Cubicure: Polyesterharz für die Hot Lithography

31.10.2019

Die Hot Lithography von Cubicure ermöglicht die Verarbeitung hochviskoser Hochleistungsphotopolymere, erstmals auch für Polyesterharze, die in Kooperation mit Evonik entwickelt werden. (Foto: Cubicure)

Die Hot Lithography von Cubicure ermöglicht die Verarbeitung hochviskoser Hochleistungsphotopolymere, erstmals auch für Polyesterharze, die in Kooperation mit Evonik entwickelt werden. (Foto: Cubicure)

Cubicure, Wien (Österreich), und Evonik Industries, Essen, gehen eine strategische F&E-Kooperation im Bereich von Polyesterharzen für die additive Fertigung ein. Inhalt des gemeinsamen Projektes ist die Entwicklung und Herstellung eines 1K-Harzsystems für die Hot Lithography Technologie. Auf der Leitmesse für additive Fertigung, der Formnext 2019 in Frankfurt, sollen den Messebesuchern Mitte November erste Ergebnisse präsentiert werden.

Das gemeinsame Entwicklungsprojekt fokussiert auf hochviskose Polyesterharze, die erstmals durch die speziellen Möglichkeiten der Hot Lithography (HL) verarbeitbar werden. Dieser beheizte Stereolithographie-Prozess (SLA) ermöglicht die Verarbeitung von hochmolekularen und dadurch zähflüssigen Harzen. Damit wird das chemische Prozessfenster für die Entwicklung von neuen, innovativen Polymerwerkstoffen gegenüber bisherigen SLA-Verfahren erweitert und das Potential für neue Materialkonzepte im Bereich der Photopolymere geschaffen.

Evonik hat dieses Innovationspotential erkannt. „Die von Cubicure entwickelte Hot Lithography Technologie stellt eine exzellente Möglichkeit bereit, Bauteile zu fertigen, die den hohen Anforderungen von industriellen Anwendungen gerecht werden. Daher nutzen wir diese Plattform für die Entwicklung der nächsten Generation von lichthärtenden Harzsystemen auf Basis dafür maßgeschneiderter Komponenten wie Oligomere, Spezialmonomere und passender Additive“, sagt Prof. Dr. Stefan Buchholz, Geschäftsführer der Evonik Creavis GmbH.

Evonik nutzt seine Materialexpertise in Polyesterharzen, um in Zusammenarbeit mit den Verfahrensexperten von Cubicure ein 1K-Harzsystem auf Polyesterbasis zu entwickeln. Der Vorteil eines 1K-Systems liegt darin, dass es vor Gebrauch nicht angemischt werden muss, sondern direkt im Druckprozess und ohne einer limitierenden Topfzeit, wie dies bei 2K-Systemen der Fall ist, eingesetzt werden kann. Damit wird eine kontinuierliche, unterbrechungsfreie und prozesssichere Bauteilproduktion sichergestellt.

„Das gemeinsame strategische Entwicklungsprojekt mit Evonik ist bereits weit fortgeschritten. Wir freuen uns, dass wir unser Materialportfolio zukünftig um flexible Photopolymere erweitern können. Ein 1K Materialkonzept auf Basis von Polyestern ist dabei ein wichtiger Baustein auf unserem Weg zu stabilen und skalierbaren additiven Produktionsprozessen“, zeigt sich Dr. Robert Gmeiner, CEO und Co-Gründer von Cubicure, überzeugt.

Das entwickelte Polyesterharz ermöglicht die additive Fertigung von komplexen Bauteilen mit Elastomer-ähnlichen Werkstoffeigenschaften. Damit sind Anwendungen möglich, wie sie bisher z. B. aus der TPC-Verarbeitung mittels Spritzgießen bekannt sind:

  • Dichtungen, Durchführungen, Auflager

  • Dämpfer, Schockabsorber, Schutzhüllen

  • Schuhsohlen, Protektoren, Griffe u.v.m.


www.cubicure.com

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