Rohre, so weit das Auge reicht: Der Cracker in Zhanjiang versorgt zahlreiche Anlagen mit den Vorprodukten Ethylen und Propylen (Foto: BASF)
Er läuft: Das Herzstück des siebten Verbundstandorts von BASF (Ludwigshafen), der Mixed-Feed-Cracker in Zhanjiang, hat nach Konzernangaben Anfang Januar 2026 offiziell den Betrieb aufgenommen. Damit bleibt das 2019 mit einer Rahmenvereinbarung angestoßene Projekt im selbst gesetzten Zeitrahmen. Zhanjiang ist nach Ludwigshafen und Antwerpen der drittgrößte Verbundstandort von BASF.
Zusätzlich zu dem Cracker umfasst das Anlagenportfolio an dem Standort in der Provinz Guangdong aus Kunststoffsicht 15 Linien: eine Aromatenextraktion, Werke für zahlreiche Zwischenprodukte wie Ethylenoxid und MEG sowie für Polyethylen, Polyamid 6, PBT und TPU.
Wie erfolgreich das Großprojekt in China sein wird, ist allerdings nicht unumstritten. So haben manche Finanzanalysten ihre Kursziele für BASF bereits gesenkt, unter anderem wegen der ohnehin bereits vorhandenen Überkapazitäten in China sowie der Abhängigkeit von einem autokratischen Regime.