Wittmann: Ausbau und Weiterentwicklungen bei Linearrobotern

21.09.2018

Zu den aktuellen Innovationen von Wittmann, Wien (Österreich), in der Automatisierungstechnik zählen die Erweiterung der Roboter-Baureihe Primus nach unten und oben, die neue Roboter-Serie WX sowie eine neue A-C Servo-Rotationsachse speziell für Applikationen mit kleiner verbleibender Formöffnung.

Primus-Roboterserie nach unten und oben ausgebaut

Mit Primus 10, speziell für die Entnahme von Angüssen konzipiert, erweitert Wittmann die Baureihe auch nach unten. (Foto: Wittmann)

Mit Primus 10, speziell für die Entnahme von Angüssen konzipiert, erweitert Wittmann die Baureihe auch nach unten. (Foto: Wittmann)

Wittmann präsentiert an seinem Messestand die Neuzugänge zur Roboterserie Primus, die Modelle Primus 10 und Primus 26. Der Primus 10 stellt eine Erweiterung der Baureihe nach unten dar. Er ist speziell für die Entnahme von Angüssen konzipiert und demzufolge standardmäßig mit einer Angusszange ausgestattet. Die kompakten Abmessungen mit einer Horizontalachsenlänge von 1.000 bis 1.500 mm prädestinieren ihn für den Betrieb innerhalb der Schutzeinhausung einer Spritzgießmaschine, was zur Folge hat, dass für die Schutzeinhausung weniger Kosten anfallen – und das bei CE-konformem Betrieb. Sollten sich die Anforderungen in der Produktion ändern, bietet das Gerät die Möglichkeit, einen Vakuumkreis zu integrieren, um nicht nur die Anguss-, sondern auch die Teileentnahme realisieren zu können.

Der neue Primus 26 ist das größte Modell dieser Serie – für Spritzgießmaschinen bis zu 4.000 kN – und der erste Primus-Roboter mit verfahrbarer Entformachse. (Foto: Wittmann)

Der neue Primus 26 ist das größte Modell dieser Serie – für Spritzgießmaschinen bis zu 4.000 kN – und der erste Primus-Roboter mit verfahrbarer Entformachse. (Foto: Wittmann)

Mit dem Primus 26 führt Wittmann nun noch größere Modelle der Reihe ein. Es handelt sich dabei um die ersten Modelle dieser Serie, die auf Spritzgießmaschinen mit Schließkräften von bis zu 4.000 kN laufen können, und gleichzeitig um die ersten Primus-Roboter mit verfahrbarer Entformachse. Durch seine Traglast von 10 kg offeriert der Primus 26 die Möglichkeit, auch komplexere Greifer zu manipulieren. Neben der höchsten Traglast aller Primus-Modelle verfügt er auch über die größte Hubvielfalt. Die Horizontalachse ist mit einer maximalen Hublänge von 6.000 mm verfügbar. Somit sind Anwendungen mit Ablagen hinter der Schließeinheit einer Spritzgießmaschine möglich. Der Entformhub beträgt bis zu 800 mm. Vertikal können bis zu 1.400 mm realisiert werden. Zusätzlich zum Modell Primus 26 mit Einzelachse ist auch das Modell Primus 26T mit Teleskopachse verfügbar.

WX Roboter: Leichtbau, Dynamik, geringer Energieverbrauch

Die neuen WX-Roboter (im Bild WX143) zeichnen sich durch Leichtbau, Dynamik, geringen Energieverbrauch aus, gegenüber der Serie pro wurde die Y-Achse überarbeitet. (Foto: Wittmann)

Die neuen WX-Roboter (im Bild WX143) zeichnen sich durch Leichtbau, Dynamik, geringen Energieverbrauch aus, gegenüber der Serie pro wurde die Y-Achse überarbeitet. (Foto: Wittmann)

Die Konstruktionsweise der Roboter der Baureihe pro, erstmalig vorgestellt auf der K 2013, bildet das Rückgrat der neuen WX Roboter. Auch diese zur Fakuma 2017 eingeführte Serie zeichnet sich durch den konsequenten Einsatz von Leichtbautechnik für die Achsen aus – kombiniert mit dem von Wittmann speziell für Linearroboter entwickelten verteilten Antriebskonzept. Diese Kombination verleiht den Modellen der WX Baureihe höchste Dynamik bei gleichzeitig niedrigstem Energieverbrauch. Der damit einhergehende minimierte Einsatz bewegter Energie- und Verbindungsleitungen erhöht zusätzlich die Lebensdauer der Geräte. Darüber hinaus kommt – wie schon bei den Vorgängermodellen – auch bei den WX Robotern eine besondere Vakuumfunktion zum Einsatz, mittels derer durch die intelligente Regelung des Luftverbrauchs Einsparungen im Prozess erzielt werden können. Eine spezielle Klappe verhindert den Druckabfall im System und minimiert so den Aktivierungszeitraum des Vakuumerzeugers, was wiederum in reduziertem Luftverbrauch resultiert.

Die Y-Achse der auf der Fakuma 2018 präsentierten WX Roboter hat gegenüber den Robotern der pro Serie eine komplette Überarbeitung erfahren. Sie erlaubt an den Seiten des Vertikalprofils nun den Zugang zu den Greifer- und Vakuumkreisen. Ebenfalls dort sind die Greiferstecker für die Signalrückmeldung angebunden. Um die Wartung des Geräts weiter zu vereinfachen, werden die Führungswagen der Vertikalachse über eine zentrale Schmierstelle befettet. Darüber hinaus wurde eine neuartige Option zur Schmierung des Antriebs geschaffen: Auf Wunsch kann die Achse mit einem speziell abgestimmten Schmierrad ausgestattet werden. Dieses stellt eine kontinuierliche Schmierstoffabgabe an die Zahnstange – also die Antriebseinheit – sicher. In Verbindung mit einer vereinfachten Zugänglichkeit der Schmierstellen reduziert sich der Zeitaufwand für die Wartung auf ein Minimum.

Die schlanke und kürzere Version der Rotationsachse, die A-C-Slim Servoachse, ist für Applikationen mit kleiner verbleibender Formöffnung ausgelegt. (Foto: Wittmann)

Die schlanke und kürzere Version der Rotationsachse, die A-C-Slim Servoachse, ist für Applikationen mit kleiner verbleibender Formöffnung ausgelegt. (Foto: Wittmann)

Die vom neuen WX Design gesetzten Akzente machen die Modelle der Baureihe unverwechselbar. Zunächst sticht die markante Farbgebung ins Auge. Die Roboter verfügen standardmäßig über eine zweifarbige Lackierung, die ihre Designsprache in besonderer Weise unterstützt. Die Abdeckung der Ventile und E/A-Karten ist nun einteilig ausgeführt und geht fließend in die neugestaltete Abdeckplatte des Y-Profils über.

Schlanke Variante für A-C-Servo-Rotationsachse

Zeitgleich mit den neuen WX Robotern stellt Wittmann eine neue A-C Servo-Rotationsachse vor, die speziell auf Applikationen mit kleiner verbleibender Formöffnung ausgelegt ist. Im Vergleich zum schon bisher existierenden größeren Modell mit einer Traglast von 30 kg, ist die neue Slim-Variante der Kombiachse um rund 25 % kürzer, und in der Breite ist sie um etwa 20 % schlanker geworden. Das Haupteinsatzgebiet dieser Achsenkombination sieht Wittmann im Schließkraftbereich von 1.500 bis 5.000 kN. Um in diesem Bereich noch effizient arbeiten zu können, kann die Achse mit bis zu 15 kg belastet werden.

www.wittmann-group.com

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