Windsor: Europa-Premiere für servohydraulische 1.600-kN-Spritzgießmaschine von FCS

08.10.2019

Die neu entwickelte FCS FA-160, eine servohydraulische 1.600-kN-Kniehebel-Maschine, hat ihre Europa-Premiere auf der K 2019. (Foto: Windsor)

Die neu entwickelte FCS FA-160, eine servohydraulische 1.600-kN-Kniehebel-Maschine, hat ihre Europa-Premiere auf der K 2019. (Foto: Windsor)

In Europa wird das Programm servohydraulischer Kniehebel-Spritzgießmaschinen der taiwanesischen FCS-Group von Windsor Technologies, Hanau, vertreten. Während der K 2019 stellen die Partner das neueste Engineering-Ergebnis von FCS dem Markt vor – eine servohydraulische Spritzgießmaschine, Typ FCS FA-160, mit 1.600 kN Schließkraft und einigen Features, die dem Thema Produktivität neuen Schwung verleihen. Ferner erfahren Kunststoff-Fachleute am „PxP InfoPoint“, wie sie ohne hohen Aufwand eine Standard-Spritzgießmaschine zur Mehrkomponentenanlage hochrüsten können.

Windsor und die Fu Chun Shin Group (FCS) arbeiten seit 2016 zusammen: FCS entwickelt und baut die Spritzgießmaschinen für den europäischen Markt gemäß den von Windsor vorgegebenen bzw. üblichen europäischen Standards und Spezifikationen. Systemlieferant Windsor betreibt die Vermarktung, die Installation, Ersatzteilversorgung sowie den Service dieser Maschinen (von 300 bis 37.000 kN) in allen EU- und EFTA-Ländern. Schließlich verfügt das in Hanau ansässige Unternehmen über 65 Jahre Kompetenz in der Spritzgießtechnik und ein entsprechend durchentwickeltes Vertriebs- und Servicenetz. Windsor-Geschäftsführer Peter Kochs: „Die Partnerschaft mit FCS funktioniert einwandfrei, ebenso wie die Technik der Maschinen, die den Prämissen der Industrie 4.0 und IoT entsprechen. Sie konkurrieren technisch und preisleistungsspezifisch hervorragend mit vergleichbaren europäischen Produkten. Dafür zeichnet Windsor schließlich verantwortlich.“

Neue FA-Serie folgt auf SD-Serie von FCS

Die Messeneuheit fertigt 82 g leichte Jausenboxen aus PP von Miraplast aus Österreich. (Foto: Windsor)

Die Messeneuheit fertigt 82 g leichte Jausenboxen aus PP von Miraplast aus Österreich. (Foto: Windsor)

Am Messestand arbeitet die neu entwickelte FCS FA-160, eine servohydraulische 1.600-kN-Kniehebel-Maschine mit einem Entnahmesystem von Wemo. Der Roboter entformt die aus PP gespritzten, 82 g leichten Jausenboxen von Miraplast aus Österreich und legt sie auf dem Transportband in Richtung Besucher ab. Die FA-Version ist die Nachfolge-Baureihe der SD-Serie im Schließkraftbereich zwischen 500 und 3.700 kN. Die neue Baureihe hat sich bereits im Verpackungsmarkt, im Bauwesen (Fittinge), in der IT-Branche (Kleingerätegehäuse), in der Haushaltswarenindustrie und im Automotive-Bereich bewährt. Hierfür steht sie mit neu entwickelten Hochleistungs-Schneckenzylindern, einer speziellen Linearführung der Spritzeinheit und einem wirkungsvollen, im geschlossenen Regelkreis fungierenden Servo-Einspritzsystem zur Verfügung.

Generell hat FCS bei der FA-Baureihe die feste Aufspannplatte stärker ausgelegt – zugunsten der Lebensdauer der Werkzeuge. Zum gleichen Zweck wurde die bewegliche Platte optimiert. Die Schließkraft wirkt optimal durch die Mitte der Platte. Um für den Einsatz spezieller Werkzeuge mehr Flexibilität anzubieten, wurden die Holmabstände vergrößert. Die präzisionsgeregelten Schließ- und Öffnungsgeschwindigkeiten und eine Vielzahl anderer Prozess- und Produkt-Parameter werden auf dem neuen FCS 6500 12-Zoll-Touchscreen MMI (Mann-Maschine-Interface) dargestellt, überwacht, optimiert, protokolliert und mit übergeordneten Produktions-Leitsystemen des Factory-Managements kommuniziert. „Wir bieten von FCS nur servohydraulische Maschinen an, weil hier die neueste, ausgereifte Technik in diesem Segment angeboten wird. Die Anlagen sind qualitativ so gut wie europäische Maschinen. Das Preis-/Leistungsverhältnis der FCS-Maschinen sucht seinesgleichen“, unterstreicht Geschäftsführer Peter Kochs. Auf dem FCS-Stand ist ferner eine vollelektrische CT-e 300 Spritzgießmaschine mit einem 4+4fach-Etagenwerkzeug für eine IML-Anwendung im Einsatz.

Mit Zusatzeinheit zur 2K-Maschine

Die PlugXPress-Serie (PxP von 42 bis PxP 1780) entspricht einer Spritzgießmaschine ohne Schließeinheit. Diese Plug&Play-Ergänzungs-Spritzeinheit kann an jede Maschine angeschlossen werden. „Die Einheit ist eine mobile Formmaschine ohne Schließsystem, die an jeder beliebigen Spritzgießmaschine ohne hohen Montageaufwand eingesetzt werden kann. Sie spritzt demzufolge die zweite oder mehrere nachfolgende Komponenten in das Werkzeug ein", erklärt Produktmanager Andreas Janisch. Die PxP-Einheit – im Wesentlichen bestehend aus einer Dreizonenschnecken-Zylindereinheit (16 bis 105 mm), einer B&R Steuerung und einem 15-Zoll-Touchscreen – kommuniziert über eine Schnittstelle mit der Spritzgießmaschine. Der Kunde muss seine bestehende Anlage folglich nicht ändern. „Alle Prozess-Schritte sind einfach zu vollziehen, das vereinfacht die Aufgaben an der Spritzgießmaschine enorm", so Andreas Janisch. Nun sei zudem ein technisches Upgrade auf dem Prüfstand, damit die B&R Steuerung über "Open Protocol" operieren kann.

Vertrieb und Service für JSW-Maschinen

Ferner vertritt Windsor die Vertriebs- und Service-Interessen von Japan Steel Works für Spritzgießmaschinen auf dem deutschen Markt. Am JSW-Stand 13-B45 können sich die Fachbesucher von der Leistungsfähigkeit zweier vollelektrischer Spritzgießmaschinen überzeugen. Die J 100 ADS (1.000 kN) produziert Musterteile im speziellen SOFIT-Schäumverfahren und mit dem vollelektrischen FLIP-Zusatzspritzaggregat. Die J 350 ADS (3.500 kN) ist zur Verarbeitung bioabbaubarer Kunststoffe im Einsatz. Die Maschine arbeitet mit neuen Servoantrieben, Eigenentwicklungen von JSW. Auf dem JSW-Stand sind ferner eine Hohlkörper-Blasformmaschine mit Tahara-Technik und ein Compoundierextruder der TEX-?III Baureihe für Laboranwendungen zu sehen.

www.windsor-gmbh.de

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