Röchling: 100 Jahre kontinuierlicher Wandel

07.06.2016

Mit einer fulminanten Feier beging Röchling Anfang Juni seinen 100. Geburtstag in der Völklinger Hütte. 1916 patentierten die Ingenieure Fritz und Hermann Pfleumer ihr „Verfahren zum Verdichten von Holz“ und nannten ihr Produkt Lignostone. 1920 stieg der Stahlbaron von der Saar, Hermann Röchling, in das Lignostone-Geschäft ein; der Beginn eines Jahrzehnte andauernden Umbaus: weg von Kohle und Stahl, hin zum Kunststoff.

Ludger Bartels, Vorstandsvorsitzender von Röchling, begrüßt die rund 250 Geburtstagsgäste in der Völklinger Hütte. (Foto: fotoduda)

Ludger Bartels, Vorstandsvorsitzender von Röchling, begrüßt die rund 250 Geburtstagsgäste in der Völklinger Hütte. (Foto: fotoduda)

Bei der Suche nach dem angemessenen Rahmen für die 100-Jahr-Feier der heutigen Röchling SE & Co. KG mit Sitz in Mannheim hatte Vorstandsvorsitzender Ludger Bartels sofort einen Gedanken: „Warum gehen wir nicht zurück dorthin, wo alles angefangen hat? Zurück zu unseren Wurzeln in die Völklinger Hütte!“ Das heutige Weltkulturerbe war bereits 1890 das größte Trägerwalzwerk Deutschlands und Eigentum der Familie Röchling. War Stahl der Innovationsträger des 19. Jahrhunderts, ist Kunststoff derjenige des 21. Jahrhunderts.

Den Eintritt in das Kunststoffgeschäft hat Herrmann Röchling mit dem Erwerb von Lignostone, einem der ersten Verbundwerkstoffe der Welt, angebahnt. Seit 40 Jahren ist das Stahlgeschäft für Röchling passé. Die Neuausrichtung zum Kunststoff war und ist ein voller Erfolg. 1,6 Mrd. EUR Umsatz machte die Gruppe im vergangenen Jahr und beschäftigt 8.400 Mitarbeiter an 77 Standorten in 22 Ländern. Mit den Unternehmensbereichen Industrie, Automobil und Medizin will Bartels weiter expandieren: „Im Bereich Industrie haben wir 670 Mio. EUR umgesetzt. Hier wollen wir schneller als der Markt und unseren Umsatz auf 1 Mrd. EUR ausdehnen.“

1916 kennzeichnet den Startpunkt des heutigen Kunststoff-Verarbeiters Röchling. Die 100-Jahr-Feier begleiteten Akrobatik-, Tanz- und Showeinlagen, die durch die vergangenen Jahrzehnte führten. (Foto: fotoduda)

1916 kennzeichnet den Startpunkt des heutigen Kunststoff-Verarbeiters Röchling. Die 100-Jahr-Feier begleiteten Akrobatik-, Tanz- und Showeinlagen, die durch die vergangenen Jahrzehnte führten. (Foto: fotoduda)

Die Geschichte des einstigen Stahl- und heutigen Kunststoffkonzerns spiegelte sich in allen Show-Einlagen und Darbietungen des Abends. Akrobatik und rasante Tanzeinlagen führten die Gäste von den 1920iger Jahren über die Gegenwart bis in die Zukunft. Kunden, Freunde, Mitarbeiter und die Familie verbrachten spannende Stunde in der einstigen Gebläsehalle der Stahlhütte. Johannes Freiherr von Salmuth, Vorsitzender des Beirates, führte die Gäste in seinem Vortrag durch die bewegte Geschichte des Unternehmens und blickte zurück: „Nach dem Bruch mit dem Stahl ging es Röchling schlecht. Doch mein Vorgänger Klaus Greiner und Georg Duffner, der Vorgänger von Ludger Bartels, haben das Unternehmen als Kunststoffkonzern erfolgreich neu aufgebaut. Seit sechs Generationen managen wir Brüche. Wenn wir etwas können, dann können wir Krise. Die nächste Krise kommt bestimmt, aber auch die werden wir erfolgreich meistern.“

www.roechling.com

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