Lanxess: PA 66 für blasgeformte Luftführungen dauerbeständig bis 230 °C

07.01.2020

Lanxess hat im Technikum am Standort Dormagen eine hochmoderne Blasformanlage in Betrieb genommen. Zum Equipment zählt auch ein Werkzeug, auf dem u. a. Reinluft- und Ladeluftleitungen hergestellt werden können. (Foto: Lanxess)

Lanxess hat im Technikum am Standort Dormagen eine hochmoderne Blasformanlage in Betrieb genommen. Zum Equipment zählt auch ein Werkzeug, auf dem u. a. Reinluft- und Ladeluftleitungen hergestellt werden können. (Foto: Lanxess)

Nach Studien von Lanxess, Köln, werden im Jahr 2035 noch rund 80 % der neu zugelassenen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor unterwegs sein – sei es als Mild Hybrid, Plug-in-Hybrid oder als reiner Verbrenner. Der Trend geht dabei zu aufgeladenen Motoren, weil sie effizienter und klimaschonender sind. Die Ladeluftführung dieser Motoren muss wegen kleinerer Bauräume, steigenden Leistungsdichten und neuer Konstruktionsweisen immer höheren Temperaturen standhalten. Lanxess hat deshalb mit Durethan AKV320ZXTS2 ein blasformbares PA 66 entwickelt, das mit einer thermischen Dauerbeständigkeit von bis zu 230 °C besonders hohen Temperaturanforderungen gewachsen ist. Die Abkürzung XTS steht dabei für Extreme Temperature Stabilization.

Glatte Rohrinnenflächen

Das neue Compound ist eine Weiterentwicklung des kürzlich in den Markt eingeführten Durethan AKV320ZH2.0. Es zeichnet sich daher ebenfalls durch ein breites Verarbeitungsfenster beim Saugblasformen aus. Außerdem ist es auch bei hohen Temperaturen druckwechselbeständig und ergibt glatte Rohrinnenflächen mit guter Oberflächenqualität. „Unser Material weist keine Stabilisierungslücke zwischen 160 °C und 230 °C auf und zeigt auch bei 230 °C noch eine hervorragende mechanische Performance“, erläutert Dr. Klaus Küsters, verantwortlich für die Geschäftsfeldentwicklung Blasformen bei Lanxess.

Gutes Bruchdehnungsverhalten nach Thermoalterung

Bruchdehnung von Durethan AKV320ZXTS2 nach Heißluftlagerung: Das Compound neigt kaum dazu, unter Hitzeeinfluss zu verspröden. (Abb.: Lanxess)

Bruchdehnung von Durethan AKV320ZXTS2 nach Heißluftlagerung: Das Compound neigt kaum dazu, unter Hitzeeinfluss zu verspröden. (Abb.: Lanxess)

Der Lanxess-Geschäftsbereich HPM hat die thermische Beständigkeit des neuen, mit 20 % Glasfasern verstärkten und zähmodifizierten Konstruktionswerkstoffs umfangreich untersucht. So wurde er bei verschiedenen Temperaturen unter anderem in Heißluft gelagert. Seine Bruchdehnung liegt selbst nach 3.000 Stunden Alterung bei 230 °C noch bei über 2 %. Große Einsatzchancen sieht Lanxess zum Beispiel in aktuellen Motorkonstruktionen, bei denen die Ladeluftkühlung in das Saugmodul integriert ist. Daraus resultiere eine sehr kompakte Bauweise, die eine hohe Hitzebelastung für die luftführenden Teile zur Folge hat.

Präzise Steuerung der Wanddicken

Wie Durethan AKV320ZH2.0 wurde das neue PA-66-Compound für einen sicheren und stabilen Fertigungsprozess im 3D-Saugblasformverfahren angepasst. Küsters: „Durch seine hohe Schmelzesteifigkeit lässt sich die Wanddicke der Bauteile sehr reproduzierbar steuern.“ Darüber hinaus ist das Material so eingestellt, dass die Oberflächenqualität von Bauteilstellen, die beim Einsaugen des extrudierten Vorformlings mit der kühlen Werkzeugwand in Berührung kommen, nicht nennenswert abfällt.

www.lanxess.de

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