Kraiburg TPE: Federleicht ohne Schaum

27.03.2020

Kraiburg TPE, Waldkraiburg, hat eine Materialtechnologie entwickelt, die zu thermoplastischen Elastomeren mit sehr niedriger Dichte führt. Das Resultat sind drei neue Produktreihen für gewichtsparende Teile, wie sie zunehmend vor allem im Fahrzeugbau, bei Elektrowerkzeugen und diversen weiteren Einsatzbereichen benötigt werden.

Um die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeugflotten zu reduzieren und die Kraftstoffeffizienz bzw. Reichweite neuer Modelle zu verbessern, suchen Automobilhersteller laufend nach Leichtbaulösungen speziell für die ungefederten Massen in und an ihren Fahrzeugen. Doch auch in anderen Branchen, bei Elektrowerkzeugen oder in der Luftfahrt, bei Drohnen, Textilien, Sport-, Freizeit- und Outdoor-Artikeln, spielen ein geringes Gewicht und eine erhöhte Mobilität eine entscheidende Rolle für den Markterfolg.

Oft kommen daher schäumbare Materialien zum Einsatz, auch TPEs, die dann aber eine sehr enge Prozessführung erfordern, um eine gleichmäßige Oberflächenqualität ohne Schlieren zu erzielen.

Maximale potenzielle Gewichtseinsparung der neuen Lightweight-TPEs. (Quelle: Kraiburg TPE)

Maximale potenzielle Gewichtseinsparung der neuen Lightweight-TPEs. (Quelle: Kraiburg TPE)

Kraiburg TPE ist es jetzt gelungen, unter Einsatz von Glass Bubbles von 3M eine neue TPE-Technologie umzusetzen, die bei Materialdichten zwischen 0,7 und 0,9 g/cm³ die Fertigung leichter und dünnwandiger, aber mechanisch belastbarer Formteile mit guten Oberflächen ermöglicht.

Bei den Glass Bubbles handelt es sich um mikroskopisch kleine Hohlkugeln aus wasserunlöslichem, chemisch stabilem Borosilikatglas, die sich gleichmäßig in der TPE-Matrix verteilen und auch zur Dimensionsstabilität beitragen.

Die neuen Lightweight-TPE lassen sich auf gängigen Anlagen wirtschaftlich spritzgießen und extrudieren. Neben signifikanten Gewichtseinsparungen und homogenen Oberflächen liefern sie zudem gute Werte beim Druckverformungsrest. Produktionsabfall ist direkt recycelbar.

Kraiburg TPE bietet die weltweit ersten TPEs dieser Art zunächst in drei spezifischen Typenreihen an:

  • Thermolast K LW/UV (Lightweight + UV-Beständigkeit) insbesondere für Fahrzeugaußenbauteile

  • Thermolast K LW/CS/UV (Lightweight + verbesserter Compression Set + UV-Stabilität) mit guter Haftung zu Polypropylen und Rückstelleigenschaften, was diese Produktreihe vor allem für unterschiedliche Dichtungsanwendungen prädestiniert

  • Thermolast K LW/PA (Lightweight + Haftung zu Polyamiden), auch mit HB-Flammwidrigkeitseinstufung nach UL94, geeignet beispielsweise für Elektrowerkzeuge


„3M Glass Bubbles haben sich als gewichtsparender Füllstoff bereits in diversen harten Thermoplasten bewährt, kommen aber mit unserer neuen Lightweight-Technologie erstmals in TPE zum Einsatz“, betont Martina Hetterich, Project Manager Advance Development bei Kraiburg TPE. „Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit unserem Partner 3M konnten wir Rezepturen entwickeln, die nicht nur aktuelle Leichtbau- und Qualitätsanforderungen bestehender Kunden erfüllen, sondern auch völlig neue Märkte für den wirtschaftlichen Einsatz unserer TPE erschließen.“

www.kraiburg-tpe.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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