Westeria: Reststoffe sicher trennen

04.07.2022

Zuverlässiges Sortieren ist essenziell für das erfolgreiche Recycling gemischter Stoffströme. Zugleich erfordert der Einsatz leistungsstarker Trennaggregate hohe Investitionen. Aufgrund einer nicht optimalen Materialverteilung bleiben diese Maschinen aber oft weit unter ihrem Potenzial. Dazu Felix Poth, Geschäftsführer von Westeria, Ostbevern: „Anlagenbetreiber tolerieren heute häufig ein mittelmäßiges Verteilbild aufgrund einer nicht optimalen Wartung der Verteilaggregate. Dies ist ein Grund, warum unser wartungsarmer DiscSpreader schnell ein großer Erfolg wurde.“

Um diesen weiter zu optimieren, so dass Veränderungen im Materialstrom nicht mehr zu Verschlechterung der Verteilung führen, hat das Unternehmen gemeinsam mit KI-Experten der TH-Köln den DiscSpreader automove entwickelt. Dieser neue Einscheibenverteiler reagiert unmittelbar auf variierende Materialströme. Das System ist platzsparend konstruiert und lässt sich so zum Beispiel direkt auf das Zuführband des Sortieraggregats montieren.

Der neu entwickelte Einscheibenverteiler optimiert sich mit Hilfe künstlicher Intelligenz selbst. Abb.: Westeria

Der neu entwickelte Einscheibenverteiler optimiert sich mit Hilfe künstlicher Intelligenz selbst. Abb.: Westeria

Unregelmäßigkeiten in kürzester Zeit ausgeglichen

Poth weiter: „Zwei in Förderrichtung hinter der Scheibe positionierte Kameras erfassen die aktuelle Materialverteilung auf dem Band und stellen die Bilder der künstlichen Intelligenz zur Verfügung. Diese nutzt ihr selbst erlerntes Wissen zur Generierung von Steuersignalen, um die Position und Ausrichtung der Scheibe in Echtzeit zu variieren, sodass bereits geringfügige Unregelmäßigkeiten der Verteilung in kürzester Zeit ausgeglichen werden. Ein manuelles Nachjustieren ist nicht mehr erforderlich. Damit schaffen wir auch bei stark variierenden Stoffströmen optimale Voraussetzungen für nachfolgende Schritte wie die NIR-Sortierung oder das Windsichten.“

Auch für Ultraleichtstoffe geeignet

Die technische Umsetzung erfolgt mit Hilfe eines servo-elektrisch über Hubzylinder angetriebenen Schlittens, der in Führungsprofilen über dem Förderband läuft und längs und quer zur Bandbewegung verfahrbar ist. Daran ist ein in Förderrichtung ausgerichteter Tragarm befestigt, der sich um seine Achse drehen lässt, um die Neigung der an seinem Ende aufgehängten Scheibe zu verändern. Der neue DiscSpreader automove lässt sich wie schon sein Vorgänger flexibel aus allen Richtungen beschicken und eignet sich sogar für das Verteilen von schwingungsabsorbierenden Ultraleichtstoffen. Er ist serienmäßig mit Tools für die Sensordatenübermittlung, die Fernwartung sowie die Dokumentation und Auswertung ausgestattet.

Westeria bringt mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Maschinen für die Kreislaufwirtschaft mit. Das Portfolio umfasst stationäre und mobile Windsichter, Flach-, Ketten- und Muldengurtförderer, Bunkersysteme und Materialverteilsysteme. Das Unternehmen testet im werkseigenen Technikum Trennergebnisse der Materialien von Kunden, analysiert die Ergebnisse und stellt detaillierte Auswertungen zur Verfügung. Auch als Anlagen-Integrationspartner begleitet der Hersteller die Anlagenplanung im Detail und sorgt für die Einbindung von Maschinen in komplette Aufbereitungsanlagen.

www.westeria.de

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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