
Der Krieg im Nahen Osten beschleunigt die im vergangenen Jahr von der Regierung in Seoul erzwungene Restrukturierung der Petrochemie in Südkorea. Erst vor Kurzem haben – nach einem ersten Antrag für den Standort Daesan im Dezember – nun weitere Unternehmen entsprechende Pläne eingereicht, diesmal für den Standort Yeosu.
Die Pläne, die derzeit im Ministerium geprüft werden, sehen vor, die Ethylen-Kapazität in Yeosu zu reduzieren. Die vier dort ansässigen Unternehmen – das JV Yeocheon NCC sowie Lotte Chemical, Hanwha Solutions und DL Chemical – einigten sich darauf, die NCC-Cracker 2 und 3 stillzulegen und die verbleibende Nummer 1 mit den Anlagen von Lotte Chemical zusammenzulegen. In den vergangenen drei Wochen jedoch haben sich die Auslastungsraten der Cracker an den bedeutenden Standorten Daesan, Ulsan und Yeosu mit großen Schritten der Schmerzgrenze genähert, seit weder Rohöl noch Naphtha mehr aus dem Nahen Osten kommen.