Kein Schiff und keine Bahn: Niedrigwasser und Sanierung sorgen für doppelten Engpass am Rhein (Foto: Deutsche Bahn)
Im Juli trafen für Deutschland und Westeuropa drei Engpässe zusammen: niedrige Rheinpegel, eingeschränkte kurzfristige Bahnkapazität und Verzögerungen in den Nordseehäfen. Letztere litten unter der Hitze und Personalengpässen infolge eines Lotsenstreiks in Antwerpen. In Deutschland sorgt die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Rhein-Ruhr und Rhein-Main für Verzögerungen bis Ende des Jahres – damit ist eine wesentliche Ausweichmöglichkeit zum Rheintransport nicht verfügbar.
Weltweit kehrt der Schiffsverkehr nur schrittweise zurück zu den Passagen durch den Suezkanal und das Rote Meer. Die Reedereien Maersk und Hapag-Lloyd stellten im Juli ausgewählte Dienste von der Route um das Kap der Guten Hoffnung wieder um. Das drückte auch die Frachtkosten sichtlich. Eine vollständige Normalisierung aller Verbindungen zwischen Europa und Asien wird aber noch auf sich warten lassen. Solange nur ausgewählte Verbindungen umgestellt werden, bleibt es bei einem Nebeneinander sehr unterschiedlicher Routen mit entsprechend schwankenden Laufzeiten.
Den ausführlichen Logistik-Report inkl. der Frachtraten für die weltweit acht wichtigsten Passagen veröffentlicht Kunststoff Information (KI, Bad Homburg) einmal wöchentlich in einem Online-Report.