Dreyplas: PE-UHMW für Spritzgießen, Extrusion und 3D-Druck

09.09.2021

Die PE-UHMW-Typen im Portfolio von Dreyplas sind für das Spritzgießen, die Extrusion und den 3D-Druck geeignet. (Foto: Dreyplas)

Die PE-UHMW-Typen im Portfolio von Dreyplas sind für das Spritzgießen, die Extrusion und den 3D-Druck geeignet. (Foto: Dreyplas)

Zur Fakuma 2021 stellt der Kunststoffdistributor Dreyplas, Meerbusch, Anwendungsmöglichkeiten des ultrahochmolekularen Polyethylens (PE-UHMW) Lubmer von Mitsui Chemicals heraus. Gegenüber gesinterten Halbzeugen bietet dieses Vorteile bei der Herstellung von Formteilen und Profilen, die sich durch gute Gleiteigenschaften auszeichnen. Durch die Verarbeitbarkeit im Spritzgießen und in der Extrusion lassen sich mit Lubmer Teile mit engen Toleranzen und geringen Rautiefen herstellen. Dabei verringert sich der erforderliche Zeitaufwand und nicht wiederverwertbare Produktionsabfälle aus der spanenden Halbzeugbearbeitung entfallen. In aktuellen Abmusterungen bei Kunden stellt das Material darüber hinaus seine Eignung für den 3D-Druck unter Beweis.

Den Unterschied zwischen den jeweiligen PE-UHMW-Typen besteht in der Länge der Molekülketten. Diese ist bei konventionellen Typen so groß, dass diese nicht aufgeschmolzen werden können, sondern zu Halbzeugen gesintert werden. Dem gegenüber ist das Molekulargewicht bei den in Granulatform gelieferten Lubmer-Typen gerade so weit reduziert, dass die Verarbeitung auf herkömmlichen Spritzgießmaschinen und Extrudern möglich ist. Dadurch bietet sich eine größere gestalterische Freiheit als bei der spanenden Bearbeitung von Halbzeugen. Zudem lassen sich die ohnehin reduzierten Produktionsabfälle wieder aufschmelzen und dem Prozess zuführen.

Trotz der reduzierten Molmasse bietet Lubmer bei glatten Reibpartnern wie Stahl ein ähnlich gutes tribologisches Verhalten wie Bauteile aus gesintertem Halbzeug. Dies und seine Recyclingfähigkeit im Polyolefinstrom machen es in vielen Anwendungen zu einer Alternative zu technischen Kunststoffen wie PPS, POM, PA oder PBT. Lubmer kann bei bis zu -200 °C dauerhaft eingesetzt werden, seine chemische Beständigkeit, Wärmefestigkeit und Tieftemperatur-Schlagzähigkeit liegen auf dem Niveau der PE-UHMW-Halbzeuge. Es erfüllt alle Vorgaben nach REACH und ist nach FDA und EU10/2011 für den Lebensmittelkontakt zugelassen.

Neben den Basistypen Lubmer L3000 mit der höchsten Fließfähigkeit, L4000 und dem auch für die Extrusion geeigneten Typ L5000 mit hoher Abriebfestigkeit vertreibt Dreyplas das höher temperaturbeständige Alloy LS4140, das dank Polyamidmodifizierung erhöhte Temperaturbeständigkeit mit guter Fließfähigkeit kombiniert. Lubmer kann sowohl mit Heißkanalsystemen als auch mit Tunnelangüssen eingesetzt werden. Die opake helle Eigenfarbe erleichtert dabei den Einsatz von Farbmasterbatches. Auch andere funktionale Additive lassen sich über herkömmliche Dosiersysteme beimischen.

Lubmer bietet eine gute Geräuschdämpfung sowie bessere elektrische Isoliereigenschaften als die meisten anderen Polyolefine. Damit eignet es sich beispielsweise für geräuscharme Zahnräder und darüber hinaus für Anwendungen, die Tieftemperaturbeständigkeit und hohe Chemikalienbeständigkeit erfordern. Die Kombination aus geringer Gleitreibung und hoher Abriebfestigkeit machen es zudem zu einer effizienten Alternative für Anwendungen wie Lager, die unter hohen Belastungen stehen, und generell für technische Teile, bei deren Einsatz Gleitreibung auftritt. Dabei bieten auch extrudierte Führungselemente und Profile die für PE-UHMW typischen Vorteile.

Über den Vertrieb von Lubmer hinaus ist die Entwicklung innovativer Anwendungen und Produkte eine Kernkompetenz von Dreyplas. Dies betrifft die Begleitung von Kundenprojekten ebenso wie Eigenentwicklungen. Zu letzteren zählen die PE-UHMW-Typen Dreylub 5HK5 und 5HK10 mit 5 bzw. 10 Gew.-% Hohlglaskugelanteil, die hohe Abriebfestigkeit und geringes spezifisches Gewicht mit nahezu völliger Verzugsfreiheit verbinden.

www.dreyplas.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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