Antrag: Ing. H. Gradwohl GmbH

05.06.2026

Die Rettung war offenbar nicht nachhaltig: Die Ing. H. Gradwohl GmbH (Melk / Österreich; www.gradwohl.co.at) hat Ende Mai 2026 erneut ein Sanierungsverfahren beantragt. Begleitet wird das Verfahren von dem Insolvenzrechtsexperten David Leisch. Dieser hatte auch die vorherige Insolvenz betreut, die der Display-Hersteller bis März 2023 durchlaufen hatte. Von den aktuell rund 160 Arbeitsplätzen stehen nun bis zu 40 Jobs auf dem Prüfstand. Dennoch laufe der Betrieb weiter, betont das Unternehmen aus Niederösterreich, alle offenen Kundenaufträge würden erfüllt. 

In Schieflage geriet Gradwohl erneut, als wichtige Kunden aus dem Einzelhandel und dem Maschinen- und Fahrzeugbau ihre Investitionen und Werbungskosten zurückgefahren hatten. Verschärft wurde die Lage durch die stark gestiegenen Kosten für Kunststoffe, Energie, Farben und Kartonagen. Somit häuften sich Verbindlichkeiten von 2,6 Mio EUR an, denen liquide Mittel von knapp einer halben Mio EUR gegenüberstanden. Betroffen sind 140 Gläubiger. 

© KI – Kunststoff Information, Bad Homburg

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