Röhm: PMMA setzt VW-Logo in Szene

16.08.2021

Das aktuelle VW-Emblem, wie hier beim ID.3, kombiniert weiße Buchstaben mit einem tiefschwarzen Hintergrund. (Foto: Volkswagen AG)

Das aktuelle VW-Emblem, wie hier beim ID.3, kombiniert weiße Buchstaben mit einem tiefschwarzen Hintergrund. (Foto: Volkswagen AG)

Das nach einem kürzlich erfolgten Rebranding neue VW-Logo zeigt sich reduziert auf seine essenziellen Bestandteile und in flacher 2D-Optik. Eine Veränderung, die sich auch in den Emblemen der aktuellen ID-Modellreihen, etwa des ID.3, widerspiegelt: Statt chromfarbener Buchstaben auf schwarzem, hochglänzendem Grund präsentiert sich das Markenzeichen nun modern im schwarz-weißen Hochglanz-Look.

Hochwertige Class-A-Oberflächen

Der moderne Look des vom österreichischen Automobilzulieferer Ulbrichts, Schwanenstadt, hergestellten Emblems entsteht durch die Kombination zweier Varianten aus der PMMA-Reihe Plexiglas Hi-Gloss von Röhm, Darmstadt. Diese Spezialformmasse ist seit fast 20 Jahren in schwarzen, hochglänzenden Anbauteilen wie Säulenblenden in der Automobilindustrie etabliert.

Noch prägender für Front und Heck: Im Durchmesser 4,5 cm größer ist das aktuelle Emblem im Vergleich zur vorherigen Variante. (Foto: Volkswagen AG)

Noch prägender für Front und Heck: Im Durchmesser 4,5 cm größer ist das aktuelle Emblem im Vergleich zur vorherigen Variante. (Foto: Volkswagen AG)

Sie ermöglicht Class-A-Oberflächen mit einer großen Farbtiefe. Dieser Kontrast zwischen Schwarz und Weiß lässt die Buchstaben der aktuellsten Generation der Embleme deutlich hervortreten – und das unabhängig von der Lackfarbe. Ein Effekt, auf den Volkswagen bereits seit einigen Jahren setzt, wenn auch in abgewandelter Form. Hier werden die bekannten chromfarbenen Buchstaben noch einmal durch einen schwarzen, hochglänzenden Hintergrund aus Plexiglas Hi-Gloss hervorgehoben.

Ob Weiß und Schwarz oder Chrom und Schwarz, die hochglänzende Optik sieht über die gesamte Fahrzeuglebensdauer fast aus wie am ersten Tag. Denn das Marken- PMMA von Röhm ist gegen Kraftstoffe und eine Vielzahl von Chemikalien beständig und verfügt über eine hohe UV- und Witterungsbeständigkeit. „Das Markenlogo ist ein wichtiger Wiedererkennungswert und sollte daher nicht verblassen oder spröde werden“, sagt Georg Scharpenack, Geschäftsführer der Ulbrichts GmbH.

Umfangreiche Entwicklungsarbeit

Durch die hochglänzende Oberfläche des Emblems aus PMMA entsteht ein homogener Gesamteindruck – gleichzeitig tritt die Markendarstellung prägnant hervor. (Foto: Volkswagen AG)

Durch die hochglänzende Oberfläche des Emblems aus PMMA entsteht ein homogener Gesamteindruck – gleichzeitig tritt die Markendarstellung prägnant hervor. (Foto: Volkswagen AG)

Doch bis zu Emblemen im Hochglanz-Look war bei dem europäischen Marktführer für Automobil-Embleme und -Schriftzüge einige Entwicklungsarbeit nötig. „Volkswagen ist schon 2012 erstmals mit der Aufgabe an uns herangetreten, hochglänzende Embleme herzustellen“, erzählt Scharpenack. „Lackierte Bauteile kamen aus Kostengründen nicht in Frage, deshalb haben wir dann mit verschiedenen Materialien experimentiert.“ Der Werkstoff sollte sich im Spritzgießverfahren automatisiert zu den dünnwandigen und optisch hochwertigen Emblemen verarbeiten lassen. „Wir sind zunächst davon ausgegangen, dass sich PMMA dafür nicht eignet“, berichtet Scharpenack. „Aber Brenntag Austria und die hochwertigen Produkte von Röhm haben uns vom Gegenteil überzeugt.“

Brenntag ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Distribution von Chemikalien und Inhaltsstoffen. Die Brenntag Austria ist der Handelspartner von Röhm in Österreich und bietet seinen Kunden daher das breite Portfolio an Plexiglas-Produkten an. Dazu gehört neben den seit vielen Jahren bewährten schwarzen, hochglänzenden Formmassen neuerdings auch eine Weißeinfärbung des PMMA. „Wir kennen die Stärken der einzelnen Materialien – und Plexiglas-Hi-Gloss-Formmassen bieten für die Herstellung von Emblemen einige Vorteile“, sagt Joachim Schicker, Account Manager Material Science-Polymers bei Brenntag Austria. So entstehen das schwarze und das weiße hochglänzende Bauteil mit einer Class-A-Oberfläche direkt in einem Arbeitsschritt beim Spritzgießen. „Eine nachträgliche hochglänzende Lackierung ist nicht nötig“, sagt Scharpenack. „Damit können wir die Bauteilkosten deutlich reduzieren, was kein unwesentlicher Faktor ist, wenn es um die hohen Stückzahlen in der Automobilindustrie geht.“

Evolution der Embleme schreitet voran

Beleuchtete Logos sind der nächste Schritt bei Emblemen, so wie hier beim Concept Car ID. Roomzz. (Foto: Volkswagen AG)

Beleuchtete Logos sind der nächste Schritt bei Emblemen, so wie hier beim Concept Car ID. Roomzz. (Foto: Volkswagen AG)

Das PMMA verbindet Funktion und Design und begleitet damit Automobilhersteller bei der Weiterentwicklung ihrer Modelle. So wird für Volkswagen Licht zunehmend zum zentralen Gestaltungselement – oder wie VW-Chefdesigner Zyciora es formuliert: „Licht ist das neue Chrom.“ Auch das Logo werde künftig leuchten: am Fahrzeug, an den Standorten der Marke sowie bei den Händlern.

Zu sehen war dies bereits beim Concept Car ID. Roomzz mit seiner besonders markanten Lichtsignatur mit beleuchteten Emblemen an der Front und am Heck. „Zwar sind leuchtende Markenlogos in Europa aktuell nicht als Automobilbeleuchtung im Straßenverkehr zugelassen“, sagt Siamak Djafarian, Leiter der Business Unit Molding Compounds bei Röhm, „wohl aber in einigen asiatischen Ländern. Plexiglas- Formmassen stehen jedenfalls auch dafür zur Verfügung. Denn sie eignen sich für verschiedene Beleuchtungsanwendungen rund ums Automobil, gewährleisten homogene Lichtstreuung und erlauben flexible Formgestaltung.“

www.roehm.com

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