Lanxess: Gießurethan als Spritzgießmaterial

14.06.2019

Die neuen Schwingsiebe von Autox für die Bergbauindustrie werden erstmals im Spritzgießverfahren aus dem Präpolymer Adipren LF von Lanxess hergestellt. (Foto: Lanxess)

Die neuen Schwingsiebe von Autox für die Bergbauindustrie werden erstmals im Spritzgießverfahren aus dem Präpolymer Adipren LF von Lanxess hergestellt. (Foto: Lanxess)

Adiprene C930, ein Low Free MDI-basiertes Gießurethan von Lanxess, Köln, hat sich als geeignetes Material für die Verarbeitung im Spritzgießverfahren erwiesen.

Das koreanische Unternehmen Autox hat ein Produktionsverfahren entwickelt, mit dem Gieß-Polyurethane (Cast Polyurethanes), im Spritzgießverfahren verarbeitet werden können. Diese Innovation eröffnet der CPU-Welt neue Perspektiven, da sie die Vorteile des Spritzgießens mit den Eigenschaften von Urethan-Gussmaterialien kombiniert. Autox hat vor kurzem ein neues Schwingsieb für die Bergbauindustrie auf den Markt gebracht, das im Spritzgießverfahren aus diesem Adipren-Gießurethan hergestellt wird.

Vorteile des Spritzgießens

Die aktuelle Produktionszeit eines spritzgegossenen Siebes beträgt fünf Minuten, während die Herstellung im herkömmlichen Gießverfahren normalerweise 35 Minuten benötigt. Adipren LF (Low Free) Präpolymer bietet nicht nur eine verbesserte Arbeitshygiene und eine einfache Verarbeitung. Es ist auch für das Spritzgießen geeignet, da die Viskosität niedriger ist als bei einem herkömmlichen Präpolymer.

Erhöhte Lebensdauer und Siebeffizienz

An die Gitter für Schwingsiebe werden sehr hohe Anforderungen gestellt, da sie im Bergbau harten Betriebsbedingungen standhalten müssen. Das aus Adiprene C930 hergestellte Sieb bietet eine hervorragende Abriebfestigkeit und sehr gute Rückstelleigenschaften, wodurch die Lebensdauer erhöht und die Siebeffizienz verbessert wird. Die Ergebnisse dieser Caprolacton-basierten Technologie wurden durch Feldtests untermauert. Wie nachgewiesen wurde, kann die Lebensdauer des Siebes einen bis zu dreimal höheren Wert erreichen als marktübliche, qualitativ hochwertige Referenzprodukte. Durch diese einzigartige Entwicklung ergeben sich weniger Ausfallzeiten im Minenbetrieb, was die Wartungskosten niedrig hält.

Verbessertes Abfallmanagement

Die Entwicklung von Autox ermöglicht einen neuen Verarbeitungsprozess von Gieß-Urethan, so dass das resultierende Formteil verbesserte Leistungsmerkmale aufweist. Komplexe Formteile lassen sich damit leichter herstellen, da der für die Einspritzung erforderliche Druck die Materialschmelze bis zu den kleinsten Details des Bauteils befördert. Durch den Einspritzprozess kann außerdem einem Hauptanliegen der Branche begegnet werden: dem Abfallmanagement. Der Prozess liefert eine gleichbleibende Qualität, die zu geringerem Verschnitt und durch weniger Ausschuss zu weniger Abfall führt.

Autox und Lanxess sind zuversichtlich, dass weitere Anwendungen von diesem Verfahren profitieren können.

www.lanxess.de

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