06.11.2023
KraussMaffei

Additive Fertigung für die Serienproduktion

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Lesedauer: 3 Minuten.

Der Maschinenbauer präsentiert auf der Formnext unter anderem seinen Stereolithografiedrucker precisionPrint und Applikationen des 3D-Großformatdruckers powerPrint. Vorträge auf dem Stand des SKZ erläutern, bei welchen Projekten der 3D-Druck seine Stärken ausspielt.

Filigrane Strukturen mit hochwertiger Oberfläche und das auch noch schnell: der precisionPrint verbindet Stereolithografie mit industriellen Anforderungen. Neben der eigenen Expertise ließ KraussMaffei, Parsdorf, dafür auch Anwendererfahrungen in die technische Weiterentwicklung des Druckers einfließen und stellt diese nun auf der Formnext vor.

Die Stereolithografie ist ein additives Fertigungsverfahren, das durch die gezielte Ausrichtung eines UV-Laserstrahls auf die Oberfläche eines mit Photopolymerharz gefüllten Tanks ein 3D-Teil erzeugt. Nachdem eine neue Harzschicht mit einer Klinge auf die Oberfläche aufgetragen wurde, härtet der Laser das Harz schichtweise aus und erzeugt schließlich ein 3D-Teil. Bauteile, die wie beim precisionPrint mit höchster Auflösung über die gesamte Bauplattform gefertigt wurden, ähneln in Ansehen und Haptik spritzgegossenen Artikeln, können aber nach Aussage des Maschinenbauers auch in Großserien mit weniger Aufwand erstellt werden. Der Drucker von KraussMaffei ist daraufhin optimiert und bietet neben einem Multilasersystem auch einen wechselbaren Kunstharztank, um schnelle Materialwechsel zu ermöglichen. Der Wechsel der Bauplattform kann mit Hilfe eines angeschlossenen Magazinsystems automatisiert werden. So kann nach einem abgeschlossenen Druckvorgang sofort das nächste Exemplar starten. Die industrielle Systemarchitektur verbessert Fertigungsprozesse und der End-to-End-Prozess lässt sich für die effiziente Serienproduktion skalieren. Das maximale Bauvolumen des precisionPrint liegt bei 250 x 250 x 400 mm.

Der precisionPrint verbindet die Stereolithografie mit industriellen Anforderungen. (Foto: KraussMaffei)

Der precisionPrint verbindet die Stereolithografie mit industriellen Anforderungen. (Foto: KraussMaffei)

Sehr viel größere Projekte kann man mit dem 3D-Drucker powerPrint umsetzen. Maximal sind 10 m³ Volumen möglich, also 2 x 2,5 x 2 m. Wer es sich am Messestand von KraussMaffei an einem gedruckten Stehtisch gemütlich macht, erlebt, was das bedeutet. Weiterhin können sich die Standbesucher bei einem gedruckten Werkzeug für die Herstellung von faserverstärkten Mittelträgern für den Flugzeugbau von dem industriellen Standard der Bauteile überzeugen. Auch die Wandpanele sind so hergestellt – und am Stand des SKZ laden Sitzhocker aus dem powerPrint zum Verweilen ein.

Der powerPrint verarbeitet Thermoplaste in Granulatform (u.a. ABS, PA, PETG, PLA, ASA, TPU, PP) mit Hilfe eines extruderbasierten Druckaufbaus (Düsenbereich 2 bis 20 mm) bei Temperaturen von bis zu 350 °C. Die Austragsleistung liegt bei bis zu 30 kg/h, was kurze Durchlaufzeiten möglich macht. Als einziges Unternehmen der Branche fertigt KraussMaffei Maschinen für alle Arten der Kunststoffverarbeitung – Additive Fertigung, Extrusion, Reaktionstechnik und Spritzguss – und kann deshalb sein Know-how zu innovativen Verfahren kombinieren.

Am ersten und zweiten Messetag (8. 11. Nachmittag, 9. 11. Vormittag) hält KraussMaffei im Rahmen der Bildungsallianz auf dem SKZ-Stand jeweils Vorträge zum Thema, welche Bauteile für die Additive Fertigung geeignet sind (Part-Screening). Für Fragen zu nachhaltigen Materialien steht am Stand von KraussMaffei auch der Partner EcoRub zur Verfügung.

www.kraussmaffei.com

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