Gneuß: Zweite MRS-Generation mit optimiertem IV-Erhalt und verbessertem Antriebsdesign

03.09.2019

Aus seiner Sparte Extrusionstechnologie zeigt Gneuß auf der K 2019 eine komplette Gneuß-Processing-Unit (GPU). Diese besteht aus einem Multi-Rotationssystem MRS 110 Extruder der zweiten Generation, einem vollautomatischen Schmelzefiltriersystem RSFgenius 90 und einem neuartigen Online-Viskosimeter VIS. Es eignet sich für die Verarbeitung von 600 kg/h ungetrocknetem und nicht kristallisiertem PET.

GPUs bestehen aus MRS-Extruder, Rotations-Filtriersystem und Online-Viskosimeter. (Foto: Gneuß)

GPUs bestehen aus MRS-Extruder, Rotations-Filtriersystem und Online-Viskosimeter. (Foto: Gneuß)

Der MRS-Extruder wurde nach Unternehmensaussage in den letzten 10 Jahren erheblich verbessert und wird jetzt auf der K als zweite Generation vorgestellt. Das verbesserte Antriebskonzept ist robuster und eignet sich für noch anspruchsvollere Recyclinganwendungen. Dank einiger Änderungen an der MRS-Trommel und der Schneckenkonstruktion wurde der ohnehin schon hohe IV-Erhalt verbessert während auf eine Vortrocknung weiterhin verzichtet werden kann. Der MRS-Extruder ermöglicht die Verarbeitung von PET ohne Vortrocknung durch ein einfaches Wasserring-Vakuumsystem, um das Material direkt zu hochwertigen Endprodukten wie Verpackungsfolie, Verpackungsband oder Filamenten zu verarbeiten. Dies wird durch die einzigartige und patentierte Verfahrenseinheit, die auf einem Einschneckenextruder basiert, erreicht. Der Multirotationsbereich ist eine Trommel mit acht einzelnen Satellitenschnecken, die von einem Zahnkranz und einem Ritzel angetrieben werden. Die in die Trommel geschnittenen "Zylinderbohrungen" sind ca. 30 % offen und ermöglichen so einen optimalen Zugang zur Schmelze. Dank dieser Konstruktion ist die Entgasungsleistung circa 50 Mal höher als bei einem herkömmlich entgasten Einschneckenextruder - und das bei einem Vakuum von nur 25 bis 40 mbar.

Durch den Verzicht auf ein Tiefvakuumsystem und eine Vortrocknung sei der MRS eine wirtschaftlich effiziente Alternative zu herkömmlichen Technologien, so Gneuß. Als weitere Pro-Argumente neben der Energieeinsparung benennt das Unternehmen die einfache und robuste Bauweise, den geringen Platzbedarf, die einfache Bedienung und den geringen Wartungsaufwand, die Verarbeitungsflexibilität sowie nicht zuletzt die hohe Schmelzequalität und -homogenität. Ein Letter of Non Objection (LNO) der FDA, der EFSA und mehrere lokale Zulassungen in Lateinamerika bestätigen die Dekontaminierungseffizienz der Technologie.

Ein Bereich, in dem die Technologie besonders erfolgreich ist, ist die PET-Folienextrusion. Die Anlage, die auf der K ausgestellt wird, wird nach der Messe an einen Kunden in Brasilien geliefert, um R-PET zu Verpackungsfolien zu verarbeiten. Parallel dazu wird im Technikum von Gneuß, mit dem Firmenhauptsitz nur etwa 200 km von der Messe entfernt, eine komplette PET-Folienextrusionslinie mit einer Gneuß-GPU in Betrieb sein, die für Besucher vor Ort zugänglich ist.

Polyreaktor Jump als Alternative zur SSP

Im Gneuß-Technikum wird auch der Polyreaktor Jump für die Online-Demonstration eingesetzt. In diesem lässt sich der IV-Wert einer PET-Schmelze bis auf 0,95 dl/g anheben. Der Reaktor ist direkt hinter einer Gneuß-Processing-Unit installiert. In ihm läuft das Polymer über mehrere langsam drehende Elemente, so dass sich ein Polymerfilm ausbildet, dessen Oberfläche ständig erneuert wird. Der Reaktorbehälter steht unter Vakuum, wodurch flüchtige Stoffe zuverlässig entfernt werden. Die Regelung der Verweilzeit im Reaktor, des Vakuums, des Füllgrads und der Drehfrequenz der eingebauten Misch- und Rührelemente verändert die Polykondensationsreaktion, um die gewünschten Produkteigenschaften zu erreichen. Der Jump ist eine kompakte, schnelle und effiziente Alternative zu herkömmlichen SSP-Systemen und ermöglicht die direkte Wiedereinführung des flüssigen Polymers in den Produktionsprozess.

www.gneuss.com

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