Porsche: 3D-Druck ermöglicht individuelle Sitzanpassung wie im Motorsport

30.03.2020

Der 3D-Druck Bodyform Vollschalensitz ist modular aus Einzelschichten aufgebaut. (Foto: Porsche)

Der 3D-Druck Bodyform Vollschalensitz ist modular aus Einzelschichten aufgebaut. (Foto: Porsche)

Porsche, Stuttgart, präsentiert mit der Konzeptstudie „3D-Druck Bodyform Vollschalensitz“ eine innovative Alternative zur konventionellen Polsterung von Schalensitzen. Die Mittelbahn des Sitzes, also Kissen-und Lehnenspiegel, stammt zum Teil aus einem 3D-Drucker. Kunden können zukünftig bei der Komfortschicht zwischen drei Härten (hart, mittel, weich) wählen. Der Sportwagenhersteller unterstreicht damit einmal mehr seine Nähe zum Motorsport: Der individualisierte Sportsitz folgt den Prinzipien der individuellen Sitzanpassung im professionellen Motorsport.

Die roten Sichtbauteile in 3D-Gitterstruktur und der Racetex-Bezug verleihen dem Sitz ein unverkennbares Design. (Foto: Porsche

Die roten Sichtbauteile in 3D-Gitterstruktur und der Racetex-Bezug verleihen dem Sitz ein unverkennbares Design. (Foto: Porsche

„Der Sitz ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Fahrzeug und entsprechend wichtig für ein präzises, sportliches Handling. Schon lange sind in Rennfahrzeugen daher individuelle, auf den jeweiligen Fahrer ausgelegte Sitzschalen üblich“, so Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Porsche. „Mit dem ‚3D-Druck Bodyform Vollschalensitz‘ machen wir einmal mehr Technologie aus dem Motorsport für Serienkunden erlebbar.“ Neben der motorsportähnlichen Ergonomie zeichnet sich dieser Sitz durch ein einzigartiges Design, weniger Gewicht, verbesserten Komfort und eine passive Klimatisierung aus.

Die 3D-gedruckten Sichtbauteile der Komfortschicht können unterschiedlich eingefärbt werden. (Foto: Porsche)

Die 3D-gedruckten Sichtbauteile der Komfortschicht können unterschiedlich eingefärbt werden. (Foto: Porsche)

Der „3D-Druck Bodyform Vollschalensitz“ basiert auf dem Leichtbauvollschalensitz von Porsche und entsteht in Sandwich-Bauweise: Ein Grundträger aus expandiertem Polypropylen (EPP) wird mit einer atmungsaktiven Komfortschicht aus einem Materialmix auf Polyurethanbasis verklebt, welche im additiven Verfahren hergestellt wird – also im 3D-Drucker. Die Außenhaut der Sitzstudie besteht aus „Racetex“ und ist besonders perforiert. Das dient der Klimatisierung. Sichtfenster erlauben einen Blick auf freiliegende farbige Bauteile in 3D-gedruckter Gitterstruktur und geben so dem Vollschalensitz ein unverkennbares Design.

Die 3D-gedruckte Gitterstruktur bestimmt die Härte der Komfortschicht. (Foto: Porsche)

Die 3D-gedruckte Gitterstruktur bestimmt die Härte der Komfortschicht. (Foto: Porsche)

Bereits ab Mai 2020 soll der „3D-Druck Bodyform Vollschalensitz“ als Fahrersitz über Porsche Tequipment für die Modellreihen 911 und 718 erhältlich sein. Dabei ist das Angebot vorerst auf 40 Sitzprototypen für den europäischen Rennstreckeneinsatz in Verbindung mit einem 6-Punkt-Gurt beschränkt. Das Feedback der Kunden fließt in den Entwicklungsprozess mit ein. In einem nächsten Schritt sollen ab Mitte 2021 straßenzugelassene „3D-Druck Bodyform Vollschalensitze“ in drei unterschiedlichen Stauchhärten und Farben ab Werk über die Porsche Exclusive Manufaktur erhältlich sein. Langfristig ermöglicht die Technologie bei entsprechender Resonanz auch völlig personalisierte Lösungen. Neben einem erweiterten Farbangebot sollen dann sogar auf die individuelle Körperkontur des einzelnen Kunden angepasste Sitze entwickelt und angeboten werden.

www.porsche.de

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