Hilfe von der Politik: eine der Forderungen auf dem 28. Altkunststofftag in Bad Neuenahr (Foto: bvse)
Erneut hat der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse, Bonn) von der Bundesregierung in Berlin und der EU in Brüssel Unterstützung bei der Bewältigung der Probleme gefordert, denen Kunststoffrecycler sich derzeit ausgesetzt sehen. Nach wie vor fehle es an einer schlüssigen politischen Strategie für Kunststoffe und deren Recycling, lautete ein Kritikpunkt, der beim 28. Altkunststofftag in Bad Neuenahr geäußert wurde. Dabei sei Kunststoffrecycling „mehr als Abfallwirtschaft. Es ist Klima-, Rohstoff- und Industriepolitik zugleich“, betonte Dr. Dirk Textor, Vorsitzender des bvse-Fachverbands Kunststoffrecycling, vor 260 Teilnehmern.
Mit Blick auf die derzeitige, scheinbare Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen infolge des Nahost-Konflikts formulierte es Anna Roeb, die Referentin des Fachverbands Kunststoffrecycling im bvse, unmissverständlich: „Rezyklate dürfen nicht nur dann gefragter Notnagel sein, wenn Primärrohstoffe knapp oder teuer werden.“