K.D. Feddersen: Softtouch-PP für Türöffner mit Grip

09.06.2020

Der cleankY PRO aus Softtouch-PP-Compound öffnet nicht nur Türen, sondern geht auch sonst zur Hand, wenn Knöpfe gedrückt oder Hebel bedient werden müssen. (Foto: K.D. Feddersen)

Der cleankY PRO aus Softtouch-PP-Compound öffnet nicht nur Türen, sondern geht auch sonst zur Hand, wenn Knöpfe gedrückt oder Hebel bedient werden müssen. (Foto: K.D. Feddersen)

In Zeiten von Corona, wo Handkontakt möglichst vermieden werden sollte, wird man sich erst bewusst, wie oft man täglich Oberflächen berührt oder Türklinken betätigen muss. Das Penzberger Ingenieurbüro MoveMent Consulting GmbH hat sich diesem Thema angenommen und innerhalb kürzester Zeit eine einfache und praktikable Lösung entwickelt.

„Als Corona sich zu einer ernsthaften Bedrohung entwickelte, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir mit unserem Know-how als erfahrene Ingenieure und Konstrukteure sinnvoll zum Schutz vor Keimen beitragen können. Rasch war klar, dass wir uns mit Türgriffen beschäftigen werden. Insbesondere galt es, die Hände vor dem Kontakt mit Türklinken, einem wahren Herd von Keimen, zu schützen“, so Markus Krekemeyer, Projektingenieur bei MoveMent Consulting.

Das normalerweise auf den 3D-Druck spezialisierte Unternehmen konnte einen Absolventen der TH Rosenheim engagieren, der dem Unternehmen beim Übergang vom Prototypen aus dem 3D-Drucker zur Serienfertigung im Spritzgießverfahren unterstützend zur Seite stand. Die Spritzgießwerkzeuge aus Aluminium konnten innerhalb einer Woche von einem Werkzeughersteller bei München gefertigt werden. Für die Spritzgießproduktion konnte das Unternehmen eines Studienfreundes des Neuzugangs aus seiner Bachelorzeit in Würzburg gewonnen werden. Insgesamt wurden drei verschiedene Türöffner entwickelt, unter anderem das Modell cleankY PRO, welches neben dem Öffnen von Türen auch für die Betätigung von Tasten und Knöpfen, zum Beispiel am Geldautomaten, in Bus und Bahn oder Fahrstuhl, eingesetzt werden kann.

Zunächst wurde hier ein Standard-PP mit 30 % Glasfaserverstärkung eingesetzt. Der Entwickler wünschte sich jedoch eine höhere Kratzbeständigkeit und Abriebfestigkeit und zudem eine angenehme Haptik und erhöhte Grifffestigkeit bei der Handhabung. Dirk Peßler, Anwendungsentwickler beim Hamburger Kunststoffdistributor K.D. Feddersen empfahl ein spezielles Softtouch-PP-Compound, welches ohne zusätzliche Lackierung auskommt und eine entsprechende Softtouch-Oberfläche bietet. Der Werkstoff konnte kurzfristig bemustert und die Maschine schnell und einfach umgerüstet werden.
„Wir waren sehr gespannt, wie sich der Werkstoff, der bisher überwiegend im Automobilbereich eingesetzt wurde, für diesen Einsatz bewährt“, so Krekemeyer. Sein Fazit: „Der cleankY PRO aus dem Softtouch-PP-Compound hat deutlich mehr Grip als sein Vorgänger aus Standard-PP.“

www.kdfeddersen.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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