Kreyenborg: Weniger Geruch bei Post-Consumer-Rezyklaten

14.04.2022

Mit der Technologie IR-Fresh lassen sich störende Gerüche aus Kunststoffrezyklat entfernen. (Foto: Kreyenborg)

Mit der Technologie IR-Fresh lassen sich störende Gerüche aus Kunststoffrezyklat entfernen. (Foto: Kreyenborg)

Um aus haushaltsnahen Kunststoffabfällen qualitativ hochwertige Kunststoffrezyklate herzustellen und diese für hochwertige Anwendungen zu verarbeiten, müssen Geruchsstoffe, die im Laufe des Produktlebens in das Material migriert sind, entfernt werden. Hierfür hat Kreyenborg, Senden, die Technologie IR-Fresh entwickelt.

Das Unternehmen hat mit Lösungen zur Dekontamination von PCR-PET, Kristallisation, Trocknung und Erwärmung von Schüttgütern mittels Infrarottechnologie bereits eine umfangreiche Expertise im Kunststoffrecycling. Als Weiterentwicklung dieser Technologie ist nun ein modulares System zur sicheren und effizienten Reduzierung von störenden Gerüchen in Kunststoffen entstanden.

Im ersten Prozessschritt wird mittels eines über dem Materialbett installierten Infrarotstrahler-Moduls das Material schnell und direkt auf das für den jeweiligen Kunststoff optimale Temperaturniveau erwärmt. Dabei sorgt die ständige Rotation der Trommel für einen homogenen Massestrom mit definierter Verweilzeit (First-in-First-out-Prinzip). Durch die in den Wendeln integrierten Rotations- und Mischelemente wird das Material in der Trommel unter ständigem Oberflächenaustausch kontinuierlich durchmischt. Kombiniert mit einer kontrollierten Erwärmung sorgt dies für eine erhebliche Geruchsbeseitigung schon innerhalb einer kurzen Verweilzeit.

Im zweiten Prozessschritt werden die verbleibenden Geruchsstoffe in Mahlgütern oder Granulaten durch einen thermisch-physikalischen Reinigungsprozess im IR-Fresh Conditioner beseitigt. Dieser isolierte Behälter hält das zu dekontaminierende Material mit einem heißen Spülgas auf einem für den Dekontaminationsprozess geeigneten Temperaturbereich. Durch das Zusammenspiel der Hauptprozessparameter Luftstrom, Temperatur und Verweilzeit lassen sich gute Desodorierungs- und Dekontaminationsergebnisse erzielen.

Aufgrund des modularen Aufbaus kann das IR-Fresh-Verfahren sowohl für Mahlgüter - entsprechend vor dem Extrusionsprozess - als auch für Granulate nach dem Extrusionsprozess zweistufig kontinuierlich eingesetzt werden. Ebenso ist es auch möglich, den IR-Fresh Conditioner als alleinigen Verfahrensschritt in die Prozesskette zu integrieren, oder auch als eigenständige Stand-alone-Lösung kontinuierlich sowie auch diskontinuierlich zu betreiben.

Das System eignet sich ebenso als Nachrüstlösung zur Integration in bestehenden Anlagen. Gemeinsam mit dem jeweiligen Anwender entwickelt Kreyenborg eine Lösung, die auf den individuellen Prozess zugeschnitten ist. Im Kunststofftechnikum von Kreyenborg in Senden steht entsprechendes Equipment für maßgeschneiderte Versuche zur Verfügung.

www.kreyenborg.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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