BASF: Mehr Flammschutz und bessere elektrische Isolation

13.10.2020

Die beiden neuen Typen erweitern das Portfolio an Hochleistungskunststoffen im Bereich der flammhemmenden und hochisolierenden Polymere. (Foto: BASF)

Die beiden neuen Typen erweitern das Portfolio an Hochleistungskunststoffen im Bereich der flammhemmenden und hochisolierenden Polymere. (Foto: BASF)

Mit dem PBT Ultradur B 4440 und dem PA Ultramid B3U42G6 präsentierte die BASF, Ludwigshafen, auf ihrer virtuellen Plattform anlässlich der Fakuma in diesem Jahr zwei neue Hochleistungskunststoffe, die das Portfolio im Bereich der flammhemmenden und hochisolierenden Polymere erweitern. Die beiden neuen Materialien verfügen sowohl über hohe Kriechstromfestigkeiten als auch über gutes Brandverhalten unter Verzicht von Antimon- und Halogenverbindungen.

„Mit den neuen Typen bieten wir unseren Partnern aus Schlüsselindustrien Lösungen für die steigenden regulatorischen Anforderungen in den Bereichen Elektroinstallationen und Brandschutz“, sagt Dr. Michael Roth, Produktentwickler bei BASF Performance Materials. „Darüber hinaus macht der Trend zur Automatisierung in der Produktion bei unseren Kunden eine einfache und stabile Fertigung unumgänglich. Ultradur B 4440 und Ultramid B3U42G6 ermöglichen dies.“

Kleine Bauteile und Kontaktabstände

Mit Ultradur B 4440 und Ultramid B3U42G6 können bereits bei geringen Wanddicken hohe Isolationseigenschaften und Flammschutz erreicht werden. Beide Kunststoffe erreichen die höchste CTI-Einstufung von 600 V sowie die V0-Einstufung nach UL94 als besonders flammhemmende Materialien bei Wanddicken ab 0,4 mm.

Beide Materialien können im Spritzgießverfahren eingesetzt werden. Das unverstärkte PBT lässt sich außerdem im Extrusionsverfahren prozesssicher verarbeiten. Mit den beiden Produkten werden neue miniaturisierte Lösungen z. B. bei Steckern, Reihenklemmen, Ummantelungen von Glasfaserkabeln und Filamenten umsetzbar. Das PBT weist darüber hinaus eine hohe Dimensionsstabilität auf, da es kaum Feuchte aufnimmt.

In der Praxis kommen flammgeschützte Ultramid- und Ultradur-Produkte insbesondere in der Bauindustrie, den klassischen E&E Anwendungen sowie in der E-Mobilität zum Einsatz. In der E-Mobilität geraten Anwendungen im Fahrzeug – wie z. B. die Hochvolt-Stecker – aber auch im Bereich der Ladeinfrastruktur in den Fokus. Zudem kommen diese auch in Batteriemodulen und Gehäusen zum Einsatz.

Ein weiteres Plus: Die helle Einfärbbarkeit. „Orange ist das neue Grau“, führt Dr. Roth aus. Aber auch weitere Farben sind möglich: „Die farbliche Kodierung der Einzelteile macht eine reibungslosere und damit schnellere Produktion und Montage möglich.“ Des Weiteren kann durch laser-sensitive Einfärbungen eine gute Laserbeschriftbarkeit erzielt werden. Auch lasertransparente Einfärbungen sind insbesondere im Fall des PBTs möglich und erweitern den Einsatzbereich, da es so für die Montage von Gehäusen das Laserschweißen zum Einsatz kommen kann.

„Neben dem unverstärkten Ultradur B 4440 kombinieren die in der Entwicklung befindlichen glasfaserverstärkten Ultradur-Produkte die hohe Dimensionsstabilität des Polyesters mit einer ausgeprägten Steifigkeit und Zähigkeit“, führt der Produktentwickler Dr. Roth aus. „So bieten wir zukunftsorientierte Materialien für die Zukunftsbranchen Elektrotechnik, Bau und Mobilität und verbinden technischen Fortschritt mit Nachhaltigkeit.“

Virtuelle Plattform als Messe-Alternative

Als Alternative zur verschobenen Fakuma bietet die BASF vom 13. bis zum 20. Oktober auf einer eigenen virtuelle Plattform mehr als 20 Themenstände von 3D- Druck und Verarbeitungstechnologien über Haushaltsanwendungen und Metallersatz bis hin zu maßgeschneiderten Lösungen für die Mobilität von heute und morgen. Hinzu kommen 15 Vorträge zu aktuellen Themen der Kunststoffindustrie, wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Elektromobilität. Darüber hinaus stehen BASF-Experten für Live-Chats bereit. Die Registrierung für diese virtuelle Plattform ist unter fakuma.basf.com möglich.

www.ultramid.basf.com
www.ultradur.basf.com

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