30.01.2024
Coperion

Laborextruder flexibler gemacht

Beitrag teilen:
Lesedauer: 4 Minuten.

Der Stuttgarter Maschinenbauer hat den für F&E-Projekte sowie für die Produktion von Kleinstmengen konzipierten Extruder ZSK 18 Megalab mit neuen Funktionen ausgestattet, die ihm mehr Flexibilität und Sicherheit in der Handhabung verleihen.

Steckbare statt fest verdrahtete Heizpatronen ermöglichen nun einen schnellen Gehäuseumbau sowie einen unkomplizierten Heizpatronentausch. Eine elektrisch abriegelbare Wartungstür an der Getriebelaterne erhöht die Bediensicherheit und ermöglicht gleichzeitig einen schnellen Zugang und damit kürzere Stillstandszeiten bei Schneckenwechseln und Wartung des Systems. Darüber hinaus können Dosierer für die Laboranlage jetzt auf einem neu entwickelten Dosiergestell platziert werden. Dieses erlaubt die flexible Ausrichtung von bis zu vier Dosierern, so dass eine variable Zugabe von Inhaltsstoffen erfolgen kann.

Der Laborextruder kombiniert in seiner neuen Ausführung bewährte Funktionen der ZSK-Baureihe mit Neuentwicklungen, die ein flexibleres Handling ermöglichen. (Foto: Coperion)

Der Laborextruder kombiniert in seiner neuen Ausführung bewährte Funktionen der ZSK-Baureihe mit Neuentwicklungen, die ein flexibleres Handling ermöglichen. (Foto: Coperion)

Der ZSK 18 Megalab mit einem Schneckendurchmesser von 18 mm verfügt über ein spezifisches Drehmoment von 11,3 Nm/cm³ und erreicht eine maximale Schneckendrehzahl von 1.200/min. Damit eignet er sich für den Einsatz in Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie für die Produktion von Kleinstmengen.

Verbessertes Dosiergestell erweitert Einsatzbereiche

Das neue Dosiergestell erleichtert die Zugabe von Inhaltsstoffen. Es ist fest mit dem Laborextruder verbunden und ermöglicht die flexible Positionierung von bis zu vier Dosierern an sämtlichen Gehäusen des Verfahrensteils und an den Seitenbeschickungen ZS-B. Darüber hinaus sind die Dosierer mit dem neuen, seitlich an der Anlage fahrbaren Dosiergestell höhenverstellbar und drehbar. Damit ergeben sich gerade im Bereich Forschung oder Rezepturentwicklung Vorteile, da die Dosierung nun flexibel an unterschiedlichen Stellen und gemäß der jeweiligen Prozessanforderungen erfolgen kann. Aufwändige Umbauarbeiten und sperrige Zusatzgestelle für Dosierungen entfallen. Darüber hinaus erleichtert es die Reinigung, da die Dosierer dank des Gestells einfach nach außen schwenkbar sind. War beim Vorgängermodell pro Dosierer ein separates Gestell notwendig, können jetzt bis zu vier Dosierer auf den neuen Dosiergestellen angebracht werden. Zeitaufwendige Lösungen zum Anbringen weiterer Dosierer oder Umbauten entfallen somit.

Sicheres und einfacheres Handling

Neben der Verbesserung der Dosierung hat Coperion auch bewährte Funktionen der ZSK-Baureihe für den ZSK 18 Megalab übernommen. Dazu zählen beispielsweise steckbare Heizpatronen. Sie sind über IP67-Steckverbindungen einzeln angeschlossen und können für Wartungszwecke und Gehäuseumbauten in kurzer Zeit demontiert werden. Eine Elektrofachkraft wird hierfür nicht benötigt.

Eine weitere Verbesserung betrifft die Getriebelaterne mit Easy-Access. Diese kann mit einer elektronisch abgesicherten Wartungsöffnung ausgestattet werden. Sobald die Schneckenwellen zum Stillstand kommen, lässt sich die Tür ohne Werkzeug öffnen. Die Schneckenwellenkupplung ist für Wartungszwecke sofort zugänglich, die Stillstandzeiten der Anlage sinken deutlich und ein gefahrloses Bedienen wird sichergestellt. Ein Wiederanfahren der Anlage ist nur mit geschlossenen Wartungstüren möglich.

Bei der Überarbeitung hat Coperion die mechanischen und elektrischen Komponenten der Maschine getrennt und den Schaltschrank jetzt seitlich am Untergestell angebracht. Mechanische Wartungsarbeiten im Untergestell können somit ebenfalls ohne Elektrofachkraft erfolgen. Der Schaltschrank ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich – Standard, in Edelstahl oder als Klemmkasten, wenn ein externer Schaltschrank z. B. aufgrund von ATEX-Anforderungen notwendig ist. Auch am Untergestell selbst gibt es Verbesserungen. Neben höhenverstellbaren Nivellierfüßen, kombiniert mit Rollen, wurde auch die Kabelführung angepasst. Diese werden nun so geführt, dass der Boden unter der Maschine frei und damit einfacher zu reinigen ist. Alle Versorungsleitungen werden zentral an der Maschinenerückseite angeschlossen und innerhalb des Untergestells verteilt, sodass mögliche Beeinträchtigungen beim Arbeiten an der Maschine reduziert werden.

www.coperion.com

Nie wieder
etwas verpassen.

Aktuelle Technologie-News, meinungsstarke Blog-Beiträge und Produkt-Neuheiten sichern Ihren Informationsvorsprung. Exklusive Editorale der beiden Chefredakteure Markus Lüling (K-PROFI) und Christian Preiser (KI) runden das Angebot ab.

Anrede
Bitte Anrede auswählen!
Bitte Vorname angeben!
Bitte Nachnamen angeben!
Bitte E-Mail Adresse angeben!