KraussMaffei: Alle Extrusionstechnologien unter einem Dach gebündelt

01.06.2021

KraussMaffei hat sein Extrusions-Know-how am Standort Hannover gebündelt. (Foto: KraussMaffei)

KraussMaffei hat sein Extrusions-Know-how am Standort Hannover gebündelt. (Foto: KraussMaffei)

KraussMaffei, München, hat mit der Konzentration ihrer Extrusionskompetenzen an einem Standort ihr technisches Know-how und die jahrzehntelange Erfahrung gebündelt. Highlight wird das moderne Extrusionstechnikum sein, das am neuen Standort in Laatzen bei Hannover entsteht. Das neue Werk ist Teil des größten Investitionsprogramms in der Geschichte von KraussMaffei. Der Umzug der gesamten Sparte ist für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant.

„Im Zuge unserer Wachstumspläne bei der KraussMaffei Extrusionstechnik ist die Bündelung der Aktivitäten an einem Standort die richtige strategische Antwort auf aktuelle und künftige Herausforderungen in unserer Branche“, begründet Dr. Volker Nilles, Executive Vice President für das Neumaschinengeschäft bei KraussMaffei, die Entscheidung. „Mit dem Technologiezentrum für unterschiedliche Extrusionsanwendungen am Standort Hannover heben wir unsere Kompetenzen, speziell mit den Umzug 2022 in das neue Werk in Laatzen, auf ein neues Level“, so Nilles weiter. Bereits seit über 20 Jahren vereint KraussMaffei nahezu alle Extrusionstechnologien, von der Rohr- und Profilextrusion über die Platten- und Flachfolienextrusion bis hin zu Kautschuk- und Schaumextrusion sowie Compounding und Recycling. Jetzt sind die Technologien auch räumlich vereint.

Synergien und strategischer Ausblick in die Zukunft

Direktverarbeitungskonzepte rücken durch die Diskussionen um Ressourcenschonung und Rezyklatverarbeitung stärker in den Fokus. (Foto: KraussMaffei)

Direktverarbeitungskonzepte rücken durch die Diskussionen um Ressourcenschonung und Rezyklatverarbeitung stärker in den Fokus. (Foto: KraussMaffei)

Nicht erst seit den aktuellen Diskussionen um Ressourcenschonung und Rezyklatverarbeitung rücken Direktverarbeitungskonzepte immer stärker in den Fokus. Vorteile des Arbeitens „in einer Wärme“ sind grundsätzlich eine geringere thermische Materialbelastung, weniger Verarbeitungsschritte sowie ein geringerer Energieverbrauch. Ein Beispiel für ein Direktverarbeitungskonzept in der Rohrextrusion ist die Herstellung eines mineralisch hochgefüllten Rohres für die Abwasserentsorgung. Ein gleichlaufender Zweischneckenextruder bereitet das PP-Bariumsulfat-Compound auf und ein nachgeschalteter Rohr-Extrusionskopf formt das Rohr in einem Prozess aus. „Über die bereits erprobten Direktverarbeitungslösungen hinaus bietet das Technikum unseren Experten nun die Möglichkeit, ganz neue Ideen umzusetzen und zu testen“, freut sich Nilles auf zukünftige Entwicklungen. Das Erfahrungswissen beider Standorte werde gebündelt und biete die Möglichkeit, ganz neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte anzustoßen, die sowohl neue Materialien als auch neue Endprodukte berücksichtigen.

Für alle Extrudeure, die ihre Rohstoffe – auch auf Basis von Recyclingware – selbst herstellen möchten, oder Aufbereiter, die ihr Produktportfolio um Endprodukte erweitern möchten, bietet das neue Technikum viele Möglichkeiten. Dazu Nilles: „Kunden können alle bei KraussMaffei verfügbaren Technologien live erleben, Versuche mit eigenen Rohstoffen fahren und sich mit den erfahrenen Mitarbeitern aus allen Extrusionsbereichen wie beispielsweise dem Compounding, der Rohr- und Profilextrusion sowie Digitalisierung und Industrie 4.0 austauschen. Das spart Zeit und vereinfacht die Abstimmung.“

Neue Vertriebs- und Organisationsstruktur

Bei allen Veränderungen, die sich aus der Integration der einzelnen Abteilungen ergeben, setzt KraussMaffei vor allem auf Beständigkeit und den Erhalt vertrauensvoller Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Dafür wurde das Vertriebsteam neu aufgestellt. „Die neue KraussMaffei Sales-Struktur bietet uns die Möglichkeit, die Betreuung unserer Kunden durch das Zusammenspiel von Experten- und Regionalvertrieb zu intensivieren“, erklärt Nilles und betont, dass diese neue Struktur für alle Extrusionsbereiche gelte. Gleichzeitig wird das Experten-Team Pipe & Profile durch neue Kollegen unterstützt. „Wir sind sicher, dass wir so für die kommenden Herausforderungen in der Extrusionsbranche bestens gerüstet sind, ganz egal um welche Anwendung es geht“, ist Nilles überzeugt. Parallel dazu bündelt KraussMaffei seine Servicekapazitäten in der Division Digital Service & Solutions (DSS) und verstärkt damit nochmals die Kundenbetreuung.

Extrusionstechnikum mit 26 Versuchslinien

In Laatzen bei Hannover entsteht das neue Werk mit einem umfangreiche Extrusionstechnikum. (Foto: KraussMaffei)

In Laatzen bei Hannover entsteht das neue Werk mit einem umfangreiche Extrusionstechnikum. (Foto: KraussMaffei)

Interessenten finden ab dem dritten Quartal 2022 das gesamte Spektrum des KraussMaffei-Repertoires der Extrusionstechnik an einem Standort. Highlight des neuen Werks in Laatzen, in dem alle Abteilungen mit bis zu 700 Mitarbeitern der Extrusionssparten aus München und Hannover zukünftig vereint sind, ist das große Extrusionstechnikum. Auf einer Fläche von 10.000 m² stehen 26 Extrusionslinien für Versuche bereit. Novum ist, dass diese Linien erstmals im Produktionsmaßstab aufgebaut sein werden – also in voller Länge, inklusive aller Nachfolgeeinrichtungen wie beispielsweise Kühleinheit, Abzug, Wickler und Trenneinrichtung.

www.kraussmaffei.com

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