Röhm: PMMA ermöglicht ansprechendes Lichtdesign für VW-Konzeptfahrzeug

30.01.2020

VW-Studie ID. Roomzz: Monolithisches Karosserie- und Lichtdesign aus einem Guss. (Foto: VW)

VW-Studie ID. Roomzz: Monolithisches Karosserie- und Lichtdesign aus einem Guss. (Foto: VW)

Es ist Zeit für den Aufbruch in ein neues Zeitalter der Mobilität. Die zukünftigen Autos sind elektrisch, voll vernetzt und bilanziell CO2-neutral. Elektroantrieb und autonomes Fahren verändern das Design der künftigen Autos grundlegend, das gilt auch für die Beleuchtung. „Lichtdesign wird im elektrischen und autonomen Fahren immer wichtiger werden: Lichtsignale werden zum Informationsträger. Ebenso vermittelt Licht im Interior ein neues Fahrgefühl in der Ära der neuen Mobilität“, sagt Siamak Djafarian, Leiter der Business Unit Molding Compounds der Röhm GmbH, Darmstadt.

Als Hersteller von Plexiglas-Formmassen ist das Unternehmen ein eingespielter Partner der Automobilindustrie, unter anderem für Fahrzeugbeleuchtungen. So auch beim futuristischen Concept Car ID. Roomzz von Volkswagen, bei dem Licht im Exterior und Interior ein wesentliches Gestaltungselement ist.

Mit dem ID. Roomzz von Volkswagen wird eine Vision der neuen Mobilität bald Wirklichkeit. Das geräumige Midsize-SUV ergänzt die elektromobile ID.-Familie des deutschen Automobilherstellers und lässt sich wahlweise manuell oder im autonomen Modus „ID. Pilot“ fahren. Schon 2021 soll der ID. Roomzz in China auf den Markt kommen und dann weltweit in Serie gehen.

„Licht ist das neue Chrom“

Frontbeleuchtung mit markanter Doppellinienführung und beleuchtetem Emblem. (Foto: VW)

Frontbeleuchtung mit markanter Doppellinienführung und beleuchtetem Emblem. (Foto: VW)

„Dieses SUV ist ein Monolith, sein Design scheint nahtlos aus dem Ganzen gefräst.“ Mit diesen Worten präsentierte der Volkswagen-Designleiter Klaus Bischoff das Concept Car bei dessen Weltpremiere im April 2019 auf der Automobilmesse Auto Shanghai. Wie das fließende Linienkonzept der Karosserie im Lichtdesign weitergeführt wurde, beschreiben Nian Koukou und Nicolas Ruhault, beide Lichtdesigner im Exterior-Detail-Team bei Volkswagen, und Color-and-Trim-Designerin Diana Zynda: „Ein wesentliches Element der neuen Designsprache der ID.-Familie ist die 360-Grad-Inszenierung.“

Die Front- und Heckleuchten erstrecken sich jeweils als horizontale Linien über die gesamte Breite. Als optisches Bindeglied zwischen Front und Heck fungieren beleuchtete Touch-Leisten zum Öffnen und Schließen der Türen – in der Studie realisiert mit Abdeckungen aus dem PMMA Plexiglas Satinice. Dieses Material sorgt für eine homogene Lichtstreuung und bietet mit seiner samtartigen Oberfläche auch eine angenehme Haptik.

„Licht ist das neue Chrom“ lautet ein prägender Satz des Volkswagen-Designleiters zur neuen Ära des Automobildesigns. Was das bedeutet, zeigt sich in der markant konturierten Lichtsignatur der Frontpartie des ID. Roomzz: Eine horizontale Doppellinie mit dem beleuchteten Volkswagen-Emblem in der Mitte bildet die prägnante Lichtsignatur. Der obere Streifen umschließt nach außen hin die LED-Scheinwerfer. Mit dieser Linienführung hat Volkswagen dem imposanten SUV der Fünf-Meter-Klasse ein freundliches Gesicht verpasst, denn Licht ist auch ein emotionales Element. „Das Fahrzeug soll sympathisch wirken“, bekräftigt Lichtdesignerin Koukou.

Konturen aus Licht formen

„Bei solchen komplexen Lichtkonzepten entfaltet Plexiglas sein volles Potenzial“, erläutert Djafarian. „Denn es lässt sich für verschiedene Beleuchtungsanwendungen rund ums Automobil einsetzen, gewährleistet homogene Lichtstreuung und erlaubt flexible Formgestaltung, die den monolithischen Gesamteindruck unterstreicht.“ Beim ID. Roomzz ist das Marken-PMMA von Röhm beispielsweise bei der horizontalen LED-Doppellinie zu finden. Für die Deckscheiben des Tagfahrlichts und der beleuchteten VW-Embleme an Front und Heck kam mit Optiklacken beschichtetes Plexiglas zum Einsatz, das den strahlenden Eindruck verstärkt.

Heckleuchte mit individualisierbarer Lichtgrafik

Full Tail Lighting: Die Heckleuchte besteht aus einem großen Bauteil. Der ID. Roomzz überrascht mit einer individualisierbaren Lichtgrafik. (Foto: VW)

Full Tail Lighting: Die Heckleuchte besteht aus einem großen Bauteil. Der ID. Roomzz überrascht mit einer individualisierbaren Lichtgrafik. (Foto: VW)

Auch am Heck bietet der ID. Roomzz modernes Lichtdesign: Das ID.-Honeycomb, eine Rautenform, die für nachhaltige Mobilität innerhalb der ID.-Familie steht, zieht sich wie eine signalrote LED-Spange über die gesamte Breite und bildet alle Lichtfunktionen ab. „Dieses sogenannte Full Tail Lighting, bei dem ein einziges Bauteil beide Heckleuchten verbindet, ist ein Trend in der Automobilbranche“, sagt Djafarian. „Das erweitert den Gestaltungsspielraum, weil Fahrzeughersteller hier mit komplexen Formen und zusätzlichen Materialien Akzente setzen können.“

Diese Möglichkeit haben die Volkswagen-Lichtdesigner für einen besonderen Clou genutzt: Hier präsentiert Volkswagen erstmals ein Concept Car, dessen Rücklichtsignatur über eine Smartphone-App individualisiert werden könnte. „Die kleineren, individuell steuerbaren ID.-Honeycomb-Rauten in der Heckleuchte können drei verschiedene Lichtsignaturen bilden“, erklärt Lichtdesigner Ruhault.

Solche großen, monolithischen Bauteile für die Fahrzeugbeleuchtung lassen sich gut mit Abdeckungen aus Plexiglas realisieren, das in seiner Ausgangsform absolut farblos ist und daher in allen genormten Signalfarben exakt eingefärbt werden kann. Design und Sicherheitsfunktionen greifen beim Full Tail Lighting ineinander, denn eine auffällig große Heckleuchte macht die Lichtsignale für nachfolgende Verkehrsteilnehmer besser sichtbar. Zudem lassen sich in das Bauteil Sensoren für autonomes Fahren integrieren.

Licht für Kommunikation und Ambiente im Innenraum

Das Lenkrad mit digitalen Bedienelementen ist in ein großes Digital Cockpit integriert, das die herkömmliche Instrumententafel ablöst. (Foto: VW)

Das Lenkrad mit digitalen Bedienelementen ist in ein großes Digital Cockpit integriert, das die herkömmliche Instrumententafel ablöst. (Foto: VW)

Als Medium für Sicherheit, Information und Atmosphäre spielt Beleuchtung auch im Interior des Konzept-Fahrzeugs eine zentrale Rolle. In der Ära des autonomen oder teilautonomen Fahrens verwandelt sich der Innenraum von Autos zur Komfortzone, zu einer automobilen Lounge. Displays und Ambientebeleuchtung passen sich dem Fahrmodus und dem Informationsbedarf an. Deshalb sind zunehmend multifunktionale Blenden und Displays gefragt, die nur bei Bedarf sichtbar werden und im ausgeschalteten Zustand mit dem Bauteil verschmelzen. Dieser Effekt lässt sich mit Plexiglas in neutralgrauen Einfärbungen erzielen – bei der Studie ID. Roomzz beispielsweise bei den interaktiven Lichtleisten unterhalb der Windschutzscheibe und in der Dachkonsole, die intuitiv erfassbare Informationen zum Fahrmodus oder Hinweise der Umgebungssensoren wiedergeben.

www.roehm.com

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