Kistler: Vielfältige Lösungen für die Smart Factory

20.06.2022

Die Kistler Group, Winterthur Schweiz, zeigt mit den zwei elektromechanischen Fügemodulen NCFC und NCFE 2/5 mehrere Neuprodukte. Besucher können sich am Messestand außerdem über das breit gefächerte Softwareangebot von Kistler informieren. Dabei steht vor allem ein Aspekt im Fokus: Der Weg zur Smart Factory durch digitalisierte Prozesse.

Die Anforderungen an eine automatisierte und zukunftsgerichtete Produktion werden immer höher, gleichzeitig sind die Bedarfe von Unternehmen sehr unterschiedlich: Während einige Unternehmen ihre Prozesse weitgehend digitalisiert haben, suchen andere nach Lösungen, die sich passgenau in ihre Produktionslinie integrieren lassen und sie auf dem Weg zur Smart Factory weiterbringen. Auf diese unterschiedlichen Bedarfe geht Kistler mit seinem breiten Produktportfolio ein. Es umfasst Komplettlösungen aus einer Hand mit Sensorik, Hard- und Software, mit denen sich Prozessdaten generieren, in der Cloud erfassen, analysieren, visualisieren und dokumentieren lassen. Die Palette bietet aber auch modulare Komponenten für die gezielte Verbesserung einzelner Schritte entlang der Wertschöpfungskette an.

Elektromechanische Fügesysteme mit Transparenz und Effizienz

In einer Live-Demonstration auf dem Messestand zeigt Kistler die Vorteile elektromechanischer NC-Fügemodule: Dank jederzeit verfügbarer, präziser Messdaten profitieren Anwender von einem Mehr an Transparenz und Kontrolle. Zudem verbrauchen elektromechanische Systeme wegen ihres hohen Wirkungsgrads deutlich weniger Energie als konventionelle hydraulische und pneumatische Systeme. Hersteller in der Automobilindustrie und Medizintechnik, aber auch in vielen weiteren Branchen können damit ihre Produktionsprozesse effizienter gestalten und den CO2-Fußabdruck senken.

Das neue NCFC l. ist ein kompaktes und leichtes servoelektrisches Fügesystem für Clinch- und Nietanwendungen. Das erweiterte Fügemodul NCFE 2/5 r. ist für einfache Fügeprozesse geeignet und kann auch Kräfte im Bereich von 2kN und 5kN messen. Foto: Kistler

Das neue NCFC l. ist ein kompaktes und leichtes servoelektrisches Fügesystem für Clinch- und Nietanwendungen. Das erweiterte Fügemodul NCFE 2/5 r. ist für einfache Fügeprozesse geeignet und kann auch Kräfte im Bereich von 2kN und 5kN messen. Foto: Kistler

Das gilt auch für das präsentierte neue Fügemodul NCFC: Das eigens für den Clinch-Prozess entwickelte servoelektrische Fügesystem verbindet Bauteile präzise und energieeffizient ohne auf Zusatzkomponenten wie Bolzen oder Niete zurückgreifen zu müssen. Das Fügemodul eignet sich durch die kompakte und leichte Bauweise vor allem für den Einsatz am Roboter oder auf stationären oder beweglichen Portalen.

Außerdem stellt Kistler auch das neu erweiterte Fügemodul NCFE 2/5 vor: Das Modell kann nun auch kleine Nennkräfte von 2kN und 5kN messen. Mit der Erweiterung im unteren Messbereich können Anlagenbauer einfache, aber kostensensitive Prozesse effizient realisieren. Wie bei allen Fügemodulen der NC-Reihe ist außerdem eine Schnittstelle zum Überwachungssystem maXYmos NC vorhanden, sodass das kompakte und ebenfalls ressourcenschonende Modul unkompliziert in die Prozessumgebung integriert werden kann.

Füge- und Montageprozesse in Echtzeit überwacht

Das Prozessüberwachungssystem maXYmos setzt Kraftsignale in Relation zu Weginformationen. Mit diesen Informationen in Echtzeit können Anwender die Qualität jedes einzelnen Fertigungsschritts überwachen und bewerten. Das maXYmos System wird dabei in Richtung Industrie 4.0 weiterentwickelt, um Messdaten und Ergebnisse direkt über OPC UA an übergeordnete Systeme digitalisiert weiterzuleiten. Mit der ab Sommer 2022 verfügbaren Version 1.8 bekommen Anwender neue Funktionen an die Hand: Das maXYmos NC kann dann zwei Sensoren, den Servo und einen externen Wegsensor für Kanal X, konfigurieren und in einer Ansicht anzeigen second curve.
Die erweiterte Audit-Trail-Funktionalität dokumentiert zudem transparent und manipulationssicher sämtliche Änderungen an den Einstellungen des maXYmos und speichert sie auf dem Gerät.

Messverstärker bieten digitale Prozesskontrolle

Die Ladungsverstärker sind für unterschiedliche Anforderungen ausgelegt. Foto: Kistler

Die Ladungsverstärker sind für unterschiedliche Anforderungen ausgelegt. Foto: Kistler

Ein weiterer Beitrag für die Smart Factory sind Industrie-Messverstärker. Mit dem diCA industrielle Ethernet Technologie und dem miCA IO-Link-Technologie bietet Kistler die Möglichkeit, Messsignale von piezoelektrischen Sensoren direkt in digitale Daten umzuwandeln. Die IO-Link-Technologie liefert Echtzeitdaten zur Überwachung von Anlagen- und Messkettenzuständen und bildet damit die Brücke zwischen analoger und digitaler Kommunikationstechnologie. Anwender profitieren sowohl von der hohen Steifigkeit und Dynamik der piezoelektrischen Messtechnik als auch von der Störungsresistenz digitaler Daten und der durchgängigen Kommunikation bis zur Sensorebene.

Schlüsselfertige Montage- und Testsysteme

Die Smart Single Stations sind schlüsselfertige modulare Montage- und Testsysteme. Foto: Kistler

Die Smart Single Stations sind schlüsselfertige modulare Montage- und Testsysteme. Foto: Kistler

Besucher am Stand von Kistler können die Smart Single Stations von Kistler erleben. Das sind individuell anpassbare schlüsselfertige Montage- und Testsysteme. Die modular aufgebaute Komplettlösung aus Komponenten, Systemen und Beratung durch Experten von Kistler führt nicht nur hochpräzise Prozessschritte aus und prüft Produkte, sondern unterstützt Anwender auch dabei, die Qualität von Produkten und Prozessen zu erhöhen und Ressourcen zu schonen.

Erweiterte Datenanalyse und zentrale Datenverwaltung

Kistler ergänzt auch das Angebot im Bereich Softwarelösungen weiter. Ein dediziertes Team von Software- und Integrationsexperten arbeitet an vollständigen Lösungen, welche neben Sensoren und Datenerfassungsgeräten auch Informationslösungen für die Entscheidungsfindung bieten. Sie sind an die Bedürfnisse der Kunden anpassbar und kommen sowohl als eigenständige Lösungen als auch in einem größeren IT-Kontext zum Einsatz. Anwender können die Software nutzen, um beispielsweise detailliert Einblick in Produktionsdaten zu erhalten oder ganzheitliche Trends in vollständigen Produktionschargen zu überwachen. Dafür baut Kistler auf der seit vielen Jahren in Forschung & Entwicklung etablierten Analysesoftware jBEAM und Messdatenmanagementlösung MaDaM sowie der neu geschaffenen Produktionsdatenlösung AkvisIO auf.

Beratung und Versuchsarbeitsplatz

Mit der Unterstützung des Joining Competence Center von Kistler, das sich auf der automatica präsentiert, können Interessenten an einem Versuchsarbeitsplatz bereits vor der Anlagenplanung und Inbetriebnahme verschiedene Fügeprozesse mit elektromechanischen Fügesystemen durchführen und testen. So können sie Montage- und Prüfprozesse validieren und entsprechend verbessern. Zusätzlich bieten die Experten von Kistler umfassende Beratung und Serviceleistungen an, wie etwa die betriebsbereite Installation von Füge- und Prozessüberwachungssystemen sowie Unterstützung zum Thema der vorbeugenden Wartung. Durch regelmäßige Inspektionen, Wartungen und Kalibrierungen können Stillstände und Fehlerquoten so bereits im Vorfeld verringert werden.

www.kistler.com

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