K.D. Feddersen: Leicht und trotzdem fest

10.01.2020

Seit Anfang 2019 fahren in Hamburg elektrisch angetriebene VW Plutos beim volkswageneigenen Ridesharing-Anbieter Moia. Das Modell heißt in diesem Einsatz Moia 6+. Der Batteriekasten für das Bordnetz wird von der nordrhein-westfälischen H&H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau mbH, Leopoldshöhe, aus einem PP von LyondellBasell produziert. Projektpartner war der Hamburger Kunststoffdistributor K.D. Feddersen.

Das Batteriekastengehäuse des VW-Pluto, gefertigt aus Hostacom G3 R05 105555. (Foto: K.D. Feddersen)

Das Batteriekastengehäuse des VW-Pluto, gefertigt aus Hostacom G3 R05 105555. (Foto: K.D. Feddersen)

Die H&H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau mbH wurde mit dem Bau des Werkzeugs und der Herstellung der Serienbauteile seitens der VW AG beauftragt. Aufgrund von Verzugsproblemen bei der Herstellung der Bauteile zur Freigabe durch die VW AG, kam Business Development Manager Christoph Gerling von K.D. Feddersen ins Spiel und begleitete die weitere Musterung für die Bauteil- und Werkzeugfreigabe. Dabei wurden die Maschinenparameter so optimiert, dass die Bauteile den Anforderungen an die VW Norm 44045 PP10 entsprachen und somit die Freigaben durch VW erfolgen konnten.

Auch bei der vorangegangenen Werkstoffauswahl konnte der Distributor unterstützen. Seitens des Verarbeiters wurde ein PP mit 30 % Glasfaserverstärkung angefragt, welches die geforderte Norm der VW AG erfüllen sollte.

„Mit Hostacom G3 R05 105555 aus dem Hause LyondellBasell haben wir ein PP-Compound empfohlen, welches leichtfließend ist, hervorragende mechanische Eigenschaften besitzt und zudem einen geringen Verzug aufweist“, erklärt Gerling. Zudem ist der Werkstoff laut Angaben des Distributors recyclingfähig und weist ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf.

Gemäß VW-Norm 44045 müssen die Bauteile an der Oberfläche und im Innern frei von Fehlstellen und Fertigungsfehlern wie Fließlinien, Lunkern oder Rissen sein. Einfallstellen im Bereich des Ansatzes von Rippen und Versteifungen sind nur dann zulässig, wenn sie die Funktion und das Aussehen des Bauteils nicht beeinträchtigen. Zudem muss eine einwandfreie Montage gewährleistet sein. Ferner ist unter dem Zusatz PP10 vermerkt, dass der Anwendungsbereich für besonders wärmebeanspruchte Teile mit hohen Anforderungen an die Festigkeit, Steifigkeit und Formbeständigkeit angelegt ist.

„Wir bedanken uns für die Unterstützung seitens der Firma K.D. Feddersen sowie Herrn Gerlings Einsatz bei der Umsetzung des Projekts und der Lösung der aufgetretenen Verzugsprobleme“, so Udo Heckt, Projektleiter bei H&H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau mbH.

Neben der Verwendung im VW Pluto/Moia 6+ sollen die Bauteile auch für den VW E-Crafter eingesetzt werden. Die entsprechenden Fahrzeuge werden aktuell in verschiedenen Werken der VW AG hergestellt.

www.kdfeddersen.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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