Kraiburg TPE: Coextrudierbares TPE mit PA-Haftung

19.12.2019

Neuartiger Polyflex-Wellschlauch für das Kabelmanagement im Fahrzeugbau, gefertigt im Co-Extrusionsverfahren aus PA und einem temperaturbeständigen TPE. (Foto: Schlemmer Group)

Neuartiger Polyflex-Wellschlauch für das Kabelmanagement im Fahrzeugbau, gefertigt im Co-Extrusionsverfahren aus PA und einem temperaturbeständigen TPE. (Foto: Schlemmer Group)

Eine neue Familie thermoplastischer Elastomere von Kraiburg TPE, Waldkraiburg, überträgt die bewährten Eigenschaften spritzgießbarer TPEs für 2K-Anwendungen mit Polyamid auf die Extrusion. In einer ersten Anwendung fertigt die Schlemmer Group, München, neuartige Polyflex-Wellschläuche für das Kabelmanagement in Kraftfahrzeugen im Co-Extrusionsverfahren mit PA und einem TPE der Produktserie Thermolast K AD/PA/CS2.

Die direkte Haftung von TPEs zu polaren Kunststoffen, wie PA, erfordert eine sorgfältige Wahl und Abstimmung der beiden Komponenten auf die spezifischen anwendungs- und verarbeitungstechnischen Anforderungen. Kraiburg TPE hat diese Kriterien umfassend untersucht und unterstützt Anwender bei PA/TPE-Anwendungen mit gezielten Empfehlungen und maßgeschneiderten Compounds. Zu den bewährten 2K-Anwendungen dieser Art zählen u. a. spritzgegossene Dichtungen, Halterungselemente, Kabeldurchführungen und Membranen.

Mit den neuartigen Polyflex-Wellschläuchen für das flexible Kabelmanagement insbesondere im Fahrzeugbau haben sich die Anforderungen an TPE-Komponenten bei der Schlemmer Group erhöht. Um scharfe Schnittkanten zu vermeiden und durch ein geschlitztes Wellrohr eine schnellere Montage zu ermöglichen, sah das Konzept der Produktentwickler eine Co-Extrusion aus PA und TPE vor.

„Wir waren auf der Suche nach einem TPE, das nicht nur die erforderliche Wärmebeständigkeit und Kältezähigkeit für den Einsatz in Kraftfahrzeugen besitzt, sondern wirtschaftlich, das heißt direkt ohne Haftvermittler, mit dem Polyamid extrudiert werden kann. Außerdem galt es, die zuverlässige Haftfestigkeit in diesem Materialverbund sicherzustellen“, erläutert Michaela Zagler, Material Development Specialist bei der Schlemmer Group. „Im Angebot der Materialien von Kraiburg TPE haben wir mit Thermolast K AD/PA/CS2 ein Compound gefunden, das über diese Eigenschaftskombination verfügt.“

Nach ausführlichen Tests entschied sich Schlemmer für ein TPE der neuen Serie, die speziell für anspruchsvolle Spritzguss- und Co-Extrusionsanwendungen mit Polyamiden wie PA 6, PA 66 und PA 12 entwickelt wurde. Die Produkte bringen gutes Haftvermögen einen geringen Druckverformungsrest. Ihre obere Gebrauchstemperatur liegt bei 125 °C (3.000 h), während sie kurzzeitig (240 h) auch Temperaturspitzen bis 150 °C aushalten. Hinzu kommen hohe Bruchdehnung, Reiß- und Weiterreißfestigkeit sowie eine geringe Brandausbreitungsgeschwindigkeit (UL94 HB). Darüber hinaus liefert die TPE-Familie bei Härten von 40 bis 80 Shore A eine ästhetische, nachbearbeitungsfreie Oberflächenqualität mit hoher Abriebbeständigkeit. Das gewählte Compound zeigt bei Test gemäß VDI-Richtlinie 2019 einen Schälwiderstand von über 8,5 N/mm.

Die Compounds der Serie Thermolast K AD/PA/CS2 sind in Natur (einfärbbar) sowie Schwarz lieferbar.

www.kraiburg-tpe.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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