Nordson: Weniger Deckschichtpolymer nötig

29.04.2020

Ein patentiertes, neues Gerät für Mehrkanaldüsen kontrolliert die Dicke der Schicht von teuren Deckschichtpolymeren und ermöglicht Herstellern von Vinylverkleidungen, Verglasungen, Whirlpool-Wänden, Kühlschrankteilen und anderen Folienprodukten Einsparungen beim Rohmaterial.

Das in einer neuen Mehrkanal-Plattendüse EDI Ultraflex der Nordson Corporation, Westlake (Ohio/USA), eingebaute neue Bauteil besteht aus einem beweglichen Scharnier, das erstmalig eine genaue Einstellung der Deckschicht ermöglicht. Das Scharnier befindet sich im Fließkanal für Deckschichtpolymere an einer Stelle vor der Verbindung mit dem Basispolymer und kann so eingestellt werden, dass der für eine einheitliche und effektive Deckschicht notwendige gleichmäßige Fluss gewährleistet wird. Gleichzeitig kann eine nachgelagerte konventionelle, flexible Lippe so eingestellt werden, dass eine einheitliche Dicke für die aus zwei Schichten bestehende Gesamtkonstruktion erzeugt wird.

Die schematische Darstellung der Plattendüse EDI Ultraflex zeigt das Basispolymer in blauer Farbe während es sich durch den Hauptfließkanal bewegt, und das Deckschichtpolymer in roter Farbe während es sich durch den sekundären Fließkanal bewegt, bevor es mit dem Basispolymer kombiniert wird. Ein bewegliches Scharnier zur genaueren Einstellung der Deckschicht befindet sich kurz vor der Stelle, an der die Zusammenführung stattfindet. Die schräge Baugruppe über der Düsenspitze kontrolliert das Dickenprofil der Gesamt-Coextrusion durch Justierung der flexiblen Lippe der Düse. (Abb.: Nordson)

Die schematische Darstellung der Plattendüse EDI Ultraflex zeigt das Basispolymer in blauer Farbe während es sich durch den Hauptfließkanal bewegt, und das Deckschichtpolymer in roter Farbe während es sich durch den sekundären Fließkanal bewegt, bevor es mit dem Basispolymer kombiniert wird. Ein bewegliches Scharnier zur genaueren Einstellung der Deckschicht befindet sich kurz vor der Stelle, an der die Zusammenführung stattfindet. Die schräge Baugruppe über der Düsenspitze kontrolliert das Dickenprofil der Gesamt-Coextrusion durch Justierung der flexiblen Lippe der Düse. (Abb.: Nordson)

Bei Produktionsläufen eines Herstellers von Vinlyverkleidungen führte die neue duale, flexible Lippe laut Nordson zu einem um 11 % niedrigeren Verbrauch von Acrylnitril-Styrol-Acrylester (ASA) – dem Polymer, das in der Vinylverkleidungsindustrie häufig verwendet wird, um dem starren PVC-Basispolymer einen UV-Schutz zu verleihen. Dies entspreche einer jährlichen Einsparung in Höhe von 55.669 USD. Weil dabei die Gesamtdicke der Verkleidung unverändert blieb, wurde das dabei eingesparte ASA durch kostengünstigeres PVC ausgetauscht.

„Eine EDI-Ultraflex-Plattendüse mit der neuen zweiphasigen, flexiblen Lippe ermöglicht Herstellern von Vinylverkleidungen die Produktion von Verkleidungen, die sehr lange witterungsbeständig bleiben und gut aussehen, während die aufgrund von Abweichungen in der Deckschicht auftretenden hohen Ausschussraten und Ausfallzeiten vermieden werden“, sagte Patrick Meinen, globaler Produktlinien-Manager für EDI-Düsen von Nordson. „Mit diesem Bauteil entfällt zudem die Notwendigkeit von unnötig dicken Deckschichten, um solche Uneinheitlichkeiten auszugleichen.“

Nordson bietet die neue Technologie derzeit für Vinylverkleidungen an, geht jedoch davon aus, dass sie auch bei anderen Plattenprodukten, die Deckschichten als UV-Schutz, mit Glanz oder sonstigen besonderen Eigenschaften erfordern, für Einsparungen sorgen kann. Ein Beispiel dafür sind UV-Schutzschichten für transparente Polycarbonatfolien, die für Spezialfenster, Stadionverglasungen und Gewächshäuser verwendet werden. Eine weitere mögliche Anwendung sind Glanzschichten für Whirlpools und Kühlschrankwände.

www.nordsonpolymerprocessing.com

© Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG, Bad Homburg

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