Pexopol: Regenerate auf ABS-Basis

28.01.2021

Die Pexopol GmbH, Krems an der Donau (Österreich), ist Anbieter von Regeneraten aus zertifizierten Sekundärrohstoffen. Unter den Handelsnamen pexoform, pexomid und pexodur werden bereits seit einiger Zeit Granulate aus sortenreinen POM-Homo- und -Copolymeren, PA 6 und PA 66 sowie PBT angeboten, die sich als Neuwarenersatz für eine Vielzahl von technischen Anwendungen eignen. Mit der Bezeichnung pexolac wird nun das Materialprogramm um eine eigene Produktfamilie auf Basis von ABS erweitert.

Neben den vorteilhaften mechanischen Eigenschaften, wie hoher Schlag- und Kerbschlagzähigkeit auch bei tiefen Temperaturen, Kratzfestigkeit und Härte sowie einer guten Warmformbeständigkeit, lassen sich mit ABS durch den hohen Oberflächenglanz nicht nur technisch anspruchsvolle, sondern auch optisch ansprechende Bauteile herstellen. Teile aus ABS lassen sich zudem gut kleben, schweißen und spanend bearbeiten.

Übersicht über die einzelnen pexolac-Produktvarianten und deren Eigenschaften. (Abb.: Pexopol)

Übersicht über die einzelnen pexolac-Produktvarianten und deren Eigenschaften. (Abb.: Pexopol)

Nach mehrmonatiger Entwicklungsarbeit und Bemusterungen in unterschiedlichen Anwendungen, steht das neue Produktsortiment ab sofort für den kommerziellen Einsatz zur Verfügung. „Die sehr positiven Rückmeldungen der ersten Kunden, die unsere Materialien getestet und teilweise auch schon im Einsatz haben, bestätigen unsere Bemühungen, hochwertige Regenerate mit definierten Eigenschaften anzubieten. Nicht nur die enormen Vorteile in der CO2-Bilanz, sondern auch die aktuelle Marktsituation in Bezug auf Preis und Verfügbarkeit von ABS-Neuware, sollten Motivation genug sein, sich über den vermehrten Einsatz von Regeneraten Gedanken zu machen“, so Pexopol-Geschäftsführer Alexander Datzinger.

Gegenüberstellung der Materialeigenschaften (ISO 1133, 527 und 179/1eA) von ABS Neuware und eines vergleichbaren Regenerats aus der pexolac-Produktreihe. (Abb.: Pexopol)

Gegenüberstellung der Materialeigenschaften (ISO 1133, 527 und 179/1eA) von ABS Neuware und eines vergleichbaren Regenerats aus der pexolac-Produktreihe. (Abb.: Pexopol)

Durch den Einsatz von Maschinentechnik mit Fokus auf schonende Aufbereitung und möglichst geringe thermische Beanspruchung sowie der Zugabe entsprechender Additive während des Compoundierprozesses weichen die mechanischen Eigenschaften wie E-Modul, Festigkeit und Kerbschlagzähigkeit nur marginal von denen vergleichbarer Neuwaretypen ab. Ähnlich verhält es sich auch mit der Fließfähigkeit. Beim Vergleich wichtiger Materialeigenschaften eines gängigen ABS-Typs (Neuware) mit Regenerat, in diesem Fall pexolac G022, wird dies ersichtlich.

Darüber hinaus wird durch Homogenisierung des Eingangsmaterials sowie effektiver Schmelzefiltration eine gleichbleibende Produktqualität und somit ein stabiler Prozess in der Weiterverarbeitung sichergestellt. Damit reduziert sich der Aufwand bei einer Umstellung von Neuware auf Regenerat.

Auf Wunsch können einige Produktvarianten auch nach Vorgabe eingefärbt werden. Für transluzente Einfärbungen und intensive Weiß- oder Schwarztöne eignet sich das transparente Grundmaterial pexolac T008. (Foto: Pexopol)

Auf Wunsch können einige Produktvarianten auch nach Vorgabe eingefärbt werden. Für transluzente Einfärbungen und intensive Weiß- oder Schwarztöne eignet sich das transparente Grundmaterial pexolac T008. (Foto: Pexopol)

Die Materialien der pexolac-Produktfamilie eignen sich unter anderem für folgende Anwendungen:

  • Haushaltsgeräte: Kaffeemaschinen, Mixer, Toaster, Kühlschränke, elektrische Zahnbürsten, Staubsauger, Klimaanlagen, andere Gehäuse

  • Automobil: Innenverkleidungen, Dekorteile, Gehäuse, Konsolen, Schalter, Strukturteile, Frontverkleidungen, Scheinwerferteile

  • Sanitär- und Garten: Handtuch- und Seifenspender, Bewässerungssysteme


Neben den standardmäßig erhältlichen Produkttypen ist es bei Bedarf auch möglich, Rezepturen auf individuelle Kundenbedürfnisse anzupassen und die entsprechenden Modifikationen im gleichen Prozessschritt wie die eigentliche Materialherstellung durchzuführen. Neben Einfärbungen nach spezifischer Vorgabe (Farbstandard oder Musterteil) können die Materialien auch mit Additiven für antistatische Eigenschaften oder einer erhöhten Schlagzähigkeit ausgestattet werden. Des Weiteren sind auch Blends mit anderen Polymeren wie z. B. Polycarbonat sowie die Zugabe von mineralischen Füllstoffen möglich.

Im direkten Vergleich der CO2-Äquivalente von Regenerat und Neuware ist das Einsparungspotential deutlich erkennbar. (Grafik: Pexopol)

Im direkten Vergleich der CO2-Äquivalente von Regenerat und Neuware ist das Einsparungspotential deutlich erkennbar. (Grafik: Pexopol)

Auf Wunsch ermöglicht die Auflistung aller zur Herstellung notwendigen Prozessschritte und der dafür eingesetzten Materialien und verbrauchten Ressourcen eine exakte Berechnung der CO2-Äquivalente der jeweiligen Produkttype. Dadurch ergibt sich für den Verarbeiter eine fundierte Datenbasis zum Vergleich mit Neuware und Grundlage zur Berechnung des eingesparten Ausstoßes an Treibhausgasen.

www.pexopol.com

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