Neste/LyondellBasell: Biobasiertes PE und PP in kommerziellem Maßstab

05.07.2019

Biobasierte Rohmaterialien wie Öl aus Abfällen und Reststoffen bilden die Grundlage für das PE und PP. (Foto: LyondellBasell)

Biobasierte Rohmaterialien wie Öl aus Abfällen und Reststoffen bilden die Grundlage für das PE und PP. (Foto: LyondellBasell)

Der Hersteller von erneuerbarem Diesel aus Abfall- und Reststoffen Neste, Espoo (Finnland), und LyondellBasell, Rotterdam (Niederlande), bieten jetzt in kommerziellem Maßstab biobasiertes PP und PE-LD.

Das gemeinsame Projekt nutzt Kohlenwasserstoffe, die Neste aus biobasierten Rohmaterialien wie Öl aus Abfällen und Reststoffen gewinnt. Resultat ist die Herstellung mehrerer tausend Tonnen biobasierter Kunststoffe, die für Lebensmittelverpackungen zugelassen sind. LyondellBasell vertreibt diese unter den Namen Circulen und Circulen Plus, einer neuen Markenfamilie für Produkte der Kreislaufwirtschaft.

„Wir ermöglichen es der Kunststoffindustrie, dem Markt mehr biobasierte Materialien anzubieten. Zu sehen, dass Nestes erneuerbare Kohlenwasserstoffe in der kommerziellen Herstellung biobasierter Biopolymere perfekt funktionieren und damit einen vollwertigen Ersatz für fossile Materialien darstellen, macht uns sehr zufrieden“, sagt Peter Vanacker, Präsident und CEO von Neste. „Die Zusammenarbeit mit LyondellBasell ist ein Meilenstein im Aufbau unseres Geschäftsbereichs Polymere und Chemikalien, der erneuerbare und zirkuläre Lösungen für zukunftsorientierte, nachhaltige Marken entwickelt.“

Richard Roudeix, Senior Vice President of Olefins and Polyolefins for Europe, Asia and International bei LyondellBasell, erklärt: „Der Innovationsgeist von LyondellBasell zieht sich durch die Jahrzehnte. Ein Erfolg wie dieser zeigt beispielhaft, wie wir ganz konkret eine zirkuläre Wirtschaft unterstützen. Mit der Nutzung erneuerbarer Rohstoffe leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und helfen unseren Kunden, ihre Umweltziele zu erreichen.“

Das erfolgreiche Projekt stellt in der Kombination von Nestes erneuerbarem Rohstoff mit LyondellBasells technischen Fähigkeiten ein Novum dar. LyondellBasell verfügte über die notwendige Flexibilität, um an seinem Steamcracker in Wesseling den neuen, erneuerbaren Rohstoff ohne Verdünnung einzusetzen und in seinen Polymeranlagen das Monomer direkt in PE und PP umzuwandeln. Eine unabhängige Stelle testete das Produkt mithilfe von Carbon-Tracers und bestätigte einen Gehalt an erneuerbaren Komponenten von über 30 %.

LyondellBasell verkaufte Teile des während der Testreihe produzierten Materials an unterschiedliche Kunden. Dazu gehörte Cofresco, ein Unternehmen der Melitta Gruppe und mit Marken wie Toppits und Albal ein führender europäischer Hersteller von Haushaltsfolien. Cofresco plant nun, das biobasierte Polyethylen Circulen Plus zur Entwicklung nachhaltiger Lebensmittelverpackungen einzusetzen.

www.neste.com
www.lyondellbasell.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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