders positiv aus“, so Schwarzkopf.

Die homogene Temperaturverteilung der P-System-Flächenheizplatte lässt sehr gleichmäßige Folienwandstärken entstehen, was die Gewichtsdifferenzen am Endprodukt auf ein Minimum reduziert. Außerdem können – zum Beispiel beim Tiefziehen – dünnere Folien eingesetzt werden, was die Ressourcen schont. Unliebsame Schlieren im Verpackungsmaterial lassen sich ebenfalls vermeiden. Ein weiterer Pluspunkt beim Ver- und Bearbeiten komplexer Verbundfolien: Die Beschädigung sensibler Funktionsschichten kann mit dem Einsatz einer entsprechenden P-System Heizplatte vermieden werden.

Die Vorteile der Entwicklung für die Prozesssicherheit und die Qualität der Endprodukte lassen sich auch in konkreten Zahlen beziffern. Praxisnahe Messreihen mündeten allesamt in dem Ergebnis, dass die Temperaturwerte der mit P-System-Flächenheizplatten erhitzten Folie im gesamten Temperierfeld nur noch minimal schwanken. Charakteristisch sind punktuelle Abweichungen auf der Folie von allenfalls 2 °C. Dagegen erreichen die Flächentemperatur-Differenzen konventioneller Standard-Heizplatten bis zu 15 °C.

Die kundenspezifische Ausführung der P-System-Flächenheizplatten erstreckt sich über nahezu alle Komponenten. Vom Design der Wärmetransferplatte – sie hat im Prozess später den mehr oder weniger direkten Kontakt zur Folienbahn – über die Auswahl des Heizelements und der Isolierplatte oder die Frage, ob eine zusätzliche Installationsraumplatte erforderlich ist, werden alle konstruktiven Ebenen einer P-System-Lösung auf den konkreten Anwendungsfall des Kunden abgestimmt. Auch die Gestaltung der oberen Abdeckplatten mit den Steckkontakten und Befestigungselementen für den Einbau in die Anlage des Kunden bietet das Unternehmen an.

Zudem können auch Sensoren zum Schutz vor Übertemperaturen integriert werden, und selbst beim Aspekt der Plattenbeschichtung zeigt sich Hotset flexibel: Funktionelle Oberflächen mit Antikstatik-, Antihaft- und Aseptik-Eigenschaften lassen sich ebenso verwirklichen wie Beschichtungen, die einen erhöhter Verschleiß-, Abrieb- und Korrosionsschutz bieten.

„Im Rahmen unseres P-Systems können wir die Oberflächen unserer maßgeschneiderten Flächenheizplatten auch strukturieren und konturieren. Außerdem sind wir in der Lage, spezielle Anforderungen an die Gleiteigenschaften, die Oberflächenhärte, die Chemikalienbeständigkeit, die elektrische Leitfähigkeit und die Reinigungsfreundlichkeit zu berücksichtigen“, ergänzt Schwarzkopf.

Die Anschlussspannungen der P-System-Flächenheizplatten reichen von 12 bis 400 Volt und die Leistungsdichte liegt bei bis zu 15 W/cm2. Hotset stellt jede Heizplatte als stecker- und montagefertige Einheit zur Verfügung und stimmt dabei auch die Regel- und Anschlusstechnik sowie die Befestigungstechnik auf die Vorgaben des Kunden ab.

www.hotset.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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