SLS: Neue Maschinen und strategische Zertifizierungen

03.12.2019

Mit zahlreichen Investitionen in moderne Produktionsanlagen, digitale Messtechnik und strategisch wichtige Zertifizierungen hat sich Kunststoff-Extrudierer SLS, Dahn, in letzter Zeit für die weitere Expansion auf den europäischen und internationalen Märkten gestärkt. So wurden unter anderem etliche neue Maschinen in Betrieb genommen, ein Projekt zur Feinoptimierung der Werkzeuggeometrie auf den Weg gebracht und die EAC-Zertifizierung abgeschlossen. Darüber hinaus reduzierte der Kunststoff-Verarbeiter den Energiebedarf seiner Produktion.

Geht es um die Realisierung innovativer Profilsysteme für den Einsatz in Fensterbau und Fassadentechnik sowie in Elektrotechnik, Fahrzeugbau und Verpackungstechnik, so zählt SLS für viele Systemhersteller und OEMs zum Kreis der bevorzugten Entwicklungs- und Zulieferpartner. Um seine Positionierung im nationalen und internationalen Wettbewerb weiter auszubauen, hat das Unternehmen in den letzten Monaten und Wochen in vielen Bereichen investiert und optimiert.

Mit neuen On-Top Co-Extrudern erweitert SLS seine Leistungsfähigkeit auf dem Gebiet innovativer Hart-Hart- und Hart-Weich-Materialverbunde. (Foto: SLS)

Mit neuen On-Top Co-Extrudern erweitert SLS seine Leistungsfähigkeit auf dem Gebiet innovativer Hart-Hart- und Hart-Weich-Materialverbunde. (Foto: SLS)

Allem anderen voran wurden in der Produktion zahlreiche neue Maschinen und Anlagen in Betrieb genommen. Darunter beispielsweise leistungsfähige On-Top Co-Extruder, mit denen SLS seine Kompetenzen auf dem Gebiet innovativer Hart-Hart- und Hart-Weich-Materialverbunde abermals erweitern kann, sowie eine zusätzliche digitale Messmaschine zur hochpräzisen Qualitätssicherung fertiger Kunststoffprofile.

Zudem wurde die gesamte Kühlwasser-Versorgung aller Extrusionslinien auf ein energiesparendes Pumpensystem mit Selbststeuerung umgestellt. Materialhandling und Produktionslogistik erfuhren erhebliche Prozessverbesserungen durch den Einsatz neuer Gebinde-Entleerstationen, neue Raupenabzüge mit intelligenten Schnellwechselsystemen für die Abzugsstollen sowie einen neuen Hallenkran von ABUS für schnellere und rückenschonende Montagearbeiten.

Zur Überarbeitung undefinierter Werkzeugkonturen mit Hilfe moderner Messsysteme hat SLS ein internes Innovationsprojekt gestartet, bei dem das Extrusionswerkzeug komplett digitalisiert wird. (Foto: SLS)

Zur Überarbeitung undefinierter Werkzeugkonturen mit Hilfe moderner Messsysteme hat SLS ein internes Innovationsprojekt gestartet, bei dem das Extrusionswerkzeug komplett digitalisiert wird. (Foto: SLS)

„Darüber hinaus haben wir ein internes Innovationsprojekt zur hocheffizienten Überarbeitung undefinierter Werkzeugkonturen mit Hilfe moderner Messsysteme gestartet. Mit dem Ziel, absolut verbindliche und genaue Konstruktionsdaten zu erhalten, wird das Extrusionswerkzeug hierbei komplett vermessen und digitalisiert. Die ersten Komplettvermessungen mit anschließender Teilefertigung konnten wir bereits erfolgreich realisieren“, berichtet SLS-Geschäftsführer Marco Streck.

Zertifizierungen sichern Marktzugang

Ebenfalls erfolgreich absolviert hat das Unternehmen die Zertifizierung nach dem EAC-Standard. Der Erhalt des EAC-Zertifikats ist für SLS von großer strategischer Bedeutung für den Abschluss internationaler Verträge. Denn wie Geschäftsführer Marco Streck erklärt, „handelt es sich hierbei um die offiziell anerkannte Bescheinigung dafür, dass unsere Produkte den harmonisierten technischen Vorschriften der Eurasischen Wirtschaftsunion EAWU entsprechen.“ Gegenüber seinen Kunden und Auftraggebern kann SLS mit dem EAC-Zertifikat also nachweisen, dass seine Profile und Profilsysteme den Handelsanforderungen von Russland, Weißrussland, Kasachstan sowie Armenien und Kirgistan entsprechen. Die Vergabe dieses Zertifikats darf nur durch eine unabhängige, in einem EAWU-Mitgliedstaat akkreditierte Zertifizierungsstelle vorgenommen werden. Sie erfolgt auf der Basis technischer Dokumente und firmeninterner oder von akkreditierten Prüflaboren bereitgestellten Prüfprotokollen sowie gegebenenfalls auf Grundlage eines Produktionsaudits vor Ort.

Mit einer weiteren erfolgreichen Zertifizierung – der sogenannten ATG – ließ sich SLS hingegen die Konformität spezieller Produkte mit den dafür in Belgien geltenden Bauvorschriften bestätigen. Damit stärkt das Unternehmen seine Positionierung als europaweiter Systemlieferant für den Fenster- und Türenbau. Das Kürzel ATG steht für Agréments Techniques (Technische Zulassung) und bezeichnet die unabhängige Gebäude-Zertifizierungsnorm Belgiens.

Hart-Weich-Lösungen und Baugruppen

Für den Einsatz in Fensterbau und Fassadentechnik sowie in Elektrotechnik, Fahrzeugbau und Verpackungstechnik realisiert SLS eine Vielzahl verschiedener Profillösungen. (Foto: SLS)

Für den Einsatz in Fensterbau und Fassadentechnik sowie in Elektrotechnik, Fahrzeugbau und Verpackungstechnik realisiert SLS eine Vielzahl verschiedener Profillösungen. (Foto: SLS)

Derzeit fertigt SLS auf derzeit 29 Extrusions- und Co-Extrusionslinien starre und elastische Voll- und Hohlprofile aus vielen technischen Kunststoffen. Die Werkstoffauswahl reicht von H-PVC, W-PVC und ASA über PE, PP, PS, POM, SB und ABS bis hin zu verschiedenen Blends. „Dabei zählt sowohl die Herstellung innovativer Hart-Weich-Kombinationen als auch die Realisierung kundenspezifischer und branchentypischer Baugruppen zu unseren besonderen Stärken. Gerade im letztgenannten Bereich verzeichnen wir ein sehr dynamisches Wachstum“, betont Geschäftsführer Marco Streck. (Autor: Manfred Stiller)

www.sls-kunststoffprofile.de

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