In der Moskauer Mendeleyev-Universität für Chemische Technologie trafen sich Anfang Oktober rund 300 Akteure aus der russischen Kunststoffbranche (Foto: Rusopp)
Die russische Kunststoffindustrie hat im bisherigen Jahresverlauf angesichts von Sanktionen, logistischen Engpässen, nachlassender Nachfrage und hohen Finanzierungskosten an Schwung verloren. Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung in der Verarbeitung sei auf 61 Prozent gesunken und liege damit unter dem Wert des verarbeitenden Gewerbes insgesamt, erklärte Mikhail Katsevman, Präsident des russischen Verbands der Kunststoffverarbeiter Rusopp (Moskau / Russland), kürzlich während der Branchenveranstaltung „Polymerum 2026“ in Moskau.
Angesichts des zunehmenden Drucks sei die Zahl der Kunststoffverarbeiter im Land erstmals seit fünf Jahren rückläufig. Abhilfe soll ein Entwicklungsprogramm für die Branche schaffen, das von Rusopp und dem größten russischen Erzeuger Sibur erarbeitet wurde und im Dezember vorgestellt werden soll.