Vorher und nachher: Aus XPS-Platten, WDVS und EPS-Platten werden Regranulate (Foto: Austrotherm)
Bei dem Dämmplattenhersteller Austrotherm (Waldegg / Österreich) hat die Recyclinganlage für EPS- und XPS-Abfälle am österreichischen Standort Purbach den Testbetrieb abgeschlossen und steht nun im Vollbetrieb. Die jährliche Ausstoßleistung von bis zu 1.000 t soll nach weiteren Prüfreihen kontinuierlich gesteigert werden, wie das Unternehmen mitteilt. Die Investitionskosten für das Projekt beliefen sich auf 1,2 Mio EUR.
Die neue Anlage erweitert den Anwendungsbereich. „Alle EPS- und XPS-Dämmstoffe, die heute produziert, verkauft und verbaut werden, können am Ende ihrer Produktlebensdauer in Purbach recycelt werden“, sagt Heimo Pascher, Mitglied der Geschäftsführung von Austrotherm. Dies beinhalte auch Baustellenverschnitte, komplette Fassaden-Wärmedämmverbundsysteme sowie unterschiedlich stark anhaftende Materialien, die seit 2018 – seit dem Verbot des Flammschutzes HBCD – in den Verkehr gebracht wurden. Austrotherm forscht zudem an Lösungen, um künftig auch HBCD-haltige Dämmstoffe wiederverwerten zu können.