Reifenhäuser: Kreislauffähige All-PE-Folie mit digitalem Produktpass

27.05.2022

Der Blasfolienanlagenspezialist Reifenhäuser Blown Film, Troisdorf, bietet zahlreiche technische Lösungen für die wirtschaftliche und nachhaltige Produktion von Blasfolien, die auf eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und die Reduktion des Carbon Footprints zielen. Dazu gehören das Produktionsverfahren EVO Ultra-Stretch für voll recycelbare All-PE-Blasfolie, digitale Produktpässe im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft sowie Technologien zur wirtschaftlichen Verarbeitung von Post-Consumer- und Post-Industrial-Rezyklat.

Recyclingfähige Monomaterialverpackungen

Die Position der Reckeinheit EVO Ultra Stretch direkt im Abzug der Blasfolienanlage verstreckt die Folie genau zum geeigneten Zeitpunkt. Abb.: Reifenhäuser

Die Position der Reckeinheit EVO Ultra Stretch direkt im Abzug der Blasfolienanlage verstreckt die Folie genau zum geeigneten Zeitpunkt. Abb.: Reifenhäuser

Die Reckeinheit EVO Ultra Stretch ermöglicht die Herstellung von Monomaterial-Verbunden All-PE-Folie für voll recyclingfähige flexible Verpackungen, in denen die sonst übliche PET-Schicht der Verpackung durch verstrecktes PE ersetzt wird. Möglich macht es die maximal zehnfache Stretchrate, die PE-Folien neue mechanische Eigenschaften verleiht. Eine Anpassung der weiteren Verarbeitungsprozesse, wie Bedrucken, Laminieren und Konfektionieren ist nicht notwendig. Durch die Position der Reckeinheit direkt im Abzug der Blasfolienanlage wird die Folie zum geeigneten Zeitpunkt und aus erster Wärme verstreckt, was den Prozess gleichzeitig bedienerfreundlich, stabil und effizient macht.

Sascha Skora, Senior Sales Manager bei Reifenhäuser Blown Film, erklärt: „Wir liefern unseren Kunden Produktionsanlagen, mit denen sie jetzt den Nachhaltigkeitswandel als Chance nutzen können, um ein bevorzugter Anbieter für neue, recyclingfreundliche Produkte zu werden, die der Umwelt und dem Geschäftserfolg dienen.“

Digitaler Produktpass ermöglicht Kreislaufwirtschaft

Über ein im Druckbild verstecktes digitales Wasserzeichen auf dem All-PE-Pouch können Abfallsortieranlagen recycling-relevante Informationen aus dem digitalen Produktpass von R-Cycle abrufen. Foto: Foto: R-Cycle

Über ein im Druckbild verstecktes digitales Wasserzeichen auf dem All-PE-Pouch können Abfallsortieranlagen recycling-relevante Informationen aus dem digitalen Produktpass von R-Cycle abrufen. Foto: Foto: R-Cycle

Um das ganze Potenzial voll recyclingfähiger Verpackungen für die Kreislaufwirtschaft zu nutzen, setzt Reifenhäuser auf digitale Produktpässe via R-Cycle – den Rückverfolgungsstandard für Kunststoffverpackungen.

R-Cycle speichert während der Produktion automatisiert recyclingrelevante Informationen und stellt sie als standardisierten Datensatz für den Abfallsortierprozess zur Verfügung. Dies ermöglicht eine datenbasierte und damit präzisere Trennung für ein hochwertiges Recycling. Produktionsmaschinen entlang der gesamten Wertschöpfungskette können damit relevante Daten, wie den Kunststofftyp, Druckfarbe, Kleber, Additive und auch die Verwendung der Verpackung Food/Non-Food erfassen und diese über eine entsprechende Markierung z. B. digitale Wasserzeichen auf dem Endprodukt abrufbar machen. R-Cycle wurde von verschiedenen Technologieunternehmen und Organisationen entlang des gesamten Lebenszyklus von Kunststoffverpackungen zur Marktreife entwickelt. Reifenhäuser ist Gründungsmitglied der branchenübergreifenden Community, die das Ziel verfolgt, digitale Produktpässe zum Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft weltweit zu etablieren.

Rezyklatverarbeitung niedriger Qualitäten

Mit EVO Ultra Fusion können Folienschnipsel sowie alle Arten von Produktionsabfällen und PCR-Material von niedrigster Qualität zu funktionsfähigen Folien verarbeitet werden. Fotos: Reifenhäuser

Mit EVO Ultra Fusion können Folienschnipsel sowie alle Arten von Produktionsabfällen und PCR-Material von niedrigster Qualität zu funktionsfähigen Folien verarbeitet werden. Fotos: Reifenhäuser

Ebenso wichtig wie das recyclingfreundliche Design von Kunststoffprodukten sind hohe Rezyklatanteile in Verpackungen. Bei der Verarbeitung von Rezyklaten stehen Hersteller allerdings vor neuen technischen Herausforderungen: Die stark schwankende Qualität des Eingangsmaterial ist eines der größten Probleme. Mit dem Extrusionsverfahren EVO Ultra Fusion machen sich Blasfolienhersteller unabhängiger von der Eingangsqualität und können zudem auf das energieintensive Regranulieren des Ausgangsmaterials verzichten. So können Fluff Folienschnipsel sowie alle Arten von Produktionsabfällen und PCR-Material auch direkt extrudiert werden. Ultra Fusion verarbeitet selbst Rezyklate niedrigster Qualität, die bisher für den Blasfolienprozess nicht in Frage kamen, zu funktionsfähigen Folien für Anwendungen wie Müllsäcke oder Mailingbags. Möglich macht es die Doppelschneckentechnologie, die Schmelze besser homogenisiert und damit einen stabilen Prozess sicherstellt. Außerdem können Verarbeiter das System sehr leicht und effektiv entgasen, und damit unerwünschte Bestandteile im Rezyklat entfernen.

Für die Verarbeitung von Regranulaten besserer Qualität empfiehlt Reifenhäuser den bereits bekannten EVO Extruder in der 33L/D Variante. Dieser verarbeitet Recyclingmaterial laut Hersteller dank angepasster Barriere- sowie Scher- und Mischteile so sicher wie andere Rohstoffe.

www.reifenhauser.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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